Wer sich den Traum vom Pool im eigenen Garten verwirklichen möchte, sollte einiges beachten. Foto: AdobeStock_tonaquatic

Pool im eigenen Garten:Was Wasserfreunde beachten sollten

Langsam gewinnt die Sonne an Kraft, ihre wärmenden Strahlen erwecken die Natur zum Leben und die Lust, den Garten auf die kommende Saison vorzubereiten. Bis die richtig heißen Sommertage kommen, dauert es noch ein wenig. Doch ist der Sommer erstmal da, bringt ein Pool im eigenen Garten angenehme Erfrischung. Wer dann ins kühle Wasser springen möchte, sollte frühzeitig Vorkehrungen treffen. In diesem Artikel haben wir nützliche Tipps und Ideen für den eigenen Pool gesammelt.

Pool im Garten – voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten

Pool im Garten – kein unrealistischer Traum

Ein eigener Swimmingpool ist für manch einen Gartenbesitzer ein großer Traum. Doch viele schrecken davor zurück, ihren Wunsch auch tatsächlich umzusetzen. Die Furcht vor hohen Kosten, zu viel Arbeit und einem hohen Zeitaufwand lassen sie zögern.

In vielen Fällen sind solche Sorgen jedoch unbegründet. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Pools in allen erdenklichen Preisklassen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist ein Schwimmbecken im eigenen Garten auch mit gemäßigten Kosten zu realisieren – zumindest, wenn es sich um einen Aufstellpool handelt. Kleinere Becken sind bereits ab 100 Euro erhältlich. Um den Traum vom Badevergnügen im heimischen Garten in die Tat umzusetzen, helfen Ihnen die nachfolgenden Tipps und Ideen.

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Pool für Garten auswählen: Welche Art passt zu meinen Bedürfnissen?

Zunächst ist es wichtig, sich Gedanken über die richtige Art des Schwimmbeckens zu machen. Denn Pools für den Garten gibt es in unzähligen Ausführungen. Grundsätzlich stehen Ihnen diese beiden Varianten zur Auswahl:

  • Pools zum Aufstellen
  • in den Boden eingelassene Pools

Wenn Sie sich lediglich spontane, kurze und erfrischende Abkühlung im Sommer wünschen, sind Aufstellpools wie beispielsweise aufblasbare Quick-up-Pools, Stahlrohrpools oder Planschbecken völlig ausreichend.

Mit Wasser gefüllter, runder Aufstellpool auf der Wiese eines Gartens. Pinkfarbene Luftmatratze schwimmt auf dem Wasser. Blumenkübel dekorieren den Poolbereich.
Wem eine Abkühlung an heißen Tagen völlig ausreicht, ist auch mit verhältnismäßig kostengünstigen Aufstellpools gut beraten. Foto: Adobe Stock_Jan S.

Sollten Sie hingegen Wert aufs Schwimmen oder auf eine Wassertiefe von mehr als 1,2 Meter legen, eignen sich im Boden eingelassene Pools. Für dauerhaftes Badevergnügen empfiehlt sich wiederum ein fest verbautes Schwimmbecken. Die Aufstellpools sind natürlich preisgünstiger und schneller aufgebaut. Während ein Aufstellpool etwa drei bis maximal acht Jahre hält, können eingegrabene Pools je nach Qualität sogar über mehrere Jahrzehnte genutzt werden. Von einem dauerhaften Becken profitieren Sie am längsten. Sie sehen: Jede Art von Pool hat ihre individuellen Vorzüge!

Tipp: Schwimmteich für mehr Nachhaltigkeit

Ein umweltverträglicher Schwimmteich bzw. Naturpool ist die perfekte Alternative zum herkömmlichen Swimmingpool. Er überzeugt besonders in Sachen Nachhaltigkeit. Für sauberes Wasser sorgen nämlich nicht technische Geräte, sondern Pflanzen, Kies und Mikroorganismen.

Beckengröße festlegen

Swimmingpools sind in allen möglichen Größenordnungen erhältlich. Die Entscheidung dafür, wie viel Platz das Becken einnehmen soll, ist aber nicht nur von den persönlichen Vorlieben abhängig. Auch das zur Verfügung stehende Platzangebot im eigenen Garten hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl eines geeigneten Schwimmbeckens.

Die meisten fest eingebauten Schwimmbecken für den Garten sind 4×8 Meter groß. Damit Sie wissen, ob diese Maße Ihren Ansprüchen gerecht werden, müssen Sie sich überlegen, wie viele Personen zeitgleich im Becken Platz haben sollen. Als Faustregel gilt hier: Für zwei Schwimmer, die gleichzeitig ihre Bahnen ziehen, sollte der Pool mindestens 4 Meter breit sein – so kommt sich niemand in die Quere. Eine Mindestlänge von 6 Metern ist zudem perfekt, um ein paar gute Schwimmzüge machen zu können.

Fest im Wiesenboden verbauter Pool in einem Garten. Im Hintergrund Terrasse mit Sitzmöbeln sowie ein Wohnhaus mit weit geöffneten Terrassentüren.
Fest verbaute Pools halten in der Regel mehrere Jahrzehnte. Foto: Adobe Stock_slavun

Standort: Wo macht sich der Pool im Garten am besten?

