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Spitzblume – Pflanzenportrait

Ardisis crenata
Pflanzenfamilie: Myrsinaceae (Myrsinegewächse)

Die aus Fernost stammende Spitzblume ist zwar schon lange bei uns als Zimmerpflanze bekannt, gehört aber zu den eher selten gehandelten Topfblumen. Das liegt an der relativ langwierigen Anzucht bis zur fertigen Verkaufsware. Mit ihren zierenden Beeren in der Winterzeit ist die Ardisie eine sehr aparte Zimmerpflanze. Die Beeren bleiben oft sogar bis zur nächsten Blüte haften.

Die Spitzblume wächst als kleines, etwa ein Meter hohes Bäumchen, dessen Äste waagerecht abstehen und jährlich eine neue „Etage“ bilden. Während in der unteren Etage noch der Beerenschmuck sitzt, beginnt die darüberliegende zu blühen. Bereits im Sommer bilden sich die ersten blassen Beeren, die im November und Januar eine rote Farbe annehmen.

Der beste Standort

Der Standort soll sehr hell, aber nicht sonnig sein. Ideal ist ein Ostfenster. Die Spitzblume mag eher etwas kühlere Temperaturen, 18 bis 20 °C sind günstig. Im Winter genügen sogar 12 bis15 °C. Ist es wärmer, sollte eine entsprechend höhere Luftfeuchte herrschen.

Ardisis crenata– Foto: iStock/igaguri_1

Pflege 

Gießen Sie eher mäßig mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser. Zwischendurch soll der Ballen immer wieder abtrocknen. Alle zwei Wochen wird in den Sommermonaten mit einem Flüssigdünger gedüngt, im Winter sollte die Düngung unterbleiben. Besprühen Sie die Pflanze häufig (außer in der Blütezeit) mit abgestandenem Wasser, um die Luftfeuchte zu erhöhen.

Während der Blüte sollten Sie für eine ausreichende Luftfeuchte sorgen. Überlange oder störende Zweige können jederzeit abgeschnitten werden. Am besten erledigt man das aber bei dem jährlichen Umtopfen im Frühjahr. Als Substrat eignet sich eine hochwertige Kübelpflanzenerde.

Vermehrung der Spitzblume

Die Anzucht erfolgt aus Samen oder Stecklingen und ist eher langwierig. Die Samen benötigen zum Keimen Temperaturen um die 22 Grad Celsius. Stecklinge bewurzeln sich erst bei etwa 24 Grad.

Tipp zur Bestäubung der Spitzblume

Während der Blütezeit sollten Sie die Pflanze nicht besprühen, da dieses die Bestäubung beeinträchtigt. Das zusätzliche Bestäuben der Blüten von Hand mit einem Pinsel soll zu einem besserem Beerenansatz führen.