Die ersten Krokusse sprießen aus dem Boden. Foto: GartenFlora/Christian Gehler

Im Februar nicht vergessen: 3 Gartentipps zum Monatsende

Der Monat Februar nähert sich dem Ende und im Garten gab es schon allerhand zu tun. Der Winterschnitt bei Obst- und Ziergehölzen ist vielleicht schon erledigt, die ersten Tomatensamen sind im Gewächshaus bereits gekeimt und Pflanzflächen vorbereitet. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir drei Aufgaben zusammengefasst, die Sie im Februar noch erledigen sollten.

Gartentipps Februar – Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten

Welche Gartenarbeiten stehen Ende Februar noch an?

Der Garten ruft und der Frühling steht bereits in den Startlöchern. Im Februar warten einige Aufgaben darauf, angegangen zu werden und es ist nicht immer leicht, an alles zu denken. Vielleicht haben Sie Ihre Liste aber auch schon abgearbeitet und suchen nun nach neuen Gartentipps für den Februar? Die GartenFlora-Redaktion hat drei Aufgaben für Sie zusammengefasst, die Sie noch bis zum Monatsende erledigen können.

1. Gartentipp im Februar: Hecke schneiden

Unbedingt vor dem 1. März erledigen sollte man größere Schnittmaßnahmen an Hecken. Sträucher, Gehölze, lebende Zäune und Gebüsche fallen darunter und dürfen in diesem Zeitraum nicht mehr stark eingekürzt werden, sonst droht ein Bußgeld.

Laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist es im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September untersagt, größere Schnittmaßnahmen wie das Auf-den-Stock-setzen, Roden oder stärkere Heckenschnitte durchzuführen. Diese Vorschrift dient dem Vogelschutz.

Rotkehlchen lassen sich gerne in Gebüschen und Hecken nieder. Foto: Adobe_Heiner Witthake

Jederzeit erlaubt sind laut BNatSchG dagegen schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen. Die Spitzen, die seit dem letzten Rückschnitt an Ihrer Liguster- oder Buchenhecke gewachsen sind, dürfen Sie also schneiden und auch gegen den Pflegeschnitt Ihrer Obstgehölze hat der Gesetzgeber nichts einzuwenden. Viele Vögel suchen aber in Hecken und Gebüschen nach Brutplätzen und nisten sich dort ein. Überprüfen Sie Ihre Hecke deshalb am besten vor dem Schnitt sorgfältig auf Nistplätze.

2. Gartentipp im Februar: Nistkästen säubern

Wer seine Nistkästen nicht bereits im Herbst gesäubert hat, sollte dies möglichst bald erledigen, damit sich Vögel darin ein Nest bauen können. Säubern Sie die Nistkästen erst zum Winterende, erleichtern Sie es vielen Tieren ein geeignetes Winterquartier zu finden. Deshalb ist es wichtig, sich zum Winterende erst einmal am Nistkasten bemerkbar zu machen und anzuklopfen, um Langschläfern so eine unkomplizierte Flucht zu ermöglichen.

altes Vogelhäuschen mit verwittertem Anstrich in einem Obstbaum
Wenn ein Vogelhäuschen nicht nur zur Dekoration im Garten dient, darf die Reinigung nicht vergessen werden. Foto: GartenFlora/Sabine Rübensaat

Entfernen Sie die alten Nester und bürsten den Nistkasten anschließend gründlich aus. Bei starkem Parasitenbefall reinigen Sie den Nistkasten mit klarem Wasser und Sodalauge, anschließend lassen Sie ihn gut abtrocknen.

Wichtig: Der Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln ist tabu!

3. Gartentipp im Februar: Saatgutvorräte sortieren und aufstocken

Der nächste Gartentipp im Februar gilt eher der Planung. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überprüfen Sie ihr Saatgut. Haben Sie genug zur Verfügung oder wurde letztes Jahr etwas aufgebraucht? Und wie alt sind ihre Samen?

Wie lange Saatgut keimfähig ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Pflanzenart und den Bedingungen während der Lagerung ab. Schraubgläser oder Papiertütchen, die an einem kühlen und trockenen Platz gelagert wurden, eignen sich zum Beispiel gut für eine Sämerei. Dennoch nimmt die Keimfähigkeit im Laufe der Zeit ab. Ob sich älteres Saatgut noch zur Aussaat eignet, kann durch eine Keimprobe ganz einfach herausgefunden werden.

Aus einem geöffneten, beigefarbenen Papiertütchen leicht verstreute Radieschensamen auf einem Holztisch. Weiter links im Bild weitere verschlossene Papiertütchen und im Hintergrund weiteres Papier, aus dem man Papiertütchen falten könnte.
Kühl und trocken gelagertes Saatgut behält länger seine Keimfähigkeit. Foto: AdobeStock_TanyaJoy_341416351

Wie funktioniert die Keimprobe?

  • Feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale legen und Samen aufstreuen.
  • Klarsichtfolie darüber spannen. Dunkelkeimer sollte man an einem möglichst lichtarmen Ort platzieren, Lichtkeimer mögen es hingegen hell.
  • Das Papier die nächsten Tage gleichmäßig feucht halten.
  • Nach einiger Zeit (abhängig von der Pflanzenart) beginnt die Keimung.
  • Die Keimprobe gilt als erfolgreich, wenn mindestens die Hälfte des Saatguts aufgegangen ist.

Geht weniger als die Hälfte des Saatguts auf, sollte lieber neues Saatgut gekauft werden. Bestellen Sie die Samen außerdem besser mit etwas Vorlauf, damit Sie zur richtigen Zeit alles vorrätig haben. Nicht immer muss man neues Saatgut kaufen. Saatgutbibliotheken bieten Samen zur Ausleihe an.

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