Auch der Standort für einen Pool im eigenen Garten muss wohl überlegt sein – schließlich ist ein Schwimmbecken nicht an jeder Stelle sinnvoll. Wählen Sie am besten ein möglichst sonniges Plätzchen. So wird das Wasser auf natürliche Weise von den Sonnenstrahlen erwärmt. Sollten Sie den Pool heizen wollen, sinkt der Heizaufwand durch die natürliche Sonneneinstrahlung merklich. Eine südöstliche Ausrichtung des Pools bietet sich an, da das Wasser in dieser Position schon in den frühen Morgenstunden angenehme Temperaturen annehmen kann. Eine Solarfolie hilft, das Wasser zusätzlich zu erwärmen und Wärmeverluste über Nacht zu reduzieren. Meist sind diese kleinen Maßnahmen ausreichend, um auf eine Poolheizung gänzlich zu verzichten.

Achten Sie außerdem darauf, dass sich keine Laubgehölze in unmittelbarer Nähe zum Schwimmbecken befinden. Landen Blätter, Nadeln und Äste im Wasser, muss der Pool – meist unter großem Zeitaufwand, sofern kein Skimmer genutzt wird – gereinigt werden.

Der Poolbereich darf natürlich bepflanzt werden. Wichtig ist dabei allerdings, dass Sie einen entsprechend großen Abstand zum Becken einhalten – besonders wenn Sie Gewächse auswählen, die Blätter und Nadeln abwerfen.

Schwimmbecken regelmäßig reinigen

Auch wenn Sie die vorangegangenen Tipps berücksichtigen, bedeutet ein Schwimmbecken nicht nur reines Badevergnügen. Wollen Sie lange Freude an Ihrem Pool haben, müssen Sie ihn regelmäßig reinigen. Wenn Sie sich nicht ausreichend um Ihren Pool kümmern, kann es durchaus passieren, dass sich das Wasser grünlich verfärbt. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass Sie Algen aus dem Pool entfernen müssen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, berücksichtigen Sie unbedingt diese Pflegetipps:

Eine Hand hält ein Test-Kit zur Überprüfung der Wasserqualität in das Wasser eines Pools.
Die Wasserwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden. Foto: Adobe Stock_Ekaterina
  1. Entfernen Sie Verunreinigungen, die sich auf der Wasseroberfläche abgelagert haben, mit einem Kescher. Mittels Skimmer, also einem Gerät, das Schmutz von der Wasseroberfläche absaugt, kann dieser Prozess auch größtenteils automatisiert werden.
  2. Reiben Sie Schmutz an Wänden und Boden des Pools mit einer speziellen Poolbürste ab. Bei einer guten Poolpflege wird sich übrigens so gut wie kein Schmutz an Wänden oder Boden festsetzen können.
  3. Dimensionieren Sie die Filteranlage stark genug – das Wasser sollte rechnerisch in 4–5 Stunden zirkuliert werden. Sollte die Filteranlage die Zirkulation in kürzerer Zeit schaffen – umso besser. Als grober Richtwert zur Orientierung gilt: Die Filteranlage sollte das Poolwasser zweimal am Tag komplett umwälzen. Bei Sand und Filterglas sollte die Filteranlage regelmäßig rückgespült werden. Kartuschen und Filterbälle sind regelmäßig zu reinigen bzw. bei Bedarf auszutauschen.
  4. Reinigen Sie die Filteranlage des Pools, indem Sie den Filter bzw. den Sand der Filteranlage regelmäßig austauschen.
  5. Decken Sie den Pool immer ab, wenn er gerade nicht verwendet wird.
  6. Unabhängig davon, ob Sie mit Chlor oder anderer Desinfektion arbeiten: Die Wasserwerte sind stets und ausnahmslos in den Idealbereichen zu halten. Es ist nur wenig Arbeit, die Wasserwerte regelmäßig zu testen und einzustellen – der Aufwand, gekipptes Wasser wieder ins Lot zu bringen, ist dagegen um ein Vielfaches höher. Prävention lohnt sich!

Pool im Garten als Blickfang: Umgebung schön gestalten

Besonders gut gelingt die Entspannung im Poolbereich, wenn Sie die Umgebung schön gestalten. Um das Schwimmbecken so richtig in Szene zu setzen, können Sie es etwa mit einem Holzdeck aus WPC-Terrassendielen einrahmen. Dieses gibt dem Pool nicht nur einen klar strukturierten Rahmen, sondern bietet auch genügend Platz etwa für dekorative Topf- und Kübelpflanzen oder pflegeleichtes Pampasgras.

Pool mit sauberem türkisfarbenem Wasser, eingefasst mit hölzernen Terrassendielen, in einem Garten in Brandenburg. Die Sonne scheint. Im Hintergrund Ziergräser und andere Pflanzen, ein weißer Kiesweg sowie ein heller Sonnenschirm.
Ziergräser eignen sich besonders gut für die pflanzliche Gestaltung des Poolbereichs. Foto: Ina Volmer

Tipp: Übertreiben Sie es nicht mit der Bepflanzung – schnell sieht der Poolbereich völlig überfüllt aus.

BENJAMIN GARHERR
(Fachredakteur bei poolpanda.com)

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