Frauenhaarfarn im Portrait

Die filigranen, hellgrünen Wedel auf drahtigen Stielen und der elegante Wuchs wecken Begehrlichkeiten, doch der Frauenhaarfarn ist kapriziös. Nichtsdestotrotz gehört er zu den beliebtesten Zimmerfarnen.

Vom Frauenhaarfarn sind etwa 200 Arten bekannt, die meist in den tropischen Regionen der Erde zu Hause sind. Als Zimmerpflanzen sind nur etwa ein halbes Dutzend Arten bei uns im Handel angekommen, Adiantum raddianum aus den tropischen Landstrichen Südamerikas ist der bekannteste. 

Tipps zur Wahl des Frauenhaarfarn

Wer nur die Fensterbank über der Zentralheizung bieten kann, lässt von diesem Farn am besten gleich die Finger. In einer Pflanzenvitrine wird er erst richtig schön, zum Beispiel als Bodendecker. 

Der beste Standort des Frauenhaarfarn

Feuchtwarmes Milieu, Temperaturen um 20 bis 25 °C bei hoher Luftfeuchte, so ist der ideale Standort. Sonne verträgt der Frauenhaarfarn nicht. Unter 18 °C sollen die Temperaturen nicht absinken.

Pflege des Frauenhaarfarn

Man braucht eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl für die Pflege dieses hübschen, kleinen Farnes. Hohe Luftfeuchte und gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit sind überlebenswichtig. Der kleine Topf, passend zum kleinen Farn, trocknet schnell einmal unbemerkt aus, und schon rollen sich die Blättchen.

Diese Wedel erholen sich nicht mehr, man schneidet sie ab und taucht den Ballen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Oft lässt sich der Farn dann zum erneuten Austreiben animieren. Auch zu trockene Zimmerluft führt zum Vertrocknen der Wedel.

Sorgen Sie für indirekte Luftfeuchte: Man stellt den Topf auf Kieselsteine in einen wassergefüllten Untersetzer. Regelmäßiges Sprühen ist ebenfalls hilfreich, doch nicht tropfnass sprühen, auch das nehmen die feinen Blättchen mitunter übel. Sie werden schnell braun.

Das Gießwasser soll weich und zimmerwarm sein, alle drei bis vier Wochen wird von März bis August flüssiger Dünger in geringer Konzentration zugesetzt. Fußkälte und Zugluft sind unerwünscht.

Vermehren des Frauenhaarfarn

Durch Sporen, die an den Blattunterseiten gebildet werden oder durch einfaches Teilen älterer Pflanzen. 

Häufige Schädlinge und Krankheiten des Frauenhaarfarn

Trauermücken stellen sich bei zu feuchtem Boden ein. Einrollen der Blättchen ist die Folge zu trockener Luft oder zu geringer Bodenfeuchte.