Osterkaktus Foto: AdobeStock_KHBlack

Osterkaktus – robust und pflegeleicht

Der Osterkaktus (Hatiora) bietet im Frühling einen herrlichen und üppigen Blütenschmuck. Manchmal wird er auch Frühlingskaktus genannt oder ist noch unter dem alten botanischen Namen Rhipsalidopsis zu finden. Er stammt aus den tropischen Regenwäldern Brasiliens und gehört zu den Kakteengewächsen (Cactaceae). Da er pflegeleicht und robust ist, werden Sie lange Freude mit ihm haben.

Wuchs und Aussehen

An seinem Naturstandort in den tropischen Regenwäldern Brasiliens wächst der Osterkaktus epiphytisch auf Bäumen. Bei uns in Zimmerkultur fühlt er sich im Topf wohl und erreicht eine Höhe von 15 bis 50 Zentimeter sowie einen Durchmesser bis 30 Zentimeter. Der Osterkaktus ist ein kompakt buschig wachsender Kaktus mit im Alter leicht überhängenden Trieben aus abgeflachten Sprossgliedern. Er sieht dem Weihnachtskaktus sehr ähnlich, der im Winter blüht.

Osterkaktus Foto: AdobeStock_Shelli_Jensen
An einem halbschattigen Standort wie diesem Fenster fühlt sich der Osterkaktus wohl Foto: AdobeStock_Shelli_Jensen

Blüten und Blätter des Osterkaktus

Die vielzipfeligen, sternförmigen Blüten des Osterkaktus sitzen am Ende der Sprossglieder. Sie sehen elegant aus und erscheinen in Hülle und Fülle in der Zeit von März bis Mai. Dadurch, dass die Blütezeit somit immer Ostern umfasst, erhielt er auch seinen Namen. Je nach Art und Sorte blüht der Osterkaktus in Tönen von Rosa, Pink bis Scharlachrot, es gibt auch weiße und orangefarbige Blüten. Ein Blütendurchmesser von bis zu 4,5 Zentimeter ist möglich.

Der Korpus des Osterkaktus besteht aus flachen, leicht fleischigen, mittelgrünen Sprossgliedern, die mit der Zeit dann überhängen. Sie sind oft rot gerändert. An den Blattkanten sitzen feine, gelbbraune Borsten, die bis 15 Millimeter lang werden. Schrumpfen die Blattglieder ein, deutet das übrigens auf eine zu trockene Haltung oder auf Wurzelfäule durch zu viel Nässe hin.

Osterkaktus Foto: AdobeStock_Shelli_Jensen
Hier sind die sternförmigen Blüten sowie die farbigen Ränder der Sprossglieder gut zu sehen Foto: AdobeStock_Shelli_Jensen

Standortbedingungen des Osterkaktus

Der Osterkaktus mag es ganzjährig hell bis halbschattig, jedoch keine pralle Sonne. Prinzipiell steht er an einem warmen Platz, benötigt jedoch im Winter eine Ruheperiode mit kühleren Temperaturen. Halten Sie den Osterkaktus von November bis Januar acht Wochen bei um die zehn Grad Celsius. Das fördert den Blütenansatz und die Blütenbildung. Wenn die ersten Blütenknospen erscheinen, sollten Sie ihn wärmer platzieren und dann nicht mehr umstellen, sonst wirft er eventuell seine Blüten ab.

Während der warmen Jahreszeit darf der Osterkaktus gern ins Freie umziehen an einen halbschattigen bis sonnigen Platz. Versenken Sie den Topf mit dem Osterkaktus im Garten in der Erde oder hängen Sie ihn in einen Baum.

Als Substrat eignet sich spezielle Kakteenerde. Im Topf sollte ein guter Wasserabzug herrschen, damit es nicht zu Staunässe kommt.

Pflege

In der Wachstumszeit, also von Februar bis Oktober, halten Sie den Osterkaktus mäßig feucht. Gießen Sie regelmäßig mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser. Es sollte keine Staunässe entstehen, durch zu viel Gießwasser kann es zu Wurzelfäule kommen. Vier Wochen nach der Blüte und während der Ruhezeit (November bis Januar) nur wenig gießen. Die Sprossglieder sollten allerdings nicht schrumpfen. Der Osterkaktus kann generell auch gelegentlich besprüht werden.

Im Sommer versorgen Sie den Osterkaktus alle zwei bis drei Wochen mit Kakteendünger. In der Ruhephase wird nicht gedüngt. Nur bei Bedarf, wenn der Topf zu klein geworden ist, pflanzen Sie den Osterkaktus um.

Verwendung des Osterkaktus

Die Wirkung des Osterkaktus ist besonders zur Blütezeit riesig. Nutzen Sie ihn gern als schönen Tischschmuck oder für die Osterdeko und rücken ihn ins Blickfeld. Ältere Exemplare, die mehr überhängen, kommen in einer Ampel oder einem schlanken, hohen Gefäß bestens zur Geltung.

Osterkaktus Foto: AdobeStock_irairopa
Dieser Osterkaktus bezaubert mit Blüten in sattem Pink Foto: AdobeStock_irairopa

Im Gartenfachhandel gibt es verschiedene Arten und Sorten. Hatiora gaertneri zählt als der eigentliche Osterkaktus. Er hat vier bis fünf Zentimeter lange, scharlachrote Blüten. Aufgrund seiner rosaroten Blütenfarbe wird Hatiora rosea auch Rosenkaktus genannt, seine Blüten sind etwas kleiner. Durch Kreuzungen dieser beiden Arten entstanden viele Sorten, die mit Hatiora x graeseri bezeichnet werden und viele weitere Farben aufweisen.

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