Bergpalme Foto: AdobeStock_vadiml

Bergpalme – zierliche und elegante Zimmerpalme

Die Bergpalme (Chamaedorea elegans) kam ursprünglich aus den Bergregionen von Mexiko und Guatemala zu uns und gehört mittlerweile zu den beliebtesten Zimmerpalmen. Sie wird auch Mexikanische Bergpalme oder Zierliche Bergpalme genannt. An natürlichen Standorten ist sie ein Schattenkünstler, als Zimmerpflanze braucht sie jedoch einen hellen Platz. Sie gehört zur Familie der Palmen (Arecaceae).

Wuchs und Aussehen

Die Bergpalme bildet steife, dicht geringelte Stämmchen mit einem schirmartigen Schopf aus robusten Blattwedeln. Die mehrstämmige Pflanze wächst in Zimmerkultur bis 130 Zentimeter hoch, kann aber auch bis zu zwei Meter erreichen.

Blüten und Blätter der Bergpalme

 

Die Bergpalme blüht schon in jungen Jahren und bringt ganzjährig eine hellgelbe lockere Blütenrispe hervor. Die weiblichen Blüten der zweihäusigen Pflanze verströmen einen lieblichen Duft, die männlichen sind geruchslos. Da die Arterhaltung für die Bergpalme ein wichtiges Ziel ist, steckt sie viel Energie in die Samenbildung (beerenartige Früchte) nach der Blüte. Macht die Pflanze einen geschwächten Eindruck sollten Sie die Blüte deshalb besser entfernen.

Bergpalme Foto: AdobeStock_andwill
Eine Blütenrispe in leuchtendem Gelb Bergpalme Foto: AdobeStock_andwill

Die graziös überhängenden Fiederblätter sind frischgrün und unpaarig gefiedert. Die Wedel werden 50 bis 60 Zentimeter lang, die einzelnen lanzettlichen Fiederblättchen erreichen eine Länge von 15 Zentimetern bei zwei bis drei Zentimetern Breite.

Standortbedingungen und Pflege

Die Bergpalme steht am besten an einem hellen Platz, jedoch ohne direkte Sonne. Ideal ist zum Beispiel ein Nordfenster. Sie verträgt auch leichten Schatten. Die Raumtemperatur liegt idealerweise im Sommer bei 20 bis 22 Grad Celsius. Im Winter steht die Bergpalme besser etwas kühler bei 18 Grad Celsius. Ab Juni können Sie die Bergpalme auch an einen halbschattigen bis schattigen Platz ins Freie stellen.

Bergpalme Foto: AdobeStock_Bruchez_Benoît
Ein heller Platz ohne direkte Sonne eignet sich gut Foto: AdobeStock_Bruchez_Benoît

Setzen Sie die Bergpalme in ein Gefäß mit normaler Blumenerde oder spezielle Palmenerde. Der ph-Wert sollte zwischen 5 und 6 liegen. Sorgen Sie für einen guten Wasserabzug im Topf. Die Pflanze eignet sich auch für die Hydrokultur. Umgetopft wird nur bei Bedarf, das heißt bei vollständiger Durchwurzelung des Pflanzgefäßes.

Wässern Sie die Bergpalme regelmäßig, so dass der Ballen immer leicht feucht ist, im Winter jedoch seltener. Gießen Sie direkt auf die Erde, das Herz der Palme muss trocken bleiben, sonst bildet sich Fäulnis. Die Bergpalme mag eine angenehme Luftfeuchte. Deshalb sollte man sie häufig besprühen. Zu nasse Erde und Lichtmangel kann zu Wurzelfäule führen und Lufttrockenheit dagegen zu Spinnmilben.

Im Frühjahr und Sommer (März bis Oktober) sollten Sie alle drei Wochen düngen, am besten mit einem mineralischen Dünger oder einem speziellen Palmendünger. Braun gewordene Blätter dürfen nach dem vollständigen Eintrocknen von der Palme entfernt werden, Schneiden Sie dazu den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab.

Verwendung der Bergpalme

Die elegante und eher zierlich wirkende Palme ist robust und eignet sich gut für Pflanzeneinsteiger. Außer im Zimmer macht sie auch im kühlen Wintergarten und im Sommer als Kübelpflanze im Freien eine gute Figur. Die meist verbreitete Sorte im Gartenfachhandel ist ‘Bella’, eine kompakt wachsende Bergpalme. Die Art Chamaedorea metallica hat ungeteilte, metallisch glänzende Blätter und wird nur etwa ein Meter hoch. Die aus Mexiko und Hawaii stammende Chamaedorea cataractum besitzt Wedel, die dunkler gefärbt sind.

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