Blattdünger in flüssiger Form

Blattdünger von Herstellung bis Besonderheiten

Blattdünger sind leicht wasserlösliche Düngemittel in flüssiger oder in Pulverform. Sie werden stark verdünnt über die Blätter gegossen oder gespritzt. Diese nehmen die Nährstoffe schnell auf.

Herkunft/Herstellung Blattdünger

Mehrnährstoff-Blattdünger oder Volldünger werden aus einzelnen, synthetisch hergestellten Nährsalzen gemischt. Blattdünger gegen Spurenelementmangel bestehen meist aus nur einem Nährelement, häufig Eisen, Magnesium oder Bor.

Bestandteile mit Düngewirkung

Je nach Hersteller und Anwendungsgebiet des einzelnen Düngers sind die Nährstoffgehalte unterschiedlich hoch. In einigen ist nur ein Nährstoff enthalten, z. B. 13 % Eisen in Fetrilon. Volldünger wie Hakaphos enthalten dagegen alle benötigten Nährelemente, beispielsweise 15 % N, 10 % P, 15% K, 2 % Mg und Spurennährstoffe in geringerer Konzentration.

Anwendung Blattdünger

Um Verbrennungen zu verhindern, werden Blattdünger stark mit Wasser verdünnt. Üblich sind, je nach Herstellerempfehlung, Konzentrationen zwischen 0,5 und 2,0 g/l bzw. ml/l. Nicht bei praller Sonne und bei Temperaturen über 20 °C anwenden. Bedeckte Tage abwarten oder abends auf die Blätter sprühen. Ein großer Teil der Nährstoffe wird dann über die Blattoberfläche aufgenommen. Der Rest tropft ab oder wird mit dem nächsten Regen abgewaschen und düngt die Wurzeln.

Besonderheiten

Auch viele gewöhnliche Flüssigdünger sind in schwacher Konzentration als Blattdünger geeignet. Sie wirken so deutlich schneller im Boden. Ähnliche Düngemittel: Stark verdünnte Pflanzenjauchen, z. B. aus Brennnesseln oder Beinwell, wirken ebenfalls über die Blätter.