Magnesiumdünger – Kurz und knapp

Magnesiumdünger sind Düngemittel, die zu einem großen Anteil Magnesium (Mg) enthalten, häufig als alleiniges Nährelement. Die restlichen Anteile haben dann keine Düngewirkung. Einige Magnesiumdünger enthalten in unterschiedlichem Maße weitere Pflanzennährstoffe.

Herkunft/Herstellung eines Magnesiumdüngers

Die sehr unterschiedlichen Magnesiumdünger sind vor allem mineralischen, seltener synthetischen Ursprungs.

Bestandteile mit Düngewirkung

Kieserit, ein natürliches Mineral, wegen seines bitteren Geschmacks auch Bittersalz genannt, enthält zwischen 15 und 25 % Mg und ca. 13 % Schwefel, Gartenkalk enthält 4–20 % Mg und 45 % Kalzium (Ca). Kalimagnesia besteht zu 5 % aus Mg, zu 20 % aus Schwefel (S) und zu 23 % aus Kalium (K).

Anwendung von Magnesiumdünger

Bei Mg-Mangel an Kulturpflanzen liegt die typische Dosierung bei 20–30 g Bittersalz pro Quadratmeter oder 20–30 g Kalimagnesia pro Quadratmeter. Chlorotische Moorbeetpflanzen werden mit 15–25 g Bittersalz pro m² gedüngt. Die genaue Dosierung hängt vom Ergebnis einer Bodenanalyse ab. Magnesium-Mangel ist erkennbar an gelben Koniferennadeln oder vergilbten älteren Blättern mit grünen Blattadern.

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Besonderheiten Magnesiumdünger

Bittersalz wird in der Medizin auch als Abführmittel genutzt.

Ähnliche Düngemittel

In fast allen Volldüngern ist ein geringer Prozentsatz an Magnesium enthalten. Zur gezielten Mg-Düngung bei Mangelerscheinungen sind sie jedoch nur bedingt geeignet.

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