Kussmäulchen

Kussmäulchen (Nematanthus gregarius)

zur Großansicht: Kussmäulchen

Bei den Gärtnern wird dieses liebenswürdige Pflänzchen aus der Familie der Gesneriengewächse meist noch immer unter dem alten botanischen Namen Hypocyrta glabra geführt. Die kleinen, orangefarbenen Blüten erinnern aus der Nähe betrachtet tatsächlich an ein zum Kuss gespitztes Mündchen.

Das Kussmäulchen kommt aus Brasilien, wo es als niedriger Halbstrauch mit leicht übergeneigten Zweigen wächst. Die kleinen, eiförmigen Blätter sind von ledriger Beschaffenheit, was als Hinweis darauf dienen kann, dass die Pflanze auch mit trockener Zimmerluft ganz gut leben kann. Blühende Pflanzen werden meist ab Spätsommer - Hauptblütezeit ist im August/September - und dann in Folgesätzen bis zum Frühjahr angeboten.
 

TIPP für die Pflanzung des Kussmäulchens

Etwas ältere Pflanzen hängen mit der Zeit bogig über, was sie für die Verwendung in Blumenampeln prädestiniert. Sehr schön sehen sie in aufgehängten Körben aus.
 

Der beste Standort des Kussmäulchens

Im Sommer kann die Pflanze sehr gut an einem halbschattigen Platz im Freien, zum Beispiel im Geäst eines Baumes untergebracht werden. Im Zimmer soll der Standort sehr hell, aber nicht prallsonnig sein. Normale Zimmertemperaturen werden sehr gut vertragen. Während der winterlichen Ruhezeit sind Temperaturen um 12 °C und volles Licht nötig, nur dann kann mit einer reichen Blüte im Folgejahr gerechnet werden.

Pflege des Kussmäulchens

Gegossen wird nur mäßig, lieber etwas weniger als zuviel. Im Winter soll das Kussmäulchen fast trocken stehen. In der Hauptwachstumszeit von März bis August alle 14 Tage niedrig dosiert düngen. Mäßiges Stutzen nach der Blüte erhält den buschigen Wuchs. Nach der winterlichen Ruhezeit wird jährlich in gut durchlässige Blumenerde umgetopft.

Vermehren des Kussmäulchens

Vermehrt wird durch Kopfstecklinge im Sommer, die zu mehreren in einen Topf kommen. Stecklinge in ein sandiges, feuchtes Substrat stecken und eine Folienhaube oder ein Weckglas darüberstülpen. Nach dem Bewurzeln mehrfach stutzen, um einen buschigen Wuchs zu erreichen.

Wurzelfäule am Kussmäulchen

Staunässe führt zu Wurzelfäule. Mit dem Auftreten von Schädlingen ist kaum zu rechnen.
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