Pflanzen in Hydrokultur

Themen: Hydrokultur
Hydrokultur

Wer seine Zimmerpflanzen regelmäßig zu viel gießt, ist vielleicht besser beraten, sein Grün in Hydrokultursystemen mit Blähton zu ziehen. Illustration: Helga Meyer

Wer seine Zimmerpflanzen schon mal zu Tode gegossen hat oder regelmäßig den Hilferuf ihrer schlappenden Blätter übersieht, ist vielleicht besser beraten, sein Grün in Hydrokultursystemen mit Blähton zu ziehen. Die benötigen nur etwa alle 14 Tage einen Schluck aus der Kanne. Ein Blick auf den Wasserstandsanzeiger gibt rasch Auskunft, ob und wieviel gegossen werden muss. Auch das Düngen gestaltet sich einfach: Speziellen Langzeitdünger für Hydropflanzen, zum Beispiel Lewatit HD 50 oder Leni Blusana, in den Düngeschacht des Gefäßes geben und alle drei Monate austauschen.

» Dünger und Pflanzenschutz: Hydropflanzendünger

Also Erde raus, Blähton rein?

In Erde gezogene Pflanzen auf Hydrokultur umzustellen, ist schwierig, besonders bei älteren Exemplaren. Oft wird empfohlen, die Erde hierfür vollständig aus dem Wurzelwerk zu spülen. Das gelingt jedoch selten. Die Aktion hinterlässt an den Wurzeln zudem zahlreiche kleine Wunden – ideale Eintrittspforten für Krankheitserreger. Zu guter Letzt muss sich die umgesetzte Pflanze im neuen Substrat erst mal etablieren und „Hydrowurzeln“ bilden. Diese sind etwas anders aufgebaut als Erdwurzeln. Kaufen Sie daher besser gleich in Blähton herangezogene Pflanzen.

» Gartenpraxis: Blumenerde

Wie oft wird umgetopft?

Deutlich seltener als bei der Erdkultur. Notwendig wird es meist dann, wenn die Pflanze kopflastig wird und umzukippen droht. Oder wenn die Wurzeln bereits das Gefäß ausbeulen. Rasch reagieren sollten Sie allerdings bei versehentlicher Überdosierung des Düngers, oder wenn einer Ihrer Partygäste seinen Cocktail uncharmant in Ihrem Blumentopf entsorgt hat. Dann empfiehlt es sich, das Gefäß mit dem Blähton gründlich durchzuspülen. Lagern sich auskristallisierte Düngesalze auf der Substratoberfläche an, genügt es, die oberste Blähtonschicht auszutauschen.

Was ändert sich im Winter?

Je nach Temperatur und Lichtverhältnissen verbrauchen die Pflanzen in der kalten Jahreszeit weniger Wasser. Steht die Wasserstandsanzeige nach dem üblichen Gießintervall wiederholt oberhalb der Minimum-Marke (Min), wässern Sie entsprechend seltener. Vorsicht auch auf kalten Untergründen: Das Wasser im Topfboden kühlt stark aus, die Pflanzen bekommen „kalte Füße“. Untergelegte Styropor- oder Korkplatten verhindern Wurzelschäden.

» Von A bis Z: Pflanzenportraits
Newsletter-Anmeldung

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Das Ratgebermagazin für Gartenliebhaber. Jeden Monat neu mit einer Vielzahl Tipps und Ratschlägen für den Zier- und Nutzgarten, mit Gestaltungsideen, Trends und Neuheiten rund um das Hobby Garten. Dazu wunderschöne Fotos aus liebevoll angelegten Privatgärten.

Editorial lesen Abonnieren

Aktuelle Ausgabe

GartenFlora Shop

Folgen Sie uns auf Facebook    Folgen Sie uns auf Twitter

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr