Erdbeeren für den Balkon und Garten

Die Sortenfülle bei Erdbeeren ist nahezu unüberschaubar – wir liefern eine kleine Übersicht. Bei der Auswahl haben wir großen Wert auf aromatische Sorten gelegt. Und gleich zu Beginn das wichtigste Unterscheidungsmerkmal: Es gibt einmal- und mehrmalstragende Sorten.

Erdbeeren eigenen sich auch für die Zucht auf dem Balkon wie diese Detailaufnahme von reifen und grünen Erdbeeren zeigt.
Foto: iVerde.

Die richtigen Erdbeeren für den Balkon oder Garten

Die klassischen Einmaltragenden liefern nur etwa zwei Wochen lang die süßen Früchte. Dafür reifen in kurzer Zeit sehr viele Erdbeeren heran. Wenn die Ernte über einen längeren Zeitraum stattfinden soll, sind die öftertragenden Sorten die richtige Wahl. Die ersten Früchte können bereits im Frühsommer geerntet werden – gemeinsam mit den einmaltragenden Erdbeeren. Die Nachkömmlinge in der Folgezeit fallen etwas kleiner aus, doch dafür können bis zum Frost leckere Früchte genascht werden.

Einmaltragende Erdbeersorten

  • ‘Elsanta’ mittelfrüh, mittelgroß, aromatisch, süß, anfällig für Wurzelfäule
  • ‘Hummi Aroma Auslese’ mittelfrüh, mittelgroß, stark aromatisch, dunkelrot, durchgefärbt
  • ‘Kent’ früh, groß, stark aromatisch, hellrot, wenig anfällig für Krankheiten
  • ‘Korona’ mittelfrüh, mittel bis groß, stark aromatisch, süß, anfällig für Fruchtfäule
  • ‘Malvina’ sehr spät, mittel bis groß, stark aromatisch, süß, sehr wenig anfällig für Krankheiten
  • ‘Mieze Schindler’ mittelfrüh, mittelgroß, stark aromatisch, dunkelrot, braucht Befruchter
  • ‘Pegasus’ mittelspät, mittelgroß, stark aromatisch, süß, etwas anfällig für Fruchtfäule
  • ‘Senga Sengana’ mittelfrüh, mittelgroß, aromatisch, ertragreich, anfällig für Fruchtfäule
  • ‘Snow White’ mittelfrüh, mittelgroß, intensives Erdbeer-Ananas-Aroma, stark duftend

Remontierende / mehrmalstragende Sorten

  • Everlin’ großfrüchtig, aromatisch, sowohl für Kübel als auch für den Beetanbau geeignet
  • ‘Hummi Meraldo’ mittelgroß bis groß, stark aromatisch, robust, anfällig für Schneckenfraß
  • ‘Hummi Weiße Fee’ Walderdbeere mit kleinen weißen Früchten, robust
  • ‘Mara des Bois’ mittelgroß, Walderdbeeraroma, mittlerer Ertrag, wenig krankheitsanfällig
  • ‘Seascape’ mittelgroß, stark aromatisch, süß, anfällig für Fruchtfäule

Walderdbeeren – Geschmacksintensiv trotz kleiner Erträge

Auch die sogenannten Monatserdbeeren und deren Urform, die Walderdbeeren, ermöglichen das Ernten über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Walderdbeeren zählen zu den aromastärksten Arten in der Gattung Fragaria. Ihre Früchte schmecken so gut, dass sie auch in der Spitzengastronomie gefragt sind. Zwar bringen Walderdbeeren keine Riesenerträge, doch sie schmecken unvergleichlich intensiv.

Spezielle Erdbeersorten für den Balkon

Es gibt Sorten, die sehr lange und viele Triebe ausbilden. Diese können einfach einem Rankgerüst nach oben gebunden werden. So erzielt man einen dekorativen Anblick, der das Warten auf die reifen Früchte leicht macht. ‚Klettertoni“ kann zum Beispiel über einen Meter lang werden.

Für die Topfkultur auf Balkon und Terrasse gibt es auch Züchtungen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie viele Blüten bilden und ihre Blüten und Jungfrüchte oberhalb der Blätter stehen. Mit zunehmender Fruchtgröße neigen sich die langen Fruchtstände nach unten und entwickeln somit einen schönen überhängenden Wuchs, der auch die Ernte erleichtert. ‚Parfum Fraisibelle‚ und ‚Parfum Fraisonette‚ können beispielsweise gut miteinander kombiniert werden, da sie unterschiedliche Erntezeiten aufweisen. Auch die Hänge-Erdbeere ‚Parfum Freejumper‚ wurde speziell für die Topfkultur entwickelt.

Erdbeersorten für den Balkon im Pflanzkasten
Erdbeerpflanzen auf dem Balkon

Pflege von Balkon-Erdbeeren

Die Pflanzgefäße für Balkon-Erdbeeren sollten großzügig dimensioniert sein: Hat die Wurzel Platz, belohnt die Pflanze dies mit vielen Früchten. Auf dem Balkon sollte im Spätherbst ein Schnitt wie im Freiland erfolgen. Entfernen Sie alle Ausläufer sowie alte Blätter (junge Blattentwicklungen sollte man nicht abschneiden). So werden Fleckenkrankheiten vermieden. Die Töpfe sollten im Winter gut von außen (mit Jute oder Folie) isoliert werden, damit keine Frostschäden auftreten. Die Überwinterung erfolgt im Freien an einem schattigen und geschützten Ort.

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