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Katzengras – nicht nur für Stubentiger interessant

Als Katzengras bezeichnet man verschiedene Pflanzen, die Katzenhalter in der Wohnung für ihren Stubentiger bereitstellen können, um dessen Verdauung anzukurbeln. Grasähnliches Futter brauchen Katzen unbedingt, um den natürlichen Abgang von Haarballen zu unterstützen. Bei der Fellpflege verschluckt die Katze Haare. Mit Hilfe von gefressenem Gras werden diese gebunden und die Katze kann sie in Form von Haarballen herauswürgen.

In Frage kommen als Katzengras das Zypergras (Cyperus zumula), welches hier vorgestellt wird. Gut geeignet sind zudem Schösslinge, die schnell aus Getreidekörnern wie Weizen, Roggen, Hafer, Hirse oder Gerste wachsen sowie der Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum). Da diese Grünpflanzen schöne frischgrüne Akzente setzen, sind sie als Zimmerpflanze auch bei Menschen beliebt, die keine Katze als Haustier haben.

Wuchs und Aussehen

Das Zypergras (Cyperus zumula) gehört zur Familie der Riedgrasgewächse (Cyperaceae) und zählt zu den Sauergräsern. Ursprünglich wächst es in den Tropen und Subtropen und liebt als Sumpfpflanze eine hohe Bodenfeuchtigkeit.

Das Katzengras bildet einen kleinen buschig wachsenden „Grasbüschel“ und wird 30 bis 70 Zentimeter hoch. Im Vergleich zu anderen Zypergrasarten bildet es keine Stiele, sondern nur Blätter.

Katzengras Foto: AdobeStock_Natalya
Katzen lieben Katzengras. Foto: AdobeStock_Natalya

Blüten und Blätter von Katzengras

Auf langen Stielen, die aus dem Grasbüschel entspringen, sitzen oval geformte, große Blütenstände.

Das Katzengras besteht aus einem dichtns Büschel aus frischgrünen, langen, dünnen, ganzrandigen Halmen. Die Blätter wachsen aufrecht oder leicht überhängend.

Standortbedingungen von Katzengras

Platzieren Sie das Katzengras an einem hellen bis halbschattigen Platz und ganzjährig bei normaler Zimmertemperatur. Direkte Sonne sollte vermieden werden, damit es nicht so schnell austrocknet. Falls Sie eine Katze haben, sollte das Katzengras gut für sie erreichbar sein. Im Winter kann es etwas kühler stehen und ab Ende Mai sogar ins Freie.

Verwenden Sie handelsübliche Blumenerde, die mit etwas Sand vermischt werden kann oder eine Mischung aus Kräutererde und Sand.

Pflege von Katzengras

Zypergräser mögen eine hohe Bodenfeuchtigkeit und stehen sogar gerne in etwas Wasser. Gießen Sie das Katzengras reichlich, am besten mit kalkfreiem Wasser, und sorgen Sie für einen ständig feuchten Untergrund. Stellen Sie die Pflanze zum Beispiel auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer.

Auch das regelmäßige Übersprühen tut dem Katzengras gut und verhindert, dass die Pflanze braune Blattspitzen bekommt.

Über Sommer können Sie das Katzengras alle zwei Wochen, im Winter nur alle vier bis sechs Wochen mit Flüssigdünger versorgen, damit es vital bleibt. Besitzen Sie das Katzengras jedoch wegen Ihrer Katze, die daran knabbert, dann verzichten Sie komplett auf Düngergaben. Wird es unansehnlich, topfen Sie es um und geben ihm frisches Substrat.

Katzengras Foto: AdobeStock_Byallasaa
Ein kleines Katzengras-Exemplar aus dem Fachhandel. Foto: AdobeStock_Byallasaa

Verwendung

Katzengras ist vor allem bei Katzenbesitzern beliebt, denn das Gras regt die Verdauung der Katze an und unterstützt diese. Zypergras enthält für Katzen beispielsweise Ballaststoffe und wertvolle Folsäure. Je nachdem wie viel die Katze daran knabbert, ist es sinnvoll, mehrere Exemplare zu besitzen.

Damit sich das Katzengras zwischendurch erholen kann, stellen Sie eine Pflanze für eine Weile außer Reichweite des Stubentigers und an einer zweiten Pflanze darf in der Zeit gefressen werden.

Das pflegeleichte Katzengras ist aber auch begehrt von Zimmerpflanzenliebhabern ohne Haustier. Damit können Sie frischgrüne Akzente auf der Fensterbank setzen oder das Badezimmer begrünen.

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