Gerbera – beliebte Schnittblume und Topfpflanze

Die Gerbera ist eine schlichte Schönheit, die vor allem als langstielige Schnittblume sehr geschätzt wird, aber auch im Topf ihre ganze Pracht zeigt.

Eine Gerbera stammt aus den tropischen Gebieten Afrikas, Madagaskars und Asiens. Die Gattung gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten, die sich hervorragend als Zimmerpflanzen eignen. Und selbst auf dem Balkon und der Terrasse machen viele eine gute Figur.

 

Gerbera – Wuchs und Aussehen

Auf dem Blütenstiel einer Gerbera ist die markante, samtig-weiche Körbchenblüte angesiedelt. Besonders in farblicher Hinsicht hat das Asterngewächs einiges zu bieten: Die Blütenfarben reichen von Orange, Rot und Gelb über Rosatöne bis hin zu einem strahlendem Weiß. Neben den typischen, großblumigen Hybriden (mit bis zu 15 Zentimeter Blütendurchmesser) gibt es auch zahlreiche kleinblumige Züchtungen.

Gerbera haben einen standfesten Wuchs. Das Laub ist grundständig angeordnet, die Blätter sind meist behaart und variieren in der Form je nach Art und Sorte von eiförmig über länglich bis sogar fiederteilig. Die hohen Blütenstiele sind ebenso wie die Blätter sattgrün. Unter der Erde entwickelt die Pflanze Rhizome, die ihm im Winter als Speicherorgan und im Sommer zur Ausbreitung dienen.

Gerbera Foto: AdobeStock_Andriy Blokhin
Kleinblumige Gerbera-Sorte – Foto: AdobeStock_Andriy Blokhin

Gerbera-Sorten

Die zahlreichen Sorten mit unterschiedlichen Blütengrößen sind meist durch eine Kreuzung von Gerbera jamesonii und Gerbera viridifolia entstanden.

  • Mini-Gerbera, wie zum Beispiel die magentafarbene ‘Whisper’, werden auch Germini genannt.
  • Gerbera ‘Everlast White’ist eine kleine Sorte, die speziell für die Garten- und Topfkultur entwickelt wurde. Sie hat strahlend weiße Blüten, die sich auch hervorragend für die Vase eignen.

Gerbera für wintermilde Regionen

Garvinea® ist eine Gerbera-Neuzüchtung, die bis -5° C winterhart ist. Wird sie im Winter mit Stroh oder Reisig geschützt, kann sie sogar (mit etwas Glück) dauerhaft im Garten ausgepflanzt werden. Vor allem die Vertreter der „Everlast“-Serie sind recht robust – sie tolerieren kalte Tage im Frühjahr und im Herbst recht gut.

Standortbedingungen und Pflege

Da die meisten Sorten nicht zuverlässig winterhart sind, werden sie vor allem als Topfpflanzen gehalten. Ein ganzjährig heller Standort im Haus sagt ihnen besonders zu, im Sommer fühlen sie sich aber auch an einem windgeschützten Platz im Freien wohl. Besprühen Sie Pflanze regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten.

Über die Wintermonate darf der Topf dann an einem mäßig warmen Plätzchen im Haus stehen, wo die Temperatur aber nicht kälter als 15 Grad Celsius wird. In der Ruhephase wird nur moderat gegossen.

Die Gerbera bevorzugt ein locker-leichtes und humoses Substrat. Sie mag es gerne feucht, verabscheut aber nasse Füße. Daher sollten Sie bei Topfkulturen immer darauf achten, dass das Wasser ungehindert abfließen kann. Löcher im Topf sind unerlässlich. Hilfreich sind auch mineralische Anteile in der Erde (Sand) und eine aus Kies bestehende Drainageschicht am Topfboden. Gießen Sie am besten über einen Untersetzer von unten, um Fäulnis zu vermeiden!

Um neue Blüten zu fördern, hilft ein regelmäßiges Ausputzen. Hierbei werden die alten Blüten nach dem Verwelken mitsamt Stiel entfernt. So kann die Gerbera ihre geballte Kraft sofort wieder in die neuen Knospen stecken.

Blühpflanzendünger für eine lange Pracht

Ein Flüssigdünger für Blühpflanzen, der ab dem Frühjahr 14-tägig verabreicht wird, sorgt dafür, dass Ihre Gerbera von April bis September unermüdlich blüht.

Gerbera Foto: AdobeStock_ahavelaar
Gerbera im Gewächshaus – Foto: AdobeStock_ahavelaar

Verwendung

Egal, ob es die klassische Schnittblume oder eine Gerbera im Topf ist: Farbenfroh wird es definitiv! Im Zimmer kann eine Gerbera fast ganzjährig ein Hingucker sein, und im Sommer verbreitet sie auf dem Balkon oder der Terrasse ein schönes südliches Flair.

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