Steppen-Salbei

Steppen-Salbei

Steppen-Salbei, Riesen-Lauch und Storchschnabel kommen Ton in Ton daher. Wollziest und Bart-Iris geben der Pflanzung das gewisse Extra.

Bienen und Schmetterlingen müssen wir den Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) nicht mehr anpreisen, die fliegen sowieso auf den aromatisch duftenden Lippenblütler. Gartenbesitzern, die dem Steppen-Salbei bisher noch keinen Platz in ihrem Reich gewährt haben, sei er unbedingt ans Herz gelegt. Warum? Die schöne Beetstaude mit den straff aufrechten Blütenkerzen ist ein ausgesprochener Dauerblüher – acht Wochen sind keine Seltenheit. Ein bodennaher Rückschnitt zum Ende der Blüte garantiert einen zweiten, fast ebenso üppigen Flor. Der Steppen-Salbei ist äußerst pflegeleicht und anspruchslos. Dabei besteht er aber auf einen warmen, sonnigen Standort und toleriert keine Winternässe. Am besten gedeiht er auf durchlässigen, mäßig nährstoffreichen, frischen Böden. Doch auch trockenere Standorte sind dem Steppen- Salbei recht. Kein Wunder, denn die Wildart, von der unsere Kultursorten abstammen, kommt natürlicherweise auf Steppenheiden und Trockenrasen vor.

» Steppen-Salbei: Pflanzpaket mit kontrastreichen Begleitern

Die Wildart spielt in unseren Gärten fast überhaupt keine Rolle. Dafür gibt es heute unzählige Sorten mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Neben den violettblauen Auslesen (‘Mainacht’, ‘Tänzerin’) haben die Züchter Sorten mit rosafarbenen (‘Rosakönigin’), weißen (‘Schneehügel’, ‘Adrian’) und reinblauen Blüten (‘Blauhügel’) hervorgebracht. Außergewöhnlich ist ‘Caradonna’, deren tiefviolette Blüten an schwarzvioletten Stängeln stehen. Alle Sorten bilden dichte Horste. In der Wuchshöhe und in der Wuchsform, variieren sie aber. So wird die tiefviolett blühende Salvia nemorosa ‘Marcus’ nur etwa 25 Zentimeter hoch und wächst sehr kompakt und aufrecht. ‘Amethyst’, die purpurviolette Blüten hat, kommt auf 80 Zentimeter und wächst eher buschig.

» Steppen-Salbei Pflanzpaket Ton-in-Ton

Steppen-SalbeiSo vielfältig wie sein Aussehen, so vielseitig kann Steppen-Salbei auch verwendet werden. Da er zeitgleich mit den meisten Rosen blüht, ist er ein idealer Rosenbegleiter. Außerdem bereiten ihm die nährstoffreichen, frischen Böden, auf denen gut versorgte Rosen stehen sollen, keine Probleme. Damit ist Salvia nemorosa ein besserer Rosenkavalier als Lavendel, der trockenen und mageren Boden bevorzugt. Auch im Staudenbeet macht der Steppen-Salbei eine gute Figur. Am besten pflanzen Sie ihn in kleinen Gruppen von drei bis zehn Stück. Geeignete Partner sind beispielsweise Roter Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea), Katzenminze (Nepeta x faassenii), Sommer-Margerite (Leucanthemum Maximum) sowie Schafgarbe (Achillea filipendulina) und natürlich Gräser. Wer Platz im Garten hat, kann den Dauerblüher großflächig ein-setzen – großartig sehen Steppen-Salbei-Pflanzungen aus, die Flüsse imitieren. Der Tausendsassa passt gut in Steppen-beete, zum Beispiel mit Schafgarbe, Hoher Fetthenne (Sedum Telephium) und Witwenblume (Knautia) als Partner. Mit ihm lassen sich Böschungen bepflanzen und kleine Hecken oder Beeteinfassungen anlegen. Steppen-Salbei kommt sogar als Bodendecker zum Einsatz. In Pflanzgefäßen fühlt er sich auch wohl.

» Staudengarten: Noch mehr Gelb für den Garten

Wer solche großflächigen Pflanzungen plant, vermehrt die Stauden am besten selbst. Im Sommer gelingt das gut über Stecklinge. Aussaat ist ebenso möglich, allerdings fallen die meisten Sämlinge nicht sortenecht aus. Werden nicht so viele Pflanzen benötigt, teilt man im Frühjahr einfach die Horste. Fragen Sie Ihre Gartenfreunde, vielleicht haben die eine Pflanze übrig. Es wäre doch toll, wenn der Steppen-Salbei in diesem Sommer auch in Ihrem Garten blüht!
Monica Lietzau
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