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Frauenhaarfarn im Portrait

Die filigranen, hellgrünen Wedel auf drahtigen Stielen und der elegante Wuchs wecken Begehrlichkeiten, doch der Frauenhaarfarn ist etwas kapriziös. Nichtsdestotrotz gehört er zu den beliebtesten Zimmerfarnen.

Vom Frauenhaarfarn sind etwa 200 Arten bekannt, die meist in den tropischen Regionen der Erde zu Hause sind. Als Zimmerpflanzen sind nur etwa ein halbes Dutzend Arten bei uns im Handel angekommen. Der Dreieckige Frauenhaarfarn, Adiantum raddianum, aus den tropischen Landstrichen Südamerikas ist der bekannteste. 

Der beste Standort

Der Frauenhaarfarn mag einen halbschattigen bis schattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das feuchtwarme Milieu in einem Badezimmer wird gut vertragen. Dabei sollten die Zimmertemperaturen warm sein – 20 bis 25 Grad Celsius sind ideal. Im Winter sind Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius optimal.

Frauenhaarfarn
Frauenhaarfarn – Foto: iStock/Elena Odareeva

Pflege

Man braucht eine gute Portion Fingerspitzengefühl für die Pflege dieses hübschen, kleinen Farnes. Hohe Luftfeuchte und eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit sind überlebenswichtig. Ein kleiner Topf trocknet schnell einmal unbemerkt aus, und schon rollen sich die Blättchen.

Diese eingerollten Wedel erholen sich leider nicht mehr – man schneidet sie in diesem Fall ab und taucht den Ballen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Oft lässt sich der Farn dann zum erneuten Austreiben animieren. Auch eine zu trockene Zimmerluft führt zum Vertrocknen der Wedel.

Sorgen Sie am besten für eine indirekte Luftfeuchte: Man stellt den Topf auf Kieselsteine in einen wassergefüllten Untersetzer. Ein regelmäßiges Sprühen ist ebenfalls hilfreich. Sprühen Sie allerdings nicht tropfnass, denn auch das nehmen die feinen Blättchen mitunter übel. Sie werden dann schnell braun.

Das Gießwasser sollte weich und zimmerwarm sein. Alle drei bis vier Wochen wird in den Sommermonaten ein flüssiger Dünger in geringer Konzentration zugesetzt. Fußkälte und Zugluft sind unerwünscht.

Vermehrung

Durch ein Teilen von Wurzelstücken können neue Exemplare entstehen. Auch die Sporen, die an der Blattunterseite haften, können zur Vermehrung genutzt werden.

Häufige Schädlinge und Krankheiten

Trauermücken stellen sich bei zu feuchtem Boden ein. Ein Einrollen der Blättchen ist die Folge von zu trockener Luft oder zu geringer Bodenfeuchte.