Glockenrebe Foto: AdobeStock_Ivonne

Glockenrebe – turboschnelle Kletterpflanze mit Wow-Blüten

Mit der rasant wachsenden Glockenrebe (Cobaea candens) wird ein Sichtschutzelement ganz fix zum blühenden Blickfang auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Man nennt die Sprinterin unter den Kletterpflanzen auch Glockenwind- oder Krallenwinde.

Wuchs und Aussehen der Glockenwinde

Die aus Mexiko stammende Kletterpflanze Glockenrebe wird bei uns einjährig kultiviert, da sie frostige Temperaturen im Winter draußen nicht überstehen würde. Man kann sie aber auch hell und kühl überwintern. Mit ihren Ranken windet sie sich in eine Höhe von vier bis sechs Metern. Sie kann auch im Topf kultiviert werden, dann bleibt sie etwas kleiner.

Blüten, Blätter und Früchte der Glockenrebe

Ihre glockenförmigen Blüten zeigt sie von Juli bis Oktober, beziehungsweise bis zum ersten Frost. Die Glockenblüten sind zuerst unauffällig grünlich, verwandeln sich dann in Blauviolett und besitzen auffällige gelbe Staubgefäße. Sie werden von einem zarten Duft begleitet. Durch die bis zu 20 Zentimeter langen Stiele, an denen die nickenden, fingerlangen Blüten sitzen, stehen diese noch mehr im Vordergrund. Es gibt übrigens auch eine weiß blühende Sorte mit dem Namen ‘Alba’.

Blüten

Aus den Blüten entwickeln sich am Naturstandort kleine grüne Kapseln. Bei uns bildet die Glockenrebe jedoch kaum Fruchtstände aus.

Gefiederte Blätter in einer Größe von acht bis zehn Zentimetern bilden den frischgrünen Rahmen für die Blüten. Im Austrieb sind die elliptisch geformten Blätter zunächst rötlich.

Standortbedingungen und Pflege von Glockenwinden

Glockenwinden gedeihen am besten an einem sonnigen Platz, im Halbschatten wachsen und blühen sie weniger reich. Sie bevorzugen einen frischen bis mäßig feuchten Boden, der nährstoff- und humusreich ist. Eine Kletterhilfe ist notwendig, zum Beispiel Spanndrähte oder ein Rankgitter.

Möchten Sie die Pflanzen selber aus Samen ziehen, beginnen Sie ab Ende Februar bis März mit der Voranzucht. Ideal sind ein heller Platz und Keimtemperaturen von 18-20 Grad Celsius. In ein Töpfchen steckt man am besten zwei Samen. Ein kleiner Bambusstab dient schon in diesem Stadium als Stütze.

Glockenrebe AdobeStock_ Sven Käppler
Glockenwinden gedeihen am besten an einem sonnigen Platz AdobeStock_ Sven Käppler

Ab Mitte Mai können Sie die Glockenreben ins Freie pflanzen, dann drohen keine Fröste mehr. Geben Sie bei der Pflanzung einen Langzeitdünger mit ins Gefäß oder Pflanzloch. Aufgrund des starken Wachstums brauchen Glockenreben viel Nährstoffe. Düngen Sie deshalb regelmäßig, zum Beispiel mit Flüssigdünger. Zudem haben die Kletterpflanzen einen hohen Wasserbedarf. Durch das Abkneifen der Triebspitzen wird die Verzweigung gefördert. Wer mag, entfernt auch regelmäßig Verblühtes.

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