die samtigen Blüten des Weidenkaetzchens ©fotolia

Weidenkätzchen

Weidenkätzchen, mit samtigen Blüten geschmückt, kündigen den bevorstehenden Frühling an. Dieses freudige Ereignis begrüßen die Bienen und anderen Insekten am meisten.

Was sind Weidenkätzchen?

Weidenkätzchen sind Sträucher beziehungsweise Bäume und werden unterschiedlich bezeichnet: Palmkätzchen, Silberweide oder Weide. Die flauschigen Blüten lassen uns Menschen von der Vorfrühlingszeit träumen. Doch gibt es mehr als eine Weidenart und -sorte, die wir bewundern. Neben den Weidenkätzchen Sal-Weide (Salix caprea) gibt es die Grauen-Weiden (S. cinerea) und die Reif-Weiden (S. daphnoides).

Weidenkätzchen – eine wichtige Nahrungsquelle

Dank ihrer Blüte gilt der Nektar des Weidenkätzchens als unentbehrliche Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Laut des deutschen Naturschutzgesetzes (BNatSchG) besteht zwischen dem ersten März und 30. September in Deutschland eine Schonzeit. In diese Zeit ist es nicht erlaubt, die Palmkätzchen zu dekorativen Zwecken zu schneiden. Als Alternative bietet es sich an die Weidenkätzchen im Blumenladen zu kaufen oder im eigenen Garten zu pflanzen beziehungsweise zu vermehren.

Weidenkätzchen mit männlichen und weiblichen Blüten

Jede samtige Blüte besteht aus vielen kleinen, eng benachbarten Einzelblüten. Weiden sind hauptsächlich getrenntgeschlechtlich. Die männlichen Palmkätzchen erkennen Sie an den gelben Staubblättern. Die weiblichen Blüten sind grün gefärbt. Bei Frühlingsbeginn besuchen die Bienen zuerst die männlichen Weidenkätzchen. Sie entziehen ihnen den Nektar und fliegen, mit Pollen im Gepäck, und bestäuben die weiblichen Blüten.

Die Weiden-Arten in ihren Besonderheiten

Silberweiden sind vielschichtig und nicht ausschließlich wegen ihres flauschigen Kleides attraktiv. Besonders die Sorte Salix ist abwechslungsreich in ihrer Gestalt und hervorragend für den Garten geeignet. Sowohl Sträucher in verschiedene Formen und Größen als auch mächtige Bäume hat diese Weidenkätzchen-Art zu bieten.

Manche Weidenkätzchen haben gefärbte oder geformte Triebe. Beispielsweise besitzt das Gehölze der Drachen-Weide (Salix Sachalinensis) beeindruckende eigenwillig gedrehte, abgeflachte Zweige.

 

Die Trauerweide ist bekannt (S. x sepulcralis ‘Tristis’) für ihre Größe. Dieser beeindruckende Baum kann bis zu 20 Meter hoch und ebenso breit werden. Der Harlekin-Weide (S. integra ‘Hakuro Nishiki’) besticht durch seine hochstämmige Baumkrone. Sie besteht aus einem grün-weiß getupften Blätterkleid.

Eine weitere Weidenkätzchen-Art ist die Hänge-Kätzchen-Weide (S. caprea ‘Pendula’). Deren Zweige sind lang und mit goldgelben Kätzchen geschmückt. Die nach unten hängenden Ästen sind gerade.

Welches Weidenkätzchen passt in welchen Garten?

Weidenkätzchen sind für kleine und große Gärten geeignet. Beispielsweise gibt es im Kleinformat die Engadin-Weide (Salix hastata ‘Wehrhahnii’) und die Schweizer Weide (Salix helvetica). Deren Silberkätzchen erblühen später, früh genug für die emsigen Pollen sammelnden Bienen und Hummeln. Diese beiden Arten eignen sich hervorragend für Kübel oder Steingärten. Auch die Japanische Kriechweide (Salix repens argentea) wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Sie passt gut zu einem Steingarten oder für das Pflanzen von großen Gefäßen und kann als Bodendecker fungieren.

Wenn Sie einen großen Garten besitzen, eignet sich eine Kopfweide sowie die traumhaft wachsende Sal-Weiden-Sorte Silberglanz (Salix caprea ‘Silberglanz’). Diese Palmweide wächst bis zu vier Meter hoch wie breit. Ihre flauschigen Blüten erscheinen in der Regel vor Weihnachten. Sie besitzen aus diesem Grund den Namen Advents-Weide. Damit ist die Weihnachtsstimmung gesichert, die Weidenkätzchen sind hervorragend als festliche Deko Zweige geeignet. Doch keine Sorge, nach wie vor bleibt genügend für die Frühstarter unter den Bienen und Hummeln vorhanden. Außerdem ist diese Weide gegenüber Austrocknungen widerständiger als andere Weidekätzchenarten.

Weiden sind leicht zu pflegen, denn Ihre Gehölze sind unkompliziert. Am geeignetsten für die Weidenkätzchen sind nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden. Jedoch kommen sie mit auf mäßig trockenen Böden klar. Das lädt ein, eine Weide in seinem Garten zu pflanzen. Der Kauf eines Weidenkätzchens ist erschwinglich. Die Besorgung ist umstandslos.

Wie vermehren Sie die Weidenkätzchen?

Schneiden Sie (in der Vorfrühlingszeit) einen fingerdicken Zweig ab. Der Weidentrieb ihrer Wahl ist 20 Zentimeter lang (Sal-Weide ausgenommen, die bewurzelt schwer). Stecken Sie den Weidentrieb bis zu einem Drittel in die Erde. Zum Schluss den Trieb gut gießen.
Schon nach ein paar Wochen können Sie sich an Ihr Weidenkätzchen erfreuen. Sie erkennen es an dem frisch ausgetriebenen Grün.

Kopfweiden richtig schneiden

Besondere Weiden, wie die Kopfweide, bestimmen das Landschaftsbild vieler Regionen. Sie sind ein besonderer Lebensraum für heimische Tiere. Diese Art von Weidenkätzchen bekommen nach einer Weile ihr individuelles Aussehen. Denn der oberste Abschnitt des Stammes verdickt. Ohne den nötigen Schnitt brechen die Bäume mit der Zeit auseinander. Zu früheren Zeiten war es üblich ihre Ruten zu Körben und Möbeln zu flechten.

Wie schneiden Sie die Kopfweide richtig?

  • 1. Stamm der Kopfweide als Jungbaum stutzen (in zwei Meter Höhe)
  • 2. Die austreibenden Zweige am Stamm schneiden (regelmäßig im Spätwinter)

Die Pflege eines Weidenkätzchens ist leicht handzuhaben sowie das richtige Schneiden und Vermehren des Weidenkätzchens ist überschaubar. Und keine Sorge, die Arten sind zahlreich und besonders, für jeden Garten gibt es die richtige Weide. Pflanzen Sie sich ein Weidenkätzchen in Ihren Garten und genießen Sie anschließend die schöne Aussicht! Es lohnt sich.