Verkleidungen sind für Hunde nicht geeignet. [Foto: AdobeStock_simona]

Voraussichtliche Lesedauer:  5 Minuten

Hunde und Katzen an Silvester: Lieber keinen Lärm machen

Anna Katharina Küsters
Online-Redakteurin

Menschen und Tiere unterscheiden sich in vielen Dingen, zum Beispiel auch in ihren Silvester-Vorlieben. Mögen es viele Menschen, mit einer großen Gruppe an Freunden und Familie zu essen und zu feiern, laut Musik zu hören und um Mitternacht das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen, ziehen sich viele Hunde und Katzen an Silvester lieber zurück.

Silvester: Hund und Katze nicht nach draußen lassen

Hunde und Katzen haben ein deutlich besseres Gehör als Menschen. Das ist für die Tiere von großem Vorteil, wenn sie sich durch ihren Alltag bewegen. Am Silvesterabend können diese Super-Ohren allerdings eine ganz schöne Last werden, denn rauschende, zischende und knallende Böller nehmen Hund und Katze ebenfalls deutlich lauter wahr als Menschen.

Haustierbesitzer und Haustierbesitzerinnen können aber einige Vorkehrungen treffen, damit das Silvester-Fest mit Hund und Katze für alle entspannt bleibt. Silvester mit Hund muss nämlich nicht in einem völligen Chaos und purem Stress für Mensch und Tier enden. An erster Stelle gilt es, die Tiere beim Feuerwerk ins Haus zu holen. Kein Hund sollte gezwungen werden, bei diesem Lärm mit nach draußen zu kommen und auch Freigänger-Katzen sollten Besitzerinnen und Besitzer an diesem Abend lieber reinholen.

Hund: Silvester am besten nicht allein lassen

Es gibt aber noch ein paar weitere Tricks, die das Fest für Hund und Katze erträglicher machen. So empfiehlt beispielsweise der Deutsche Tierschutzbund, alle Fenster und Türen zu schließen und wo möglich, die Rollos herunterzulassen oder Vorhänge vorzuziehen. Das schwächt nicht nur den Schall der Knaller ab, sondern hält auch die bunten Blitze aus dem Wohnzimmer fern. Die Gesellschaft fürTierverhaltensmedizin empfiehlt außerdem, im Hintergrund leise Musik laufen zu lassen. Auch eine lange Gassirunde am Silvestermorgen kann den Hund gut auspowern, sodass er am späteren Abend müde und dadurch entspannter ist.

Alkohol ist keine Lösung

Die Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin weist übrigens ausdrücklich darauf hin, dass Alkohol keine Lösung für die Angst der Haustiere an Silvester ist – dazu zählt auch das eine Pinnchen Eierlikör. Hat ein Hund an Silvester Angst, dann sollte er auf jeden Fall von seinen Besitzern keinen Alkohol verabreicht bekommen. Katzen Silvester damit zu beruhigen, ist auch keine Lösung – für sie gilt dasselbe wie für Hunde.

Schläft die Katze Silvester an einem Platz, der von den Fenstern weiter entfernt ist, ist das ideal. So können Sie garantieren, dass das Tier vom Lärm so wenig wie möglich mitbekommt. Oftmals suchen sich Hund und Katze an Silvester schon von selbst eine Ecke zum Verkriechen – wenn Sie diese Ecke bereits kennen, richten Sie sie für ihr Haustier möglichst gemütlich her.

Haben Hunde Silvester sehr große Angst, hilft es auch, wenn die Tiere nicht allein gelassen werden. Bleibt das Herrchen oder Frauchen den ganzen Abend und die Nacht über an der Seite des Tieres und begleitet es so durch die laute Zeit, sind Hunde gleich viel beruhigter. Dasselbe gilt übrigens auch für Katzen: Man kann die Katze an Silvester allein lassen, das bedeutet für das Tier wahrscheinlich aber noch mehr Stress, als wenn die Besitzer die Katze Silvester beruhigen können.

Katzen: Silvester meistens entspannter als Hunde

Zwar erschrecken sich sowohl Hunde als auch Katzen vor lauten Böllern. Grundsätzlich gelten Katzen aber als etwas weniger ängstlich zum Jahreswechsel. Eine Katze, Angst, Silvester: Das passt nur in manchen Fällen zusammen. Daher ist es auch so gut wie nie nötig, einer Katze Silvester Beruhigungsmittel zu geben. Das sollten Besitzerinnen und Besitzer generell auch nur in Absprache mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin machen.

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Hund: Silvester Beruhigungsmittel nur mit ärztlicher Erlaubnis geben

Bei Hunden kann das Ganze wieder etwas anders aussehen. In manchen Fällen ist eine Beruhigung für Hunde Silvester angebracht, die die oben genannten Maßnahmen unterstützt. Wichtig dabei ist, niemals auf eigene Faust zu handeln, sondern das Ganze immer mit ärztlicher Unterstützung zu begleiten.

So können laut Norddeutschem Rundfunk bestimmte Nahrungsergänzungsstoffe Hunden dabei helfen, etwas mehr zur Ruhe zu kommen. Gerät der Hund an Silvester in richtige Panik, dann lässt sich auch mit Valium arbeiten. Alle Beruhigungsmittel muss ein Tierarzt oder eine Tierärztin verschreiben. So lässt sich ein Hund Silvester beruhigen, wenn alle anderen Tricks nicht mehr funktionieren. Allein lassen sollten Sie das Tier aber unter Medikamenteneinfluss keinesfalls.

Ein Hund liegt auf einer Decke und schläft.
Hunde brauchen an Silvester einen Rückzugsort. [Foto: AdobeStock_prystai]

Systematisch an laute Geräuschkulisse gewöhnen

Wer schon in den Monaten vor Silvester Katze und Hund an lautere Geräusche gewöhnen möchte, der kann es mit viel Geduld und Zeit laut Martin Rütter mit der sogenannten Systematischen Desensibilisierung probieren. Dabei nähert sich ein lautes Geräusch dem Hund von weiter weg und kommt immer näher. Der Hund bleibt in dieser Zeit an seinem Platz und beschäftigt sich mit etwas, was ihm Freude bereitet.

Dafür muss zu Beginn eine absolute Lieblingsbeschäftigung des Hundes gefunden werden.  Am Anfang üben Sie am besten noch ohne Geräusche, aber in immer unterschiedlichen Umgebungen. Sobald der Hund sich in jeder Umgebung problemlos mit seinem Lieblingsspiel beschäftigen kann, können die ersten lauteren Geräusche hinzukommen. Perfekt ist es, wenn der Hund den Lärm zwar registriert, aber sich davon nicht beirren lässt und seine Aufmerksamkeit lieber seiner Lieblingsbeschäftigung gilt. Bis das funktioniert, dauert es aber einige Zeit – Geduld ist gefragt, damit Beruhigung für Hunde Silvester kein Riesenthema mehr sein muss.

Nicht nur an Silvester müssen Besitzerinnen und Besitzer auf den Hund Rücksicht nehmen, auch bei der Gartengestaltung spielt das Haustier eine große Rolle. Wie Sie Hund und Garten in Einklang bringen, lesen Sie hier: Schöner Garten trotz Hund, aber wie?

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