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Voraussichtliche Lesedauer:  4 Minuten

Rasenpflege: Unsere Tipps zum Düngen

Von GartenFlora

Wie funktioniert das eigentlich mit der Rasendüngung? Wann und wie oft sollte man düngen? Und welche Mittel gibt es? Diese und weitere Fragen rund um die Rasenpflege beantworten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Rasenpflege durch Düngen: Das Wichtigste

Das Versorgen des Rasens mit Nährstoffen ist ein unverzichtbarer Part der Rasenpflege. Als Rasendünger eignen sich Volldünger mit hohem Stickstoffanteil, da sie das vegetative Wachstum der Rasengräser fördern. Sie sind als organische, aber auch als mineralische oder synthetisch hergestellte Dünger erhältlich. Zudem gibt es Mischungen aus diesen Komponenten.

Rasenlangzeitdünger sind Mischungen verschiedener Düngemittel, meist aus industrieller Fertigung. Sie enthalten die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sowie Magnesium und Spurennährelemente. Diese Volldünger zeichnen sich in der Regel durch hohe Stickstoffgehalte aus, die das Blatt- und Triebwachstum fördern. Außerdem ist viel Kalium enthalten, das die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Kälte fördert.

Rasenpflege: Ein mit einem weißen Düngegranulat gefüllter Papierbeutel steht auf einer grünen Rasenfläche. Foto: AdobeStock_Vitalii
Düngergranulat ist handlich und lässt sich leicht ausbringen. [Foto: AdobeStock_Vitalii]

Durch die im Dünger enthaltenen leicht löslichen Anteile wird eine schnelle Anfangswirkung erzielt, wohingegen die langsam verfügbaren Anteile erst über mehrere Monate freigesetzt werden.

Typische Gehalte sind: 17 bis 20 % N, 5 bis 8 % P und ca. 8 % K.

Dünger mit spezifischer Anwendung

Rasenlangzeitdünger sind Gartendünger mit sehr hohem Stickstoffgehalt. Sie eignen sich somit nicht für Gemüse, Blumen, Kräutern oder Obstgehölze. Und noch ein Hinweis: Rasendünger mit Moosvernichter gelten als Pflanzenschutzmittel – hier gelten besondere Vorsicht und Sorgfalt bei der Anwendung.

Wann ist die beste Zeit um den Rasen zu düngen?

Rasendünger werden ab Frühjahr gleichmäßig auf der Rasenfläche ausgebracht. Aber wie oft sollte man eigentlich seinen Rasen düngen? Das hängt von der Art des Düngers ab.

Die Wirkung einfacher Rasendünger hält etwa vier bis sechs Wochen an, Langzeitdünger versorgen den Rasen je nach Handelsprodukt zwei bis sechs Monate lang optimal mit allen benötigten Nährstoffen. Sie minimieren daher die Rasenpflege und müssen nur ein- bis dreimal während einer Saison gegeben werden. Im Allgemeinen gibt es aber zwei Hauptzeiten im Jahr, in denen die Rasendüngung sinnvoll ist.

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Beachten Sie also in jedem Fall die spezifischen Anwendungshinweise des jeweiligen Herstellers auf dem Präparat, da sie sich sowohl in der Anwendung als auch in der Zusammensetzung unterscheiden. Rasenstarterdünger für Neuanlangen sind beispielsweise meist stärker phosphorbetont, Herbstdünger dagegen kaliumbetont.

Vorsicht vor Überdüngung!

Besonders, wenn der Dünger über einen längeren Zeitraum Nährstoffe freisetzt, ist es wichtig, die empfohlene Anwendungsmenge nicht zu überschreiten.

Eine Düngung im Frühjahr fördert das Wachstum neuer Halme und unterstützt die Erholung des Rasens nach dem Winter. So kann das Gras kräftig und gesund in die Wachstumsphase starten.

Der Herbst ist eine weitere günstige Zeit für das Rasendüngen. Denn zu diesem Zeitpunkt sollten Sie den Rasen auf die Winterruhe vorbereiten. Spezielle Herbstdünger bieten eine optimale Versorgung der Gräser mit Kalium. Das Ergebnis ist ein robuster und optisch ansprechender Rasen, der gesund das nächste Frühjahr erreicht.

Tipp: Je nach Düngemittel kann sich dann noch eine Ergänzungsdüngung im Frühsommer empfehlen.

Rasenpflege: Düngen im Herbst

Die Rasenpflege im Herbst kann neben dem regelmäßigen Laubharken durchaus auch eine erneute Düngung beinhalten. Herbstrasendünger ist ein NPK-Volldünger mit erhöhtem Kaliumanteil (K). Kalium verbessert die Winterhärte der Gräser und lässt sie Trockenstress besser ertragen.

Hinweis: Ganz allgemein sind gut mit Kalium versorgte Pflanzen besser gegen Winterwitterung und gegen die Folgen von zeitweiligem Wassermangel geschützt.

Rasenpflege: Ein mit etwas Herbstlaub bedeckter Rasen wird mit einem orangefarbenen Rasenmäher bearbeitet. Foto: AdobeStock_Sasha
Herbstlaub sollte nicht zu lange auf dem Rasen liegen, um Luftzirkulation und Lichtzufuhr nicht zu stören. Sind es nur wenige Blätter, können diese einfach mitgemäht werden. [Foto: AdobeStock_Sasha]

Die meist mineralischen Düngermischungen setzen sich je nach Produkt aus 10 bis 19 % Kalium, daneben 7 bis 19 % Stickstoff in langsam wirkenden Formen, wenig Phosphor (0 bis 3%) zuweilen auch Magnesium (ca. 3%) zusammen. Organische Herbst-Rasendünger sind insgesamt weniger hoch konzentriert als mineralische.

So gehen Sie vor

Herbstdünger bringen Sie im Zuge der Rasenpflege am besten im Oktober aus. Übliche Mengen sind 30 bis 50 Gramm pro Quadratmeter. Da Rasendünger meist in gut rieselfähigem Granulat oder Pulverform angeboten wird, können Sie ihn ganz leicht mit Düngerstreuern oder mit der Hand ausbringen – Handschuhe nicht vergessen! Die Ausbringung mit Düngerstreuern empfiehlt sich, um ein möglichst gleichmäßig grünes Wuchsbild zu erreichen.

Noch mehr Tipps zur Ausbringung

  • Mähen Sie Ihren Rasen etwa zwei bis drei Tage vor dem Düngen, um sicherzustellen, dass der Dünger gleichmäßig auf den Rasen gelangt. Ein gemähter Rasen ermöglicht eine gezieltere Düngung und bessere Nährstoffaufnahme.
  • Nach dem Düngen ist es ratsam, den Rasen gründlich zu bewässern. Damit wird erreicht, dass der Dünger in den Boden dringen kann und die Nährstoffe für die Graswurzeln verfügbar werden. Eine Beregnung von 20 bis 30 Minuten empfiehlt sich.
  • Vermeiden Sie es, Ihren Rasen direkt nach dem Düngen zu vertikutieren.

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