Die ersten Krokusse sprießen aus dem Boden. Foto: GartenFlora/Christian Gehler

Im Februar nicht vergessen: 3 Gartentipps zum Monatsende

Der Monat Februar nähert sich dem Ende und im Garten gab es schon allerhand zu tun. Der Winterschnitt bei Obst- und Ziergehölzen ist vielleicht schon erledigt, die ersten Tomatensamen sind im Gewächshaus bereits gekeimt und Pflanzflächen vorbereitet. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, was noch erledigt werden muss, haben wir drei Aufgaben zusammengefasst, die Sie im Februar noch erledigen sollten.

Welche Gartenarbeiten stehen Ende Februar noch an?

Der Garten ruft und der Frühling steht bereits in den Startlöchern. Im Februar warten einige Aufgaben darauf, erledigt zu werden und es ist nicht immer leicht, an alles zu denken. Vielleicht haben Sie Ihre Liste aber auch schon abgearbeitet und suchen nun nach neuen Gartentipps für den Februar? Die GartenFlora-Redaktion hat drei Aufgaben für Sie zusammengefasst, die Sie noch bis zum Monatsende erledigen können.

1. Gartentipp im Februar: Hecke schneiden

Unbedingt vor dem 1. März erledigen sollte man größere Schnittmaßnahmen an Hecken. Laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist es untersagt, größere Schnittmaßnahmen wie das Auf-den-Stock-setzen oder Roden durchzuführen. Denn vom 1. März bis zum 30. September ist der Heckenschnitt laut Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich untersagt. Auch Sträucher, Gehölze, lebende Zäune und Gebüsche fallen darunter und dürfen in diesem Zeitraum nicht mehr stark eingekürzt werden, sonst droht ein Bußgeld.

Ligusterhecke. Foto: Adobe_Dennis Gross

Jederzeit erlaubt sind laut BNatSchG dagegen schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen. Die Spitzen, die seit dem letzten Rückschnitt an Ihrer Ligusterhecke gewachsen sind, dürfen Sie also schneiden und auch gegen den Pflegeschnitt Ihrer Obstgehölze hat der Gesetzgeber nichts einzuwenden. Die genannte Vorschrift dient dem Vogelschutz. Viele Vögel suchen in Hecken und Gebüschen nach Brutplätzen und nisten sich dort ein. Überprüfen Sie Ihre Hecke deshalb am besten vor dem Schnitt sorgfältig auf Nistplätze.

2. Gartentipp im Februar: Nistkästen säubern

Wer seine Nistkästen nicht bereits im Herbst gesäubert hat, sollte dies möglichst bald erledigen, damit sich Vögel darin ein Nest bauen können. Säubern Sie die Nistkästen erst zum Winterende, erleichtern Sie es vielen Tieren ein geeignetes Winterquartier zu finden. Deshalb ist es wichtig, sich zum Winterende erst einmal am Nistkasten bemerkbar zu machen und anzuklopfen, um Langschläfern so eine unkomplizierte Flucht zu ermöglichen.

altes Vogelhäuschen mit verwittertem Anstrich in einem Obstbaum
Wenn ein Vogelhäuschen nicht nur zur Dekoration im Garten dient, muss daran gedacht werden, es rechtzeitig zu reinigen. Foto: GartenFlora/Sabine Rübensaat

Entfernen Sie die alten Nester und bürsten den Nistkasten anschließend gründlich aus. Bei starkem Parasitenbefall reinigen Sie den Nistkasten mit klarem Wasser und Sodalauge, lassen Sie ihn anschließend gut abtrocknen. Der Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln ist nicht nötig.

3. Gartentipp im Februar: Saatgutvorräte sortieren und aufstocken

Der nächste Gartentipp im Februar gilt eher der Planung. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überprüfen Sie ihr Saatgut. Haben Sie genug zur Verfügung oder wurde letztes Jahr etwas aufgebraucht? Und wie alt sind ihre Samen?

Wie lange Saatgut keimfähig ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Pflanzenart und den Bedingungen während der Lagerung ab. Ein Schraubglas, das an einem kühlen und trockenen Platz gelagert wurde, eignet sich zum Beispiel gut für eine Sämerei. Dennoch nimmt die Keimfähigkeit im Laufe der Zeit ab. Ob sich älteres Saatgut noch zur Aussaat eignet, kann durch eine Keimprobe ganz einfach herausgefunden werden.

Wildsamen-Insel
Wildblumensamen in der Samentüte. Foto: ©pixabay

Wie funktioniert die Keimprobe?

  • Feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale legen und Samen aufstreuen.
  • Klarsichtfolie darüber spannen und Dunkelkeimer an einen möglichst dunklen Ort stellen, Lichtkeimer mögen es hingegen hell.
  • Das Papier gleichmäßig feucht halten.
  • Nach einiger Zeit (abhängig von der Pflanzenart) beginnt die Keimung.
  • Die Keimprobe gilt als erfolgreich, wenn mindestens die Hälfte des Saatguts aufgegangen ist.

Geht weniger als die Hälfte des Saatguts auf, sollte lieber neues Saatgut gekauft werden. Bestellen Sie Ihr Saatgut lieber mit etwas Vorlauf, damit Sie zur richtigen Zeit alles vorrätig haben.

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