Zierkirschen

Kirschblüte

Sakura nennt man in Japan die Kirschblüte. Im Frühjahr gibt man ihr zu Ehren das Hanami-Fest. Die Kirschblüte symbolisiert das menschliche Leben und die Vergänglichkeit.

Wie schön wäre es doch, einen Kirschbaum im Garten zu haben! So einen herrlich großen, alten Baum, dessen Zweige im April über und über mit schneeweißen Blüten überzogen sind. Und dann erst die Vorfreude auf den Sommer, wenn rote Kirschen zur Ernte locken! Ebenso überwältigend blühen die Japanischen Zierkirschen. Ihr Wuchs ist ähnlich stattlich, sie bleiben mit etwa zwölf bis 15 Meter jedoch etwas kleiner als die Süßkirschen. Ihre Krone ist im Alter breit trichterförmig bis schirmförmig. Leider gibt es keine Kirschen, dafür mehr Blütenvielfalt. Am beliebtesten sind die Sorten der Japanischen Blüten-Kirsche (Prunus serrulata): zum Beispiel ‘Shirotae’ mit einfachen weißen Blüten, ‘Shirofugen’ mit stark gefüllten weißen Blüten, ‘Accolade’ und ‘Kanzan’ mit gefüllten rosafarbenen Blüten. ‘Royal Burgundy’ hat dunkelrotes Laub. Mit ihrem ausladendem Wuchs sind die meisten Sorten jedoch nicht für kleine Gärten geeignet. Da passt die schlanke Säulen-Kirsche ‘Amanogawa’ schon besser, wird sie doch nur einen bis zwei Meter breit. Die Yoshino-Kirsche (Prunus x yedoensis) entwickelt über die Jahre eine bis zu zwölf Meter breite, schirmförmige Krone. Auch hier geht’s kleiner, mit der Sorte ‘Pandora’. Wie die Süßkirschen sind auch die Zierkirschen anspruchsvoll: Sie mögen einen sonnigen Standort mit einem frischen, tiefgründigen, nährstoffreichen Boden.

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TraubenkirscheEtwas zurückhaltender, aber dennoch sehenswert blühen Trauben-Kirschen, Sauerkirschen und Blut-Pflaumen. Die anspruchslose Trauben-Kirsche (Prunus padus) kommt auf vielen Böden zurecht. Ihre Sorten werden etwa zehn Meter hoch: ‘Watereri’ mit besonders langen, weißen Blütentrauben, ‘Colorata’ mit kupferfarbenem Austrieb und rosa Blüten. Die rotlaubige Blut-Pflaume (Prunus cerasifera ‘Nigra’) mit den kleinen, einfachen Blütchen verträgt sogar halbschattige Stand-orte. Als Baum wird sie etwa sieben Meter hoch.

Den Kirschenzauber gibt’s noch kleiner und vor allem zierlicher. Etwa mit der Kurilen-Kirsche (Prunus nipponica var. kurilensis), die nur drei Meter hoch wird. Die weißen Blüten der Sorte ‘Brilliant’ erscheinen vor dem Laubaustrieb. ‘Ruby’ ist im Austrieb bronzefarben mit zunächst tiefrosa, später weißen Blüten. Die gerade einen Meter hohe Fuji-Kirsche (Prunus incisa) kommt selbst in einem großen Kübel klar. Sie hat eine grazile, rundliche bis schirmförmige Krone. ‘Kojou-no-mai’ und ‘Oshidori’ blühen rosa. Näher bei den Pfirsichen stehen Zwerg-Mandel (Prunus tenella) und Mandelbäumchen (Prunus triloba). Beide sind kleine, etwa zwei Meter hohe, reich verzweigte Sträucher oder kleine Bäume, die vor dem Laubaustrieb ihre Blüten öffnen.

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KirschblüteUm die allfrühjährliche Blütenfülle der Zierkirschen zu erhalten, muss man sie nicht aufwändig schneiden. Die Baumkrone wird im Sommer nur ausgelichtet, von dürrem Holz, nach innen wachsenden und sich überkreuzenden Trieben befreit. Wildtriebe, die aus der Unterlage wachsen, werden entfernt. Sie könnten sonst die Krone verdrängen. Einen kräftigen Rückschnitt nach der Blüte bekommen dagegen Zwerg-Mandel, Mandelbäumchen und Kurilen-Kirsche. Das hält die drei gesund, denn sie sind anfällig für die Monilia-Spitzendürre, die ihre Triebe absterben lässt.

Ein kurzer Blick in den Herbst sei erlaubt: Kirschen bringen sich auch zum Saisonende noch einmal in Stellung. Ihr Laub ist dann in leuchtende Gold-, Orange- und Rottöne getaucht. Aufällig schön sind Yoshino-Kirsche und Fuji-Kirsche.
Natalie Faßmann
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