Wer von so einem abwechslungsreichen Gemüsegarten träumt und sich fragt, wie es gelingt: Mit einfach anzubauendem Gemüse beginnen und immer mehr Erfahrungen sammeln. Foto: GartenFlora

Gemüse, das garantiert gelingt – Tipps für Einsteiger

Gemüse einfach mal selbst anbauen, vielleicht sogar auf dem Balkon oder in einer kleinen Ecke im Garten? Diesen Sorten kann man schon fast eine Gelinggarantie ausstellen. Denn sie sind kinderleicht anzubauen, wenn Sie ein paar einfache Tipps beherzigen.

Gemüse ganz einfach – so klappt’s

Radieschen – einfach UND schnell

frisch geerntete Radieschen unter Wasserhahn
Radieschen sind ein Gemüse, das sich leicht und schnell heranziehen lässt. Foto: GartenFlora

Das Radieschen ist wahrscheinlich das unkomplizierteste Gemüse, denn der Anbau ist sehr einfach. Die Samen gehen schnell auf und es liefert auch aus dem Topf knackige Knollen. Doch ärgert es uns manchmal – etwa wenn es blüht, platzt oder gar madig ist. Doch dem lässt sich leicht vorbeugen: durch einen gleichmäßig feuchten Boden sowie eine versetzte und nicht zu enge Saat. Ist den Radieschen der Boden zu trocken, beginnen die Pflanzen vorzeitig zu blühen. Ungleichmäßige Wasserversorgung lässt die Radieschen platzen.

Um vorzeitiges Blühen und das Platzen der Radieschen zu verhindern, ist es wichtig, Trockenstress zu vermeiden und die Radieschen möglichst gleichmäßig mit Wasser zu versorgen.

Gegen die Kohlfliegen und deren gefräßige Maden hilft es, die Radieschen in kleinen Stückzahlen öfter nachzusäen. Dann schafft man es, alle Knollen zu ernten, bevor sie von den Maden entdeckt werden. Oder Sie decken die Beete mit einem Gemüseschutznetz ab.

Sorten für Einsteiger: zum Beispiel ‘Topsi’ und die Ganzjahres-Radieschen-Sorte ‘Sora’.

Mit einem Trick ganz einfach: Möhren

erntereife Möhren im Gartenboden
Verlockend: Frischer als aus dem eigenen Garten können Möhren nicht sein. Foto: GartenFlora/bmn

Das Gute-Möhren-Geheimnis: lockerer, tiefgründiger Boden kombiniert mit Geduld, Unkrautjäten und Geiz beim Düngen. Möhren sind zwar Mittelstarkzehrer, trotzdem reagieren ihre Wurzeln empfindlich auf zu viel Dünger. Sie bleiben klein. Düngen Sie darum nur sparsam.

Eines der Erfolgsgeheimnisse für dieses leckere und knackige Gemüse ist ganz einfach: Möhren brauchen einen sandig-lehmigen, tiefgründig lockeren Boden. Stoßen die langen Wurzeln während ihres Wachstums auf Steine oder Verdichtungen, wachsen sie krumm.

Die Samen haben eine lange Keimdauer. Bis sie aufgehen, hat sich das Unkraut schon längst ausgebreitet. Darum schon frühzeitig jäten. Eine gute Hilfe ist die Markiersaat, die anzeigt, wo das noch nicht gekeimte Möhrensaatgut im Boden liegt.

Säen Sie gleichzeitig mit den Möhren eine Markiersaat aus schnellkeimenden Radieschen. Dann ist die Reihe dank Radieschensämlingen sichtbar.

Sorten für Einsteiger: kurze, stumpfe Möhren wie Snackmöhren, ‘Caracas’, ‘Pariser Markt’.

Schnelle Lückenfüller: Mairübchen

Rübchen sind schnelle Lückenfüller vor oder nach der Hauptkultur. Im Frühling nennt man sie Mairübchen, im Spätsommer Herbstrüben. Gesät werden sie entweder von März bis Mai oder von Mitte Juli bis Mitte August.

Wichtig ist, dass sie nicht dichter als 10 mal 10 Zentimeter stehen und gut mit Wasser versorgt werden. Dann bilden sich gleichmäßige, zarte Knollen. Frühjahrsaussaaten werden mit einem Gemüseschutznetz gegen die Kohlfliege abgedeckt. Unbedingt früh ernten!

Sorten für Einsteiger: ‘Plessis’, ‘Boule de Neige’, ‘Market Expreß’, ‘Primera’.

Gemüse einfach auf Abstand bringen – dank Aussaathilfe

Beete mit Gemüse in mildem Frühlingslicht
Der Frühling ist ideal, um mit dem Anbau von Gemüse zu starten, denn jetzt liegen noch viele Gartenmonate vor uns. Foto: GartenFlora

Gleich beim Säen den richtigen Pflanzenabstand zu finden, ist ohne Hilfsmittel nicht so einfach. Und wer hat schon das Maßband dabei, wenn er Radieschen sät! In Saatbändern oder Saatmatten sind die Samen im richtigen Abstand zueinander zwischen zwei Papiervliesbahnen eingebettet.

Das macht sich besonders gut bei sehr feinem Saatgut wie dem von Möhren und Salat. So wird’s gemacht: Die Saatbänder werden auf leicht angefeuchtetem Boden in Rillen ausgelegt, mit Wasser fein überbraust und anschließend dünn mit Erde abgedeckt. So wird der Anbau von Gemüse ganz einfach und es geht außerdem sehr schnell.

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