Garten praktisch: 7 Tipps gegen Unkraut

Pflanzen in Unkrautvlies

Mit wasser- und luftdurchlässigem Gartenvlies lässt sich Unkraut nachhaltig am Wachsen hindern.

Kaum beginnen die Zierpflanzen sich zu regen, ist das Unkraut auch schon da – den Stauden, Rosen & Co stets eine Nasenlänge voraus. So ziehen die Zierpflanzen im Verdrängungswettbewerb nicht den Kürzeren:

1 Wildwuchs frühzeitig bekämpfen

Samenunkräuter unbedingt vor der Samenreife entfernen, um ihre weitere Verbreitung zu verhindern. Ausläufertreibende Arten sollten gar nicht erst die Chance bekommen, sich z. B. im Wurzelbereich von Stauden und Gehölzen einzunisten.

2 Besser Zupfen als Hacken

Samenunkräuter wie Franzosenkraut, Vogelmiere und Ehrenpreis lassen sich jung leicht auszupfen oder mit einer Schuffel flach unterschneiden. Hacken in bestehenden Pflanzungen schadet dagegen oft mehr alses nutzt: Allzu leicht werden die Wurzeln und Austriebe von Stauden und Zwiebelblumen beschädigt. Durch das Umschichten des Bodens gelangen zudem neue Samen an die Oberfläche, die dann wiederum keimen.

» Beete vorbereiten

3 An der Wurzel gepackt

Wurzelunkräuter möglichst gründlich ausstechen. Den tiefreichenden Pfahlwurzeln von Acker-Kratzdistel, Löwenzahn und Stumpfblättrigem Ampfer rücken Sie mit einem soliden Unkrautstecher zu Leibe. Die wuchernden Ausläufer von Giersch, Quecke, Zaun- und Ackerwinde erwischt man am besten nach einem kräftigen Regen. Dann lassen sich die oft meterlangen Rhizomstrippen leichter (und mit viel Glück auch restlos) aus dem nun aufgeweichten Boden ziehen.

4 Alles auf Anfang

Völlig verunkrautete Rabatten lassen sich allein durch Zupfen und Stechen kaum wieder flottmachen. Hier hilft nur, alle Stauden aufzunehmen und ihre Wurzelballen sowie den Boden vor dem erneuten Pflanzen peinlichst genau vom Wildwuchs zu befreien. Dabei ist die Grabegabel das Gerät der Wahl. Der Spaten hinterlässt dagegen viele kleine Rhizomstücke, aus denen sich neue Unkrautpflanzen entwickeln.

5 Mulchen mit Rinde oder Kies

Eine mindestens 5 cm dicke Schicht Rindenmulch erschwert Samenunkräutern das Keimen und erleichtert das Herausziehen von Wurzelunkräutern. Allerdings: Beim Zersetzen des Materials wird Stickstoff festgelegt, der den Pflanzen dann fehlt. Das lässt sich jedoch durch Düngen mit Hornspänen oder Hornmehl ausgleichen. Rindenmulch eignet sich für Gehölze und eingewachsene Großstauden, nicht aber für frisch gepflanzte oder zierliche Stauden. Hier besser bereits verrotteten Rindenhumus oder Rasenschnitt verwenden. Zu Pflanzungen mit Steppen-, Heide- oder Alpin-Charakter passt mineralischer Mulch wie Stein- oder Ziegelsplitt, Lava oder Kies. Vorteile: Das Material wird nicht zersetzt. Stickstoff wird nicht festgelegt.

6 Vlies als Wuchsbarriere

Spezielle Gartenvliese (z. B. Plantex Premium Unkrautvlies) lassen Wasser, Luft und Nährstoffe durch, aber kein Unkraut. Die Bahnen einfach mit gut 10 cm Überlappung auf der gesäuberten Pflanzfläche verlegen. Dann Stauden und Gehölze durch kreuzförmig hineingeschnittene Schlitze einsetzen. Das Vlies abschließend etwa 5 cm hoch mit Rindenmulch, Holzhäcksel oder Kies abdecken. So bleibt es rund 20 Jahre wirksam.

» Unkrautvlies spart Zeit und Arbeit

7 Unkräuter aushungern

Haben Sie ein Jahr Geduld? Dann können Sie ein geräumtes Beet auch so lange mit dicker schwarzer Folie (UV-stabil!) oder mit einer ca. 5 cm hohen Lage alter Zeitungen bedecken. Wichtig: Die Auflage muss absolut lichtdicht sein! Dann geht den Unkräutern darunter die Puste aus und Sie können auf „sauberer“ Fläche neu starten.

» Biogärtnern mit Karl Ploberger
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