Dieffenbachie Foto: AdobeStock_Gnther

Dieffenbachie – großblättrige Zimmerpflanze für Dschungelfeeling

Mit den hübsch gemusterten großen Blättern verleiht die Dieffenbachie Ihrem Zuhause paradiesisches Urwaldfeeling. Sie sorgt zudem für ein angenehmes Raumklima und frische Luft im Zimmer, denn sie reinigt diese von Schadstoffen. Beheimatet ist die Pflanze im Amazonasgebiet und im brasilianischen Volksglauben gilt sie als Schutzpflanze gegen negative Einflüsse. Im 19. Jahrhundert kam sie nach Europa und wurde nach ihrem Namenspaten Joseph Dieffenbach (1796 – 1863), Obergärtner des Wiener Schlosses Schönbrunn zu Zeiten von Königin Sissi, benannt.

Wuchs und Aussehen der Dieffenbachie

Dieffenbachie Foto: AdobeStock_Frank-Peter Funke
Ein mittelgroßes Exemplar einer Dieffenbachie im Topf Foto: AdobeStock_Frank-Peter Funke

Die Dieffenbachie (Dieffenbachia-Arten und Hybriden) gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie ist also verwandt mit Monstera und Philodendron. Ursprünglich stammt die großblättrige Schönheit aus den tropischen Wäldern in Mittel- und Südamerika.

Die Dieffenbachie wächst aufrecht, buschig und bildet mehrere Triebe oder kurze Stämmchen mit gestielten Blättern. Die Zimmerpflanze wächst 40 bis 100 Zentimeter hoch.

Blüten und Blätter der Dieffenbachie

Die Dieffenbachie bildet keine auffälligen Blüten. Die großen breit-eiförmigen immergrünen Blätter sind der eigentliche Schmuck der Zimmerpflanze. Sie werden bis 30 Zentimeter lang, sind dunkelgrün und besitzen je nach Sorte eine mehr oder weniger ausgeprägte Blattmusterung in hellgrün, gelb oder weiß. Bei älteren Exemplaren kann es meist im März zur Bildung einer unauffälligen Blüte kommen, die nach nur einer Woche wieder verwelkt.

Dieffenbachie Foto: AdobeStock_Tatjana Gupalo (1)
Die unscheinbare Blüte der Dieffenbachie wird eher selten ausgebildet und ist dabei auch eher unscheinbar Foto: AdobeStock_Tatjana Gupalo

Standortbedingungen und Pflege der Dieffenbachie

Die Dieffenbachie benötigt einen ganzjährig hellen, luftig warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sie verträgt aber auch einen halbschattigen Platz, dann sind allerdings die Blattmuster nicht so ausgeprägt. Die Raumtemperatur sollte bei circa 20 bis 25 Grad Celsius liegen, im Winter nie unter 18 Grad Celsius. Zugluft und Temperaturschwankungen mag die Dieffenbachie nicht. Dafür benötigt die Pflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit. Am besten besprühen Sie die Blätter immer wieder mit einer Wassersprühflasche. Die Luftfeuchtigkeit können Sie auch indirekt erhöhen, indem Sie einen Zimmerbrunnen aufstellen oder eine Schale mit Wasser, das dann verdunstet.

Setzen Sie die Zimmerpflanze in einen ausreichend großen Topf mit hochwertigem Zimmerpflanzensubstrat und einer Drainageschicht am Boden. Dieffenbachien eignen sich auch für die Hydrokultur.

Dieffenbachien haben einen hohen Wasserbedarf. Gießen Sie die Grünpflanze regelmäßig und am besten mit weichem Wasser. Im Winter ist etwas weniger Wasserzufuhr nötig als im Sommer. Staunässe sollte aber immer vermieden werden. Im Sommer wird zudem wöchentlich oder zweiwöchentlich niedrig dosiert gedüngt, im Winter reicht alle vier Wochen etwas Dünger. Sollte die Pflanze mit den Jahren von unten her verkahlen, kann man sie im Frühjahr zurückschneiden.

Verwendung

Die beliebte Grünpflanze macht sich gut auf der Fensterbank. Ältere, größere Exemplare kommen zudem gut in einem Wintergarten oder einem Blumenfenster zur Geltung. Zu ihrem exotischen Flair passen sehr gut Gefäße aus Naturmaterialien, wie Korb-, Bambusgeflecht oder Filz, sowie Keramiktöpfe in Naturstein- oder Kokosoptik und in erdigen Farben.

Achtung: Die Pflanze ist in allen Teilen sehr giftig. Der Saft reizt Haut und Schleimhäute. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren sollte sie deshalb nicht verwendet werden. Tragen Sie bei den Pflegearbeiten, wie umtopfen oder für den Rückschnitt, auf jeden Fall Handschuhe.

Im Gartenfachhandel finden sich viele namenlose Sorten sowie Hybriden, die sich durch verschieden starke Blattmuster unterscheiden.

Unsere aktuelle Ausgabe

Das sind die Top Themen:

  • Ein blühendes Band: Die schönsten Herbst-Gehölze
  • Fantasievoller Garten im Hohen Fläming
  • Schön, aber gefährlich: Giftpflanzen im Garten – geht das?
Zur aktuellen Ausgabe