Keine Früchte, dafür umso schönere Blüten.

Zierkirsche – vielfältiger Blütenzauber

Wie schön wäre es doch, einen Kirschbaum im Garten zu haben! So einen herrlich großen, alten Baum, dessen Zweige im April über und über mit schneeweißen Blüten überzogen sind. Haben Sie schon mal über eine Zierkirsche nachgedacht?

Blütenzauber aus Japan

blühende Zierkirsche in einem Vorgarten
Eine Zierkirsche im Vorgarten macht ein Haus unverwechselbar. Foto: GartenFlora

Ebenso überwältigend wie die fruchttragenden Kirschbäume blühen die Japanischen Zierkirschen. Ihr Wuchs ist ähnlich stattlich, sie bleiben mit etwa zwölf bis 15 Meter jedoch etwas kleiner als die Süßkirschen. Ihre Krone ist im Alter breit trichterförmig bis schirmförmig. Leider gibt es keine Kirschen, dafür mehr Blütenvielfalt.

Am beliebtesten sind die Sorten der Japanischen Blüten-Kirsche (Prunus serrulata): zum Beispiel ‘Shirotae’ mit einfachen weißen Blüten, ‘Shirofugen’ mit stark gefüllten weißen Blüten, ‘Accolade’ und ‘Kanzan’ mit gefüllten rosafarbenen Blüten. ‘Royal Burgundy’ hat dunkelrotes Laub.

Extra-Wissen: Kirschblüten im Winter

Mancher ist erstaunt, im Winter Kirschblüten zu entdecken. Das sind im Allgemeinen die Blüten der Frühjahrs-Kirsche ‘Autumnalis’ (Prunus subhirtella). Bereits Anfang November öffnet sie ihre Blütenknospen.
Bei milder Witterung wird durchgeblüht, bis die Hauptblüte der Frühjahrs-Kirsche von Ende März bis Mai einsetzt. Allein durch Frostperioden wird die Blütezeit unterbrochen. Die Knospen erfrieren jedoch nicht, sodass sich bei milder Witterung wieder die nächsten Blüten öffnen. Besonders schön ist die Sorte ‘Autumnalis Rosea’, deren Blüten zartrosa getönt sind.

Tipp: Zierkirsche für kleine Gärten

Zierkirsche-Prunus-serrulata-Ariake
Die Zierkirsche Prunus serrulata ‘Ariake’

Mit ihrem ausladendem Wuchs sind die meisten Sorten jedoch nicht für kleine Gärten geeignet. Da passt die schlanke Säulen-Kirsche ‘Amanogawa’ schon besser, wird sie doch nur einen bis zwei Meter breit. Die Yoshino-Kirsche (Prunus x yedoensis) entwickelt über die Jahre eine bis zu zwölf Meter breite, schirmförmige Krone.

Auch hier geht’s kleiner, mit der Sorte ‘Pandora’. Wie die Süßkirschen sind auch die Zierkirschen anspruchsvoll: Sie mögen einen sonnigen Standort mit einem frischen, tiefgründigen, nährstoffreichen Boden.

Ein kurzer Blick in den Herbst sei erlaubt: Kirschen bringen sich auch zum Saisonende noch einmal in Stellung. Ihr Laub ist dann in leuchtende Gold-, Orange- und Rottöne getaucht.

Kirschbaum-Vielfalt

mächtige alte Zierkirsche im Frühlingsgarten
Ein alter Zierkirschenbaum, der nicht nur zur Blütezeit beeindruckt. Foto: GartenFlora

Etwas zurückhaltender, aber dennoch sehenswert blühen Trauben-Kirschen, Sauerkirschen und Blut-Pflaumen. Die anspruchslose Trauben-Kirsche (Prunus padus) kommt auf vielen Böden zurecht. Ihre Sorten werden etwa zehn Meter hoch: ‘Watereri’ mit besonders langen, weißen Blütentrauben, ‘Colorata’ mit kupferfarbenem Austrieb und rosa Blüten.

Schöne Blütenkirschen gibt es auch für kleine Gärten. Etwa die Kurilen-Kirsche (Prunus nipponica var. kurilensis), die nur drei Meter hoch wird. Und manche Zierkirsche kommt selbst in einem großen Kübel klar.