Weigelie – sehr attraktiver Blütenstrauch

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Weigelie ist Japan, Korea, China und die Mandschurei. Es gibt etwa 12 Arten der Gattung Weigela. Die Liebliche Weigelie Weigela florida wird bereits seit 1845 in unseren Gärten kultiviert und ist auch heute noch die am meisten verbreitete Art. Dazu kommen viele Hybriden, entstanden durch Kreuzungen der Lieblichen Weigelie mit anderen ostasiatischen Weigelien-Arten. Die älteste davon ist ‘Eva Rathke’, die immer noch im Handel ist.

Wuchs und Aussehen der Weigelie

Die Weigelien aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) sind sommergrüne, buschig aufrecht wachsende Sträucher. Je nach Sorte entwickeln sie sich zu kleinen Sträuchern (bis zu eineinhalb Meter hoch) oder werden mittelhoch (bis dreieinhalb Meter). Meist wachsen sie breiter als hoch und gerade im Alter hängen vor allem die Außentriebe leicht über – das verleiht ihnen einen malerischen Ausdruck.

Blüten und Früchte

Weigelie Foto: AdobeStock_summersum
Die attraktiven Blüten erscheinen Ende Mai oder Anfang Juni Foto: Weigelie-AdobeStock_summersum

Ende Mai oder Anfang Juni erscheinen die sehr attraktiven Blüten in großer Fülle. Die Blütezeit dauert bis Juli an. Mit ihren glockigen bis trichterförmigen Kronröhren erinnern die Blüten der Weigelie an die schon etwas exotisch anmutenden Trompetenblumengewächse. Die Farbpalette reicht von Rottönen bis zu dunklem, hellem Rosa oder Weißrosa. Das Innere der Kronröhren zeigt manchmal andersfarbige Flecken oder helle Narben, die sich von den Blüten abheben. Die Einzelblüten werden je nach Sorte bis zu drei Zentimeter lang.

Die Früchte sind unscheinbar.

Blätter und Rinde der Weigelie

Weigelien besitzen meist eiförmige, verhältnismäßig große, sechs bis zehn Zentimeter lange Blätter, die gegenständig angeordnet sind. Sie haben eine hellgrüne Farbe, sind unterseits behaart und haften lange am Strauch.

Weigelien haben eine helle Rinde, die Zweige sind dünn, überhängend und mit vollem Mark.

Standortbedingungen und Pflege von Weigelien

Weigelien vertragen einen sonnigen oder absonnigen Standort. An schattigen Plätzen bilden sie allerdings weniger Blüten aus. Die Sträucher bevorzugen frische bis feuchte, nährstoffreiche und durchlässige Böden, die sauer bis schwach alkalisch sind. Es handelt sich um frostharte, robuste und anpassungsfähige Gehölze, die auch andere Gartenböden tolerieren.

Da Weigelien ein flach ausgebreitetes Wurzelwerk besitzen, wirkt sich eine Mulchschicht zum Schutz positiv aus. Oder man unterpflanzt sie mit Blüten- oder Bodendeckerstauden. Etwas Kompost im Frühjahr fördert die Blütenbildung.

Die Schnittmaßnahmen beschränken sich auf einen Auslichtungsschnitt alle zwei bis drei Jahre, bei dem alte, blühunwillige Triebe bodennah herausgenommen werden. Das stärkt die Blühwilligkeit des Strauchs. Der beste Zeitpunkt ist direkt nach der Blüte. Auch ein radikaler Verjüngungsschnitt nach vier bis fünf Jahren ist möglich. Weigelien können leicht verpflanzt werden, das gelingt auch bei älteren Pflanzen.

Weigelie Foto: AdobeStock_Eberhard
Das wertvolle Ziergehölz findet sich oft in Gärten und Parks Foto: Weigelie-AdobeStock_Eberhard

Verwendung

Die Weigelie ist ein wertvolles Ziergehölz, das schon seit dem 19. Jahrhundert ein unverzichtbarer Bestandteil von Blütenhecken in Gärten und Parks ist. Im Hausgarten kommen sie in Einzelstellung oder in Blütenstrauchgruppen oder -hecken zum Einsatz. Da ihre Blütezeit beginnt, wenn die von anderen Frühlingsblühern wie Flieder, Forsythien, Zierkirschen oder Zieräpfeln zu Ende geht, hat sie eine besondere Stellung. Zudem blüht sie sehr lange, durch vereinzelte Nachblüten manchmal bis zum ersten Frost, und ist eine wertvolle Bienenfutterpflanze. Es gibt auch Sorten mit rotem Laub (Weigela florida ‘Purpurea’, ‘Alexandra’, ‘Minor Black’), welche mit panaschierten Blättern (‘Nana Variegata’) oder Sorten mit weißen Blüten (‘Snowflake’, ‘Black and ‘White’).

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