Ein guter Spaten darf bei der Bodenbearbeitung im Garten nicht fehlen.

Spaten-Test: Worauf Sie achten sollten

Beim (Um)Pflanzen von Gehölzen und Stauden, beim Einarbeiten von Gründünger und zum Lockern verdichteter Böden ist der Spaten unverzichtbar. Hier kommen ein paar wichtige Tipps für den Neuerwerb.

Einen Spaten-Test kann man im Laden leicht selber durchführen. Spaten gibt es in Variationen, Qualitäten und Längen. Bei Modellen mit T- oder D-Griff lässt sich ganz einfach prüfen, welcher Typ optimal für rückenfreundliches Arbeiten ist. Legen Sie dazu den Oberarm dicht an den Brustkorb und Ihre Hand auf den Spatengriff. Der Spaten sollte senkrecht auf dem Boden stehen.

Befindet sich Ihr Unterarm in waagerechter Position? Beispiel: Die erste Person ist 1,6 Meter groß und mit einer Spatenstiellänge von 105 Zentimeter gut bedient. Die zweiter Person bringt es dagegen auf 1,95 Meter. Da müssen es schon 125 Zentimeter Länge sein. Ein längenverstellbarer Spaten ist hingegen für alle Körpergrößen geeignet.

Spatenkauf: Worauf muss ich generell achten?

  • Breite Tritte rechts und links vom Spatenblatt sollten vorhanden sein.
  • Eine möglichst lange Stahlhülse am Blatt, die den Druck auf den Stiel gut abfängt, ist ebenfalls wichtig. Der Stiel sollte unter hohem Druck eingeschoben und zusätzlich vernietet sein.
  • Der Stiel ist belastbar, mindestens 35 mm dick und zum Beispiel aus Eschenholz gefertigt.
  • Das Blatt ist aus rostfreiem Edelstahl oder extrem hartem Kohlenstoffstahl.

Spaten-Test: Muss er rostfrei sein?

Gartenwerkzeuge werden zunehmend aus rostfreiem Stahl hergestellt. Sie gleiten leicht durch den Boden und werden nach der Arbeit einfach mit Wasser abgespült. Aber auch gewöhnlicher Stahl hat Vorteile: Er ist härter und elastischer. Spatenblätter oder Schuffelklingen können daher dünner geschmiedet werden und sind leichter. Außerdem bleiben sie länger scharf.

Garten umgraben oder Boden lockern

Das Umgraben mit dem Spaten hat Nachteile. Durch die Störung der natürlichen Bodenschichtung wird ein Teil des Bodenlebens vernichtet. Die Erde droht beim nächsten Regen zu verschlämmen. Zudem belastet das Umgraben den Rücken. Gerade auf leichteren Sand- und Lehmböden erfolgt die Lockerung und Durchlüftung des Bodens daher besser mit einer Grabegabel: Sie wird senkrecht in den Boden gestochen und dann um 30 bis 45 Grad nach hinten gezogen. Dabei bekommt der Boden zahlreiche feine Risse. Auch ein Sauzahn kann eine gute Alternative sein – er eignet sich vor allem für leichte Böden.