Rosen richtig schneiden

Edelrose schneiden

Schnittstellen an einer Edelrose.

Edel-, Beet- und Zwerg-Rosen

Bei Rosen dieser Klassen bilden sich die Blüten am diesjährigen, also neu gebildeten Holz. Die Sträucher benötigen einen jährlichen, scharfen Rückschnitt (s. bild oben), um vital zu bleiben. Kürzen Sie die Haupttriebe der Edel- und Beetrosen auf 20 bis 40 cm über dem Boden ein, die der Zwergrosen auf 10 bis 15 cm. Die genaue Schnittstärke richtet sich dabei nach der Wuchskraft jeder einzelnen Sorte: Schwach wachsende werden auf 3 bis 4 Augen (Knospen) pro Haupttrieb zurückgenommen, stark wachsende auf 6 bis 8. Denn so will es das Wachstumsgesetz: Je kräftiger man schneidet, desto kräftiger ist der Neuaustrieb.

Einmalblühende Strauch-Rosen

Strauchrose schneidenDazu zählen die Park- und Wildrosen sowie viele Alte Rosen. Sie blühen am mehrjährigen Holz, brauchen daher ein Gerüst älterer Triebe und werden nur wenig geschnitten, in den ersten Standjahren gar nicht. Um vorzeitigem Vergreisen vorzubeugen, genügt es, die Sträucher später alle zwei bis drei Jahre etwas auszulichten. Dazu sägen Sie einige der ältesten Triebe bodeneben ab und nehmen eventuell zu dicht stehende oder sich kreuzende Zweige vollständig heraus. Ansonsten nur krankes und totes Holz entfernen. Die Grundform des Strauchs bleibt dabei unverändert, der Schnitteingriff ist fast unsichtbar.

Kleinststrauchrosen

(Ohne Abbildung) Sie werden häufig auch als Bodendeckerrosen bezeichnet. Und so unkompliziert wie ihre Rolle im Garten ist auch ihr Schnitt. Man kann sie, ähnlich wie wie Beetrosen, jährlich auf etwa 30 cm kappen, muss es aber nicht. Es genügt, die Stöcke alle 3 bis 4 Jahre durch einen radikalen Rückschnitt auf 10 bis 15 cm Höhe zu verjüngen. Dafür können Sie sogar ganz bequem und zeitsparend zu einer Heckenschere oder Motorsense greifen.

Öfterblühende Strauch-Rosen

Strauchrose oftblühend schneiden.jpgZu dieser Gruppe gehören viele der neuen nostalgischen sowie Englischen Rosen. Lassen Sie die Sträucher einige Jahre ungestört wachsen, damit sie ihre typische Wuchsform entwickeln können. Es sollte nur Krankes und Abgestorbenes entfernt sowie gelegentlich etwas ausgelichtet werden. Für eine kompakte Wuchsform können Sie die Haupttriebe dann jährlich um etwa ein Drittel ihrer Länge einkürzen, die Seitentriebe stärker zurückschneiden, schwache ganz entfernen. Von Zeit zu Zeit einen vergreisten Trieb bodeneben kappen. Die Rose sollte nach dem Schnitt einen leicht pyramidalen Aufbau (s. Zeichnung) zeigen.

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Hochstammrosen

Hochstammrose schneidenDas sind meist auf Stämmchen veredelte Beet-, Edel- oder Kleinstrauchrosen, die entsprechend stark geschnitten werden. Die Triebe auf etwa Scherenlänge (20 bis 25 cm) einkürzen. Achten Sie besonders darauf, alle nach innen wachsenden, sich kreuzenden und schwachen Zweige zu entfernen. Die Krone sollte gleichmäßig und „leicht“ aufgebaut sein, damit sie nicht so rasch bricht. Ausnahme Kaskadenrosen: Sie werden nur leicht ausgelichtet. Lassen Sie den Stützpfahl etwa 10 cm in die Krone hineinragen. So kann man das Bindeseil zur besseren Stabilität nicht nur um den Stamm, sondern direkt durch die Astpartien ziehen.

Einmalblühende Kletter-Rosen

(Ohne Abbildung) Sie blühen ausschließlich am mehrjährigen Holz, z.B. die
starkwüchsigen Ramblerrosen, die mancher gerne in lichte Bäume ranken
lässt. Keine Frage, dass ein Schnitt hier sehr mühsam ist. Allerdings
ist er auch nicht unbedingt nötig, zumindest nicht bei jungen Pflanzen.
Ältere lichtet man im Sommer direkt nach der Blüte etwas aus, wenn die
Rose kontrollierbar bleiben und von unten her nicht aufkahlen soll.
Nehmen Sie von Zeit zu Zeit einen alten Langtrieb an der Basis heraus.
Sofern möglich, kann man die verblühten Seitentriebe auch auf kurze
Zapfen zurückschneiden, verzichtet dafür aber auf den Hagebuttenschmuck.

Öfterblühende Kletter-Rosen

Kletterrose schneidenDiese kletternden Gehölze treiben aus der Basis lange, rutenförmige Triebe, die nicht gekürzt, sondern lediglich am Spalier festgebunden werden, möglichst ohne Überkreuzungen in Form eines Fächers oder fast waagerecht. Sie bilden damit das Gerüst der Pflanze. Im folgenden Jahr entwickeln sich an diesen Langtrieben dann kurze, reich blühende Seitentriebe, die jährlich im Frühjahr auf 3 bis 5 Augen eingekürzt werden (Zapfenschnitt). Dabei zu dicht stehende und schwache Triebe am besten ganz entfernen. Zum Verjüngen der Rose empfiehlt es sich, etwa alle fünf Jahre einen der ältesten, blühfaul gewordenen Langtriebe bodeneben herauszusägen.

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