Aha, das also ist der Rätsel Lösung!

Foto zu Antwort 5

Der Baum zur Antwort 5 - ein Gehölz für Extremstandorte. Für den Garten gibt es viele schöne kleine Sorten mit grünen oder silbrigblauen Nadeln.

Die Porträts und Fragen zu den zehn zum Teil sehr unterschiedlichen Zapfen in unserem Zapfenrätsel hat einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Nadelbäume geboten. Die dazugehörenden Pflanzen stellen wir hier vor. Einige der Gehölze machen auch im Garten eine gute Figur. Andere sind so groß, dass sie sich nur für die Pflanzung in einem Park eignen - interessant sind sie jedoch alle.

Dies sind die zehn Gehölze: 

1 Die Lawsons Scheinzypresse, Chamaecyparis lawsoniana (Bild rechts), wird bei uns in Europa etwa 30 Meter hoch und hat bis ins hohe Alter eine schmal kegelförmige Krone.

Charakteristisch sind ihre überhängenden Gipfeltriebe und die farnwedelartigen, in gleicher Ebene ausgerichteten Zweige.

Die reine Art ist selten in Kultur. Ihre mehr als 200 Sorten sind gut winterhart, schatten- und schnittverträglich.


2 Die Europäische Lärche, Larix decidua, ist der einzige in Europa heimische laubabwerfende, winterkahle Nadelbaum. Sie kann gut 40 Meterhoch werden. Deshalb eignet sie sich fast nur für große Gärten. Das ist schade, denn mit ihren nadelförmigen Blättern die im Austrieb hellgrün sind, später nachdunkeln und sich im Herbstprachtvoll goldgelb färben, ist sie ein besonders attraktives Gehölz.

3 Die Sumpfzypresse, Taxodium distichum (Bild links), ist ein sommergrüner Nadelbaum mit einer charakteristisch faserigen, rötlich-braunen Borke.

Er fühlt sich an See- und Teichrändern oder direkt in flachen, stehenden Gewässern wohl. Erstaunlicherweise kommt sie auch auf mäßig trockenen Standorten zurecht.

Das Gehölz wächst langsam und ist frosthart. Junge Pflanzen sollte man in kalten Wintern noch schützen.


4 Der Riesenmammutbaum, Sequoiadendron giganteum, kann am Naturstandort über 80 Meter hoch werden, mit einem Stammdurchmesser von 8–9 Metern und einer noch stärkeren Stammbasis. Seine orangebraune bis dunkel rotbraune, schwammig-rissige, 30–60 Zentimeter dicke Borke ist feuerresistent. Das raschwüchsige Gehölz verträgt zwar tiefe Temperaturen, aber keine starken Schwankungen.


5 Die Wald-Kiefer, Pinus sylvestris, ist ein Gehölz für Extremstandorte wie sehr arme, trockene Sandböden, Moorränder oder Felsen. Sie fühlt sich dort nicht sehr wohl, ist aber konkurrenzstärker als andere Baumarten. Sie ist die zweithäufigste Baumart in unseren Wäldern. In unseren Gärten werden natürlich eher ihre schwach- und zwergwüchsigen Sorten verwendet.


6 Die Korea-Tanne, Abies koreana (Bild rechts), wächst relativ schwach. Sie wird mit ihrer breit kegelförmigen Krone 10–15 Meter hoch. Sämlingspflanzen wachsen schneller als Veredelungen.

Die Nadeln der Korea-Tanne stehen sehr dicht zusammen und tragen unterseits zwei breite, auffällige, silberweiße Spaltöffnungsbänder.


7 Die Gewöhnliche Fichte, Picea abies, kennt wohl jeder, denn sie ist die häufigste Baumart in deutschen Wäldern. Die Bäume haben eine regelmäßig kegelförmige Krone mit Ästen, die in gleichmäßigen Quirlen stehen. Fichten vertragen länger andauernde Hitze- und Trockenperioden sowie Luftverschmutzungen schlecht.


8 Der Urweltmammutbaum, Metasequoia glyptostroboides (Bild links), ist ein raschwachsender, bis 35 Meter hoher Baum. Er hat eine lockere, kegelförmige Krone. Seine Nadeln sind auffällig hellgrün. Sie fallen im Herbst mitsamt den Kurztrieben ab, die Nadeln an Langtrieben fallen einzeln ab. Vorher zeigen sie eine rötliche bis kupferne Herbstfärbung. Der Urweltmammutbaum ist zuverlässig frosthart und verträgt hohen Grundwasserstand.


9 Die Araukarie, Araucaria araucana (Bild rechts), erreicht ein sehr hohes Alter. Man fand 2000 Jahre alte Exemplare. Der in den chilenischen und argentinischen Anden beheimatete Baum ist hier nur in wintermilden Gegenden ausreichend frosthart. Schade, denn mit ihren fast waagerechten, etagenartig in Quirlen vom Stamm abgehenden Ästen und den schuppenförmigen, glänzend dunkelgrünen Blättern, ist die Andentanne ein eigenwilliger Hingucker.


10 Der Gewöhnliche Wacholder, Juniperus communis, ist eine sehr variable Art. Er kann als mehrstämmiger Strauch, aber auch als bis 15 Meter hoher säulen- oderkegelförmiger Baum wachsen. Das langsamwachsende Gehölz möchte sonnig stehen, ist sehr frosthart und gedeiht auf jedem trockenen bis feuchten, armen, sauren bis alkalischen Boden.

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