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Fetthenne – pflegeleichte Stauden mit sukkulenten Blättern

Es gibt circa 500 Arten der Fetthenne (Sedum species) aus der Familie Crassulaceae. Das besondere an ihnen sind die verdickten Blätter, in denen sie Wasser speichern können. Dank dieser Eigenschaft und ihrem anspruchslosen Wesen kommen Fetthennen auch an sehr trockenen Standorten zurecht.

Wuchs und Aussehen der Fetthenne

Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten von Fetthennen und Mauerpfeffer, wie manche auch genannt werden. Die Wuchsformen der pflegeleichten Stauden reichen von ganz niedrig wachsenden Arten, die nur fünf bis zehn Zentimeter hoch werden und dichte Teppiche bilden, bis zu aufrechteren Arten mit bis zu 60 Zentimetern Höhe.

Fetthenne Foto: AdobeStock_Malu Arts
Bienen und Hummeln lieben die Blüten der Fetthenne Foto: AdobeStock_Malu Arts

Blüten und Blätter der Fetthenne

Je nach Art und Sorte beginnt die Blütezeit der Fetthenne im Mai und reicht über den ganzen Sommer bis hin zu späten Arten, die erst von August bis September blühen. Auch bei den Farben variiert es: von weiß, rosa und gelb bis hin zu rosa. Die Einzelblüten sind sternförmig und bilden reichblütige Dolden oder Trugdolden, die auch gern von Bienen und Hummeln besucht werden.

Die Blätter der Fetthenne sind fleischig und verdickt. Man bezeichnet sie auch als sukkulent, denn sie können Wasser speichern. Die Formen reichen von walzenförmigen bis zu rundlichen oder ovalen Blättern. In der Regel zeigen sie verschiedene Grüntöne. Die ursprüngliche Farbe kann sich bei Trockenheit jedoch ins rötliche verändern.

Standortbedingungen und Pflege von Fetthenne

So vielfältig diese Gattung auch ist, so einig sind sich die verschiedenen Arten bei ihren Ansprüchen. Fetthennen lieben vollsonnige warme Standorte, auch heiße Plätze sind kein Problem. Der Boden kann trocken bis frisch sein und sollte auf jeden Fall durchlässig sein. Die Stauden sind absolut anspruchslos und brauchen wenig Nährstoffe. Ein humusarmer, sandig-kiesiger oder kiesig-lehmiger Boden ist deshalb ideal. Höhere Arten mögen jedoch auch etwas nährstoffhaltigere Substrate.

Die in Container erhältlichen Stauden können von Frühjahr bis Herbst gepflanzt werden. Pflegemaßnahmen wie düngen oder regelmäßiges gießen sind bei den Trocken- und Hungerkünstlern nicht notwendig. Nur die hohen Arten wie Sedum spectabile oder Sedum telephium brauchen im Sommer eventuell mal eine Wassergabe. Und man schneidet sie im Herbst oder im Frühjahr vor dem nächsten Austrieb ebenerdig zurück.

Verwendung von Fetthenne

Fetthenne im Steingarten AdobeStock_Karin Jähne
Fetthenne im Steingarten AdobeStock_Karin Jähne

Fetthennen sind ideale Pflanzen für Stein- und Steppengärten oder sonstige Steinanlagen. Die niedrig wachsenden Arten gedeihen sogar in sonnigen Platten- und Mauerfugen, in allen möglichen Gefäßen und werden häufig für die Dachbegrünung verwendet. Hochwüchsige Arten kombinieren Sie mit anderen Stauden und Gräsern im Beet.

Arten und Sorten von Fetthenne

Höhere Arten: Purpur-Fetthenne (Sedum telephium) wächst mit aufrechten Stängeln 30 bis 60 Zentimeter hoch. Die dichten flachen Blütendolden erscheinen von August bis Oktober in Rosa, Braunrot oder Weiß. Die beliebteste Sorte ist ‘Herbstfreude’ (rostrote Blüten). Die Sorten ‘Matrona’ (mattrosa), ‘Karfunkelstein’ (karminrosa) oder ‘Purple Emperor’ (lachsrosa) punkten zudem mit rotem Laub. Mit 30 bis 40 Zentimetern bleibt Sedum spectabilis etwas niedriger und gehört ebenfalls zu den Klassikern. Schöne Sorten sind zum Beispiel ‘Carmen’ (dunkelkarminrosa), ‘Brillant’ (dunkelrosa) oder ‘Frosty Morn’ (hellrosa, weißbuntes Laub).

Niedrige teppichbildende Arten sind zum Beispiel Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre, 5 bis 15 Zentimeter, gelb) oder Sedum album (5 bis 10 Zentimeter, weiß). Etwas höhere Polster bilden zum Beispiel Sedum floriferum ‘Weihenstephaner Gold’ (15 bis 20 Zentimeter, gelb) oder Sedum spurium ‘Purpurteppich’ (15 Zentimeter, dunkelrote Blüten und Blätter).

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