Baumstrelitzie Foto: AdobeStock_Ines Porada

Baumstrelitzie – Kübelpflanze mit paradiesischen Blüten

Beheimatet ist die schöne Baumstrelitzie (Strelitzia nicolai) im Süden Afrikas. Sie gehört zur gleichnamigen Familie der Strelitziengewächse (Strelitziaceae). Mit ihren atemberaubenden Blüten versprüht sie als Kübelpflanze tropisches Flair. In Wintergärten oder Gewächshäusern kommt sie besonders gut zur Geltung. Aber auch in hellen Wohnräumen lässt sie sich kultivieren.

Die exquisiten Blüten der Strelitzien ähneln den bunten Köpfen einiger tropischer Vogelarten. Diesem Umstand verdanken sie auch ihren Zweitnamen als Paradiesvogelblume.

Wuchs und Aussehen der Baumstrelitzie

Die Baumstrelitzie wächst stramm aufrecht und kann mitunter beachtliche Wuchshöhen von bis zu 5 Metern erreichen. Im Gegensatz zu niedrigeren Arten ist Strelitzia nicolai baumförmig, wobei ihre Blätter in Horsten wachsen. Mit der Zeit verholzen sie am Ansatz und wirken so stammähnlich.

Blätter, Blüten und Früchte

Baumstrelitzie Blatt Foto: AdobeStock_JodyAnn
Nahaufnahme eines Blattes Foto: AdobeStock_JodyAnn

Die immergrünen Blätter der Baumstrelitzie ähneln Bananenstauden. Sie besitzen einen langen Blattstiel und können mehrere Meter lang werden. Zwischen ihren Fasern können die Blätter nach einer Zeit etwas aufreißen. Das ist aber nicht weiter schlimm. Ein windgeschützter Standort kann dem vorbeugen.

Baumstrelitzien erfreuen nicht nur mit prachtvollen Blüten, sondern auch mit einer langen Blütezeit. Teilweise blühen sie sogar ganzjährig, hauptsächlich aber im Sommer. Die weißen Blütenblätter ragen aus einem großen Hochblatt. Dieses wird Spatha genannt und wächst beinahe waagrecht. Die äußeren, weißen Blütenblätter umhüllen meist kleinere, blaue oder violette Kronblätter. Anschließend an die Blüte bilden sich Kapselfrüchte.

Standortbedingungen der Baumstrelitzie

Die Baumstrelitzie mag es hell. Daher darf sie im Sommer gerne in voller Sonne draußen stehen. Etwas windgeschützt sollte es aber sein. Auch ganzjährig helle Innenräume oder Gewächshäuser eignen sich. Allerdings könnte die Blühfreudigkeit ohne direkte Sonne etwas schwächer sein. Die Baumstrelitzie ist nicht winterhart. Im Winterquartier sollte die Temperatur nicht unter 10 Grad Celsius fallen.

Baumstrelitzie Foto: AdobeStock_H. Rambold
Die eingerissenen Blätter gehören zum typischen Aussehen der Baumstrelitzie Foto: AdobeStock_H. Rambold

Als Substrat für den Kübel eignet sich eine torffreie Mischung aus Lehm und Sand. Wichtig ist eine Drainage am Topfboden, um Staunässe zu vermeiden.

Pflege

Halten Sie das Substrat der Baumstrelitzie stets leicht feucht. Im Winter darf es weniger sein, die Erde kann vor dem nächsten Gießen etwas durchtrocknen. Zwischen Ende März bis Ende September bietet es sich an, alle drei bis vier Wochen mit etwas Flüssigdünger über das Gießwasser zu düngen.

Gießen Sie die Baumstrelitzie lieber etwas zu wenig als zu viel! Denn im Kübel ist sie leider prädestiniert für Wurzelfäule, wenn die Erde zu nass ist. Solange die oberste Substratschicht noch feucht ist, sollte nicht erneut gegossen werden.

Glücklicherweise ist die Baumstrelitzie nicht anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Sollten sich dennoch Läuse zeigen, müssen Sie nicht gleich zum Pflanzenschutzmittel greifen. Da die Blätter dick und robust sind, können Sie die Eindringlinge einfach gründlich mit einem feuchten Tuch abwischen.

Verwendung

Baumstrelitzie Blüte Foto: AdobeStock_Rob Lavers LRPS
Die inneren Blütenblätter der Baumstrelitzie können blau, violettfarben oder rötlich sein Foto: AdobeStock_Rob Lavers LRPS

Zwar sind Baumstrelitzien durchaus delikate Erscheinungen, dennoch sind sie vergleichsweise pflegeleicht. Lediglich genug Platz sollte man für die hochwüchsige Kübelpflanze anbieten können. Dann ist sie eine eindrucksvolle Zierpflanze, deren faszinierende Blüten Sie viele Monate im Jahr begeistern werden.

Unsere aktuelle Ausgabe

Das sind die Top Themen:

  • Leuchtende Fackeln, flammendes Laub: Die besten Seiten des Herbstes
  • Birne & Kürbis: Traumpaar eines jeden Küchenchefs
  • Schöne Wilde: Eberesche im Beerenschmuck
Zur aktuellen Ausgabe