Tipps zum Pflanzenschutz in der kalten Jahreszeit

Topfpflanzen im Glashaus

Manche Pflanzen wie Pelargonien sind bei Weißen Fliegen besonders beliebt.

Einige Pflegemaßnahmen im Winter tragen dazu bei, dass sich Pflanzen später gut entwickeln und Schäden vermieden werden.

Weiße Fliege im Gewächshaus

Ungerührt von winterlich-kalten Temperaturen im Freien macht es sich die Weiße Fliege im Gewächshaus oder Wintergarten an den überwinternden Kübelpflanzen gemütlich. Zitruspflanzen, Eukalyptus, Fuchsien, Pelargonien, Hibiskus, Wandelröschen und Zimmerlinden sind beliebter Lebensraum.

Die Insekten sitzen ruhig auf der Blattunterseite, fliegen jedoch hektisch auf, wenn die Pflanzen berührt werden. Mit beleimten Gelbtafeln kann das Auftreten beobachtet werden. Schon bei geringer Befallsstärke sollten Encarsia-Schlupfwespen bestellt werden. Sie parasitieren die Larven.

Diese vorbeugende Maßnahme ist vor allem in Gewächshäusern wichtig, in denen im Frühjahr wieder Tomaten und Gurken einziehen sollen. Beide sind Wirtspflanzen der Weißen Fliege. Behalten Sie auch das Schöllkraut im Blick, denn es ist ebenfalls eine Wirtspflanze.

» Kübelpflanzen im Winterquartier

Grünes Wissen: Weiße Fliege

Die Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum) gehört zu den Mottenschildläusen. Sie tritt ganzjährig im Gewächshaus und in den Sommermonaten im Freien auf. Bei Temperaturen unter 20 °C sind die Weißen Fliegen recht träge. Bei 24 °C entsteht jeden Monat eine neue Generation Insekten.

Eier, ovale Larven und erwachsene Insekten kommen gleichzeitig vor. Unter 6 °C sterben die Weißen Fliegen. Eine Verwandte ist die Kohlmottenschildlaus (Aleurodes proletella), die den Winter über auf Grünkohl, Rosenkohl und Schöllkraut überdauert.

Im Obstgarten:

Schrumpelige Äpfel, Birnen und andere Fruchtmumien abernten und aufsammeln. Sie sind Ausgangspunkt für Infektionen mit der Monilia-Spitzendürre und der Monilia-Fruchtfäule.

Achtung, Bruchgefahr!

So schön eine weiße Winterlandschaft auch ist, vor allem Koniferen und Immergrüne leiden unter dem Gewicht von Schnee und Eis. Nicht selten werden die Äste auseinandergedrückt oder brechen gar. Entlasten Sie Koniferen und Co., indem Sie die Pflanzen vorsichtig schütteln oder den Schnee mit der Hand oder einem Besen herunterwischen.

Doch Vorsicht! Bei Frost sind die Zweige spröde und brechen leicht. Auch Beerenobst-Hochstämmchen sind bei starkem Schneefall, besonders bei nassem Schnee, gefährdet. Durch das Gewicht sind Bruchschäden an der Veredlungsstelle möglich. Befreien Sie die Stämmchen am besten schon, während es schneit, indem Sie von unten an die Zweige klopfen.

» Zierkirschen

Warum Mulchen auch im Winter hilft

Fröste richten an Obstgehölzen und Gemüse immer wieder Schaden an. Was für eine Enttäuschung, wenn die Blüte des Kirschbaums erfriert. Frühblühende Obstgehölze wie Aprikosen, Pfirsiche oder Kirschen sind oft betroffen. Vor allem an besonnten Standorten, wo sie besonders früh blühen.

Zwergsorten lassen sich mit Vlies schützen, auch Beerenobst oder Wein. Bei größeren Bäumen lässt sich die Blüte hinauszögern: Die gefrorene Baumscheibe schon im Winter dick mit einer isolierenden Mulchschicht einpacken. Der Boden bleibt so im Frühjahr länger kalt, die Obstbaumblüte verzögert sich um entscheidende Tage.

» Laub - alle Jahre wieder

Sobald die Bäume blühen, wird der Mulch wieder entfernt, damit sich der offene Boden tagsüber aufwärmt und die Wärme in klaren Frostnächten wieder abgibt. Selbst ein geringer Temperaturunterschied kann einige Blüten retten.

Koniferenreisig schützt vor Sonne und Wind, die allen oberirdischen Pflanzenteilen zusetzen. Vor dem Austrieb alle Abdeckungen wieder entfernen. Sonst kommt es zu Fäulnis, langen dünnen Trieben oder gelbem Laub. Bei Zichorien dagegen sind gebleichte Blättchen weniger bitter.

Gartenboden

Die meisten Gartenböden gehören zu Mischformen der drei, die hier im folgenden beschrieben sind. Ihre Eigenschaften liegen zwischen denen von Ton-, Sand- oder Moorboden.

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Test: Pflanzenschutz-Sprühsystem

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