Zyperngras Foto: AdobeStock_louisnina

Zypergras – vielseitige Sumpfpflanze

Stolze 600 Arten umfasst die Gattung der Zypergräser, die Teil der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) ist. Die Arten verteilen sich fast weltweit, mit vielen Vertretern in tropischen Gegenden, aber auch in Europa gibt es heimische Arten.

Zypergräser sind unempfindliche Pflanzen und haben eigentlich nur einen wichtigen Standortanspruch – Wasser. Das als Zimmerpflanze beliebte Zypergras (Cyperus alternifolius) ist besonders pflegeleicht

Wuchs und Aussehen des Zypergrases

Das Zypergras wächst in losen Horsten. Verschiedene Arten der Gattung können teilweise Höhen bis 4 Meter erreichen. Dagegen wächst Cyperus alternifolius eher bescheiden, mit einer Endhöhe von etwa einem Meter. Die eleganten, schirmförmigen Blattkronen des Zypergras machen es unverkennbar. Das Gras ist starkwüchsig und viele Arten dehnen sich auch über Rhizome in die Breite aus. 

Das Zypergras wird auch oft Zyperngras oder Wasserpalme genannt. Die meisten von ihnen sind ausdauernd, also mehrjährig. Es gibt aber auch ein- und zweijährige Arten.

Blätter, Blüten und Früchte 

Die schirmartigen Blattkronen sitzen auf den dreikantigen Blattstängeln der Pflanze und werden daher auch Hochblätter genannt. Bei anderen Cyperus-Arten wachsen die Blätter auch ohne Stängel direkt aus dem Boden. Zwischen Ende Mai und September entwickelt das Zypergras eine unauffällige, aber hübsche Blüte an den Schirmkronen der Blätter. Ebenso wie die Blätter sind die winzigen Blütenrispen radiär über den Blättern angeordnet. Die Farbe der Blüten erscheint zunächst in einem dezenten Braun und wandelt sich mit den Wochen langsam in ein Hellgrün bis Gelb. Zum Ende der Blütezeit bilden sich die Kapseln, in denen sich kleine Samenfrüchte bilden. 

Zypergras Foto: AdobeStock_PRILL_Mediendesign
Ein berühmtes Familienmitglied der Zypergras-Familie: der Echte Papyrus (Cyperus papyrus) Foto: AdobeStock_PRILL_Mediendesign

Standortbedingungen und Pflege des Zypergrases 

Das Zypergras benötigt neben einem hellen Standort zu jeder Zeit viel Wasser – am besten kalkarm – und hat dank seinem natürlichen Standort in Sumpfgebieten auch keinerlei Probleme mit überschwemmten Wurzeln. Ein Substrat, das genügend Wasser speichert, oder Hydrokultur sind also zu empfehlen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit gedeiht das Cyperus alternifolius im Zimmer hervorragend. Sollten die Blattspitzen braun werden, deutet das auf eine zu trockene Luft hin. Dann sollten Sie das Gras hin und wieder besprühen. 

Durch den starken Wuchs, empfiehlt sich alljährliches Umtopfen im Frühjahr. Monatlicher Flüssigdünger verstärkt die Wuchskraft des Zypergras noch zusätzlich und sorgt für üppige Horste.

Zypergras Foto: AdobeStock_genius17
Zypergras in der Topfkultur Foto: AdobeStock_genius17

Verwendung 

Besonders Cyperus alternifolius ist als Zimmergras unkompliziert und macht mit wenig Aufwand viel Freude. Die Zypergras-Gattung bietet mit seinen zahlreichen Arten vielseitige Verwendungsmöglichkeiten. Wer nach einem Gras fürs Freie sucht, wäre zum Beispiel mit dem Hohen Zypergras (Cyperus longus) gut beraten. Wie alle Arten ist es sehr dekorativ. Es kann direkt an Teiche gepflanzt werden und ist eine der wenigen in Europa winterharten Arten. Zwei weitere berühmte Vertreter sind der Echte Papyrus (Cyperus papyrus) oder das allseits bekannte Katzengras (Cyperus zumula).

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