Brennholz will richtig gelagert werden. Foto: AdobeStock_swa182

Brennholz lagern: So trocknet es gut

Ein knisterndes Kaminfeuer sorgt für wohlige Wärme und Entspannung. Wenn Sie Brennholz lagern, sollten Sie einige Regeln befolgen, damit das Feuer später ordentlich lodert. Hier kommen unsere Tipps zur Trocknung und Aufbewahrung von Kaminholz.

Brennholz lagern: Der Trocknungsgrad ist entscheidend

Frisch gehacktes oder auch gekauftes Holz ist in der Regel zu feucht für den Kamin – das Brennholz muss daher sachgerecht gelagert werden. Die Holzfeuchte beeinflusst unmittelbar den Brennwert. Wird unzureichend getrocknetes Holz verbrannt, kann es sogar gefährlich werden. Denn die Rußbildung in Rohren und Schornsteinen wird dann so stark gesteigert, dass es schlimmstenfalls zu einem Rußbrand kommen kann.

Brennholz lagern Foto: AdobeStock_Lilli
Brennholz sollte vor Schnee und Regen geschützt sein. Foto: AdobeStock_Lilli

Die richtige Wahl des Holzes

Je nach Baumart trocknet Feuerholz unterschiedlich schnell. Aber selbst dünne Holzscheite eines schnell trocknenden Holzes sollten erst nach einem Jahr Lagerungszeit verfeuert werden. Empfohlen werden gemeinhin sogar zwei Jahre, denn am Ende muss das Brennholz einen Feuchtigkeitswert von unter 20 Prozent besitzen. Ein Feuchtigkeitsmesser gibt darüber Aufschluss.

Bei der Wahl des geeigneten Feuerholzes spielen gleich mehrere Kriterien eine Rolle: Nadelhölzer sind relativ preiswert, trocknen vergleichsweise schnell und lassen sich in der Regel gut entzünden. Sie werden daher meist zum Anmachen verwendet. Ihr Harz verursacht erzeugt beim Verbrennen viele Funken und ist daher nur für geschlossene Kamine geeignet. Grundsätzlich verbrennen weiche Holzarten schneller als Hartholz, und es entsteht dabei mehr Asche.

Harthölzer sind ein ideales Brennholz. Buchenscheite lassen sich zum Beispiel gut entzünden und brennen sehr lange. Sie trocknen jedoch deutlich langsamer als viele Weichhölzer.

Schnell trocknendes Nadel- und Laubholz (Weichhölzer)

  • Kiefer 
  • Fichte 
  • Birke 
  • Pappel 

Brennholz lagern: Der passende Standort

Ein idealer Platz für Feuerholz ist

  • sonnig,
  • regengeschützt
  • und luftig.

Gute Standorte sind daher Süd- oder Westseiten von Häusern. Um das Holz vor Niederschlag zu schützen, genügt schon ein Hausdach, das weit genug herausragt. Wer das nicht hat, kann selbst einen Unterstand für das Brennholz bauen.

Damit sich von unten keine Feuchtigkeit breit machen kann, darf das Holz nicht direkt auf der Erde lagern. Im schlimmsten Fall fängt die unterste Schicht nämlich an zu schimmeln, und die Fäulnis zieht sich nach und nach durch den ganzen Stapel. Daher ist eine Unterlage aus Steinen, Ziegelsteinen oder Paletten sinnvoll.

Brennholz lagern Foto: AdobeStock_Petair
Eine atmungsaktive Plane schützt das Brennholz. Foto: AdobeStock_Petair

Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich atmungsaktive Planen! Wenn sich zu viel Feuchtigkeit ansammelt, droht nämlich ebenfalls Schimmel. Zudem sollte der Brennholzstapel nur von oben abgedeckt sein, damit seitlich weiterhin frische Luft weht.

Holz spalten und gut stapeln

Natürlich kann man keine ganzen Baumstämme lagern – das Holz muss vorher zerkleinert und gespalten werden. Die beste Zeit zum Spalten ist die Jahresmitte bis Jahresende, denn durch die geringere Luftfeuchtigkeit kann das Holz besser trocknen. Auch in der Länge lohnt es sich, das Brennholz einzukürzen (auf etwa 30 Zentimeter).

Wer nur gelegentlich Kleinholz macht, kann beim Spalten auf eine Universalaxt zurückgreifen. Für Nadelholz ist eine Spaltaxt die erste Wahl. Für hartes Holz ist ein Spalthammer empfehlenswert.

Man sollte grundsätzlich nicht zu lange warten: Feuchtes, frisches Holz lässt sich leichter spalten als angetrocknetes Holz! Gefrorenes Holz ist brüchig und ebenfalls leicht zu spalten.

Wird das dreikantige Feuerholz nach dem Zerkleinern geschichtet, kann genügend Luft in den Zwischenräumen zirkulieren. Zudem ist es empfehlenswert, das Scheitholz mit 5 bis 10 cm Zentimetern Abstand zu einer Wand zu lagern, so dass auch dadurch eine gute Belüftung gewährleistet ist. Die Optik ist dabei aber Geschmackssache: Es muss nicht unbedingt ein ordentlicher Holzstapel sein – die Scheite kann man auch aufschütten. Die Luftzirkulation ist dann durch das kreuz und quer liegende Holz sogar noch günstiger.

Tipps

  • Legen Sie beim Stapeln das Holz auf die Rinde und verteilen Sie die Scheite mit etwas Abstand. So entsteht keine Fäulnis.
  • Kein Muss! Versetzte Reihen sorgen jedoch für mehr Stabilität: Die kurze Seite der Hölzer zeigen in der ersten Reihe nach vorne, in der zweiten Reihe werden die Scheite quer gelegt usw.
  • Holz sollte man gut lagern, aber auch nicht zu lange. Der Heizwert nimmt ab vier Jahren Liegezeit ab.

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  • Sommer in Pastell: Beete in rosa, himmelblau und gelben Tönen schaffen Lieblingsbereiche
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  • Strahlender Blut-Weiderich: Leuchtend rosarote Blütenkerzen für feuchtes Terrain
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