[Foto: AdobeStock_perminoffa]

Trompetenbaum:Augenweide und Klimabaum

Der Gewöhnliche Trompetenbaum besticht mit großen, herzförmigen Blättern, spektakulären Blütenrispen und lange haftendem Fruchtschmuck. Als Park- und Stadtbaum findet die als robust und hitzeverträglich geltende Art schon lange Verwendung. Aber auch als Hausbaum ist der Trompetenbaum eine hervorragende Wahl. Hier erfahren Sie mehr.

Trompetenbaum – voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Herkunft und Verbreitung

Bereits vor rund 300 Jahren wurde der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) nach Europa eingeführt. Ursprünglich stammt das Gehölz aus Nordamerika, wo es heute vor allem im Südosten der Vereinigten Staaten zu finden ist. Die Gattung gehört zur Familie der Trompetengewächse (Bignoniaceae).

Wuchs und Aussehen des Trompetenbaums

Der Gewöhnliche Trompetenbaum ist recht schnellwüchsig, die Wuchsgeschwindigkeit ist jedoch immer abhängig von den klimatischen Bedingungen. Die sommergrünen Laubbäume werden zwischen 8 und 12 Metern hoch. In der Wuchsbreite erreichen sie etwa zwischen 4 und 8 Meter. Sie bilden nur einen recht kurzen Stamm aus. Die Krone ist dafür umso breiter, ausladend und harmonisch aufgebaut. Ältere Exemplare neigen ihre Zweige elegant nach unten.

Blätter, Blüten und Früchte

Das Laub des Trompetenbaums zeigt sich leider erst im späten Frühjahr und verabschiedet sich auch zeitig im Herbst wieder in die Winterpause. Die wunderschöne Herzform und das frische Grün der Blätter entschädigen aber schnell wieder für dieses Manko. Hinzu kommt, dass selbst die laublose Krone einen attraktiven Anblick abgibt.

Weiße Glockenblüten mit roter Mitte. Foto: AdobeStock_Martina
[Foto: AdobeStock_Martina]
Fruchtschoten und Blätter des Trompetenbaums. Foto: AdobeStock_KatMoy
[Foto: AdobeStock_KatMoy]

Nur wenige Zierbäume blühen im Sommer, doch Catalpa bignonioides ist einer von ihnen. Etwa von Juni bis Juli stehen imposante Blütenrispen über den Zweigen und bescheren Betrachter*innen eine wahrlich umwerfende Vorführung. Die Einzelblüten sind weiß bis gelblich, manchmal haben sie purpurfarbene Zeichnungen. Insekten bieten sie ein reiches Nektarbüfett.

Die anschließend ausgebildeten Früchte erinnern in der Form an lange Bohnen. Sie können bis zu 30 Zentimeter oder länger werden und verbleiben noch mehrere Monate lang am Baum.

Hinweis: Der Trompetenbaum ist in allen Pflanzenteilen leicht giftig und kann bei Kontakt Hautreizungen auslösen.

Standort- und Bodenansprüche

Der Trompetenbaum bevorzugt sonnige oder absonnige Standorte. Hitze verträgt er gut, weshalb die Art auch als Klimabaum gilt. Auch unwirtlichem Stadtklima hält der Trompetenbaum stand. Idealerweise ist das Substrat lehmig, außerdem tiefgründig und nährstoffreich. Kurzzeitige Trockenphasen übersteht das Gehölz in der Regel gut, besser ist jedoch ein frischer Boden. Der pH-Wert darf im leicht sauren oder alkalischen Bereich liegen.

Junge Exemplare sind noch empfindlich gegenüber Frost. Ein geschützter Standort beziehungsweise Winterschutz sind daher sinnvoll.

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Pflanzung und Pflege

Ballenware und wurzelnackte Pflanzen werden im Frühjahr oder Herbst in den Garten gepflanzt. Wer den Trompetenbaum im Topf kauft, kann ihn auch im Sommer setzen. Während der ersten Zeit nach der Pflanzung benötigt der Baum ausreichend Wasser und sollte daher gründlich gegossen werden. Sinnvolle Pflegemaßnahmen sind das Mulchen um den Wurzelbereich und sparsame Kompostgaben im Frühjahr.

Fruchtschoten des Trompetenbaums. Foto: AdobeStock_Mikhail
Bis zum Herbst oder sogar nächsten Frühjahr verbleiben die Früchte am Baum. [Foto: AdobeStock_Mikhail]

Wie wird der Trompetenbaum vermehrt?

Wenn Sie Ihren Trompetenbaum vermehren wollen, gelingt dies mittels Aussaat der Samen, die sich in den bohnenförmigen Fruchtkörpern befinden. Eine zweite Möglichkeit ist das Vermehren über Stecklinge. Diese werden dem Baum im Spätsommer in einer Länge von etwa 10 bis 15 Zentimeter entnommen. Wichtig ist, dass sich die Schnittstelle direkt unterhalb eines Auges befindet und nur das oberste Blattpaar am Steckling bleibt. In einem Topf mit gleichmäßig feucht gehaltener Anzuchterde wachsen so neue Trompetenbäumchen heran.

Krankheiten und Schädlinge

Grundsätzlich gilt der Trompetenbaum als robust. Schädlingsbefall kann ihm nur wenig anhaben. Die großen Blätter laden jedoch Blattläuse und Raupen ein. Manche Trompetenbäume werden im Laufe ihres Lebens auch von Pilzerkrankungen heimgesucht. So kann beispielsweise der Verticillium-Pilz dafür sorgen, dass ganze Äste absterben und verwelken. Während bei Blattlausbefall auch pflanzliche Mittel helfen, muss der Baum bei einem Befall mit Verticillium radikal beschnitten werden.

Catalpa mit weißen Blüten in einem Garten. Foto: AdobeStock_Image'in
Der Trompetenbaum sollte möglichst freistehend in den Garten gepflanzt werden, damit sich die Krone frei entfalten kann.
[Foto: AdobeStock_Image’in]

Verwendung des Trompetenbaums

Der Trompetenbaum erlebt derzeit erhöhte Aufmerksamkeit, denn zum einen bieten die Blüten vielen Insekten Nahrung, was ihn zu einem geeigneten Baum für Insektenliebhaber macht. Außerdem gilt Catalpa als hitzeresistent und wird daher vermehrt für Parks und als Straßenbaum genutzt. Grundsätzlich steht also die Verwendung als Zierpflanze in Gärten und öffentlichen Anlagen im Vordergrund, aber auch das Holz des Trompetenbaums kann weiterverwendet werden.

LUISA ROTH

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