Kussmäulchen (Nematanthus gregarius)

Kussmäulchen – Pflanzenportrait

Gärtnern führen dieses liebenswürdige Pflänzchen aus der Familie der Gesneriengewächse meist noch immer unter dem alten botanischen Namen Hypocyrta glabra.

Und woher kommt der Name? Also die kleinen, orangefarbenen Blüten erinnern aus der Nähe betrachtet tatsächlich an ein zum Kuss gespitztes Mündchen.

Das Kussmäulchen kommt ursprünglich aus Brasilien, wo es als niedriger Halbstrauch mit leicht übergeneigten Zweigen wächst. Dabei sind die kleinen, eiförmigen Blätter von ledriger Beschaffenheit. Und das ist ein Hinweis darauf, dass die Pflanze auch mit trockener Zimmerluft ganz gut leben kann.

Der beste Standort des Kussmäulchens

Den Sommer kann die Pflanze sehr gut an einem halbschattigen Platz im Freien, zum Beispiel im Geäst eines Baumes verbringen. Im Zimmer soll der Standort sehr hell, aber nicht prallsonnig sein. Normale Zimmertemperaturen verträgt es sehr gut.

Ampeln und Körbe

Etwas ältere Pflanzen hängen mit der Zeit bogig über, was sie für die Verwendung in Blumenampeln prädestiniert. Und sehr schön sehen sie in aufgehängten Körben aus.

Während der winterlichen Ruhezeit sind Temperaturen um 12 °C und volles Licht nötig, nur dann können Sie einer reichen Blüte im Folgejahr rechnen.

Pflege des Kussmäulchens

Gießen Sie nur mäßig, lieber etwas weniger als zuviel. Und im Winter soll das Kussmäulchen fast trocken stehen. In der Hauptwachstumszeit von März bis August alle 14 Tage niedrig dosiert düngen. Mäßiges Stutzen nach der Blüte erhält den buschigen Wuchs. Und topfen Sie nach der winterlichen Ruhezeit jährlich in gut durchlässige Blumenerde um.

Blühende Kussmäulchen kaufen

Blühende Pflanzen sind meist ab Spätsommer – Hauptblütezeit ist im August/September – und dann in Folgesätzen bis zum Frühjahr in den Gärtnereien zu haben.

Vermehrung

Vermehrt wird durch Kopfstecklinge im Sommer, die zu mehreren in einen Topf kommen. Stecklinge in ein sandiges, feuchtes Substrat stecken und eine Folienhaube oder ein Weckglas darüberstülpen. Nach dem Bewurzeln mehrfach stutzen, um einen buschigen Wuchs zu erreichen.

Wurzelfäule am Kussmäulchen

Staunässe führt unter Umständen zu Wurzelfäule. Glücklicherweise ist mit dem Auftreten von Schädlingen bei Kussmäulchen kaum zu rechnen.