Stickstoffdünger und ähnliche Düngemittel

Stickstoffdünger sind Düngemittel, die viel Stickstoff (N) enthalten, häufig als alleiniges Nährelement. Andere Dünger enthalten in unterschiedlicher Konzentration weitere Pflanzennährstoffe.

Stickstoffdünger Herkunft/Herstellung

Die sehr unterschiedlichen Düngemittel können mineralischen, organischen sowie synthetischen Ursprungs sein.

Bestandteile mit Düngewirkung

Harnstoff enthält 46 % N, der Stickstoffanteil in Hornspänen und Hornmehl liegt bei 12 %, Kalkammonsalpeter enthält 26 % N und 10 % Kalzium (Ca), Kalkstickstoff 22 % N und 20 % Ca. In Schwefelsaurem Ammoniak sind 21 % und 24 % Schwefel (S) enthalten.

Stickstoffdünger Anwendung

Schnellwirkende Stickstoffdünger wie Harnstoff, Kalkstickstoff, Kalkammonsalpeter oder Schwefelsaures Ammoniak werden bei akutem Stickstoffmangel verabreicht. Langsam wirken Hornspäne. Hornmehl gibt den enthaltenen Stickstoff geringfügig schneller ab. Möchten Sie den pH-Wert des Bodens senken, verwenden Sie Harnstoff oder Schwefelsaures Ammoniak. Sie wirken sauer. Kalkstickstoff dagegen erhöht den pH-Wert, wirkt also alkalisch.

Besonderheiten des Stickstoffdüngers

Stickstoff wird nicht im Boden gespeichert. Stickstoffdünger muss deshalb jährlich gegeben werden. Nicht verbrauchter Stickstoff wird mit Niederschlägen ins Grundwasser geschwemmt. Deshalb immer gezielt in der tatsächlich benötigten Menge geben. Auf leichten Böden die Gesamtmenge in mehrere Gaben aufteilen.

Ähnliche Düngemittel

Weitere Düngemittel mit hohem Stickstoffanteil sind Rasendünger, Blutmehl (derzeit kaum im Handel) und Stallmist.