Im Garten tollen ohne Sorgen: keine Zecken beim Hund in Sicht dank Vorbeugung. Foto: AdobeStock_kathomenden

Zecken beim Hund: Sicher durch den Garten

Zecken beim Hund keine Chance geben: Mit dem erwachenden Frühling stromern unsere Haustiere wieder mehr durch den Garten. Dabei setzen sich oft unliebsame Passagiere wie Zecken ins Fell und gelangen so auch ins Haus. Diese lästigen Parasiten sind alles andere als harmlos, denn sie können Krankheiten auf unsere Vierbeiner und uns Menschen übertragen. Umgehendes Entfernen, noch besser ein wirksamer und lang anhaltender Schutz für die Fellnasen ist daher wichtig.

Inhalt

Gefahr von Zecken für Hund und Mensch

Das Wetter wird schöner, die Tage länger und es ist wieder so weit: Die Zeit im Garten startet für Sie und Ihren Vierbeiner. Zecken lauern im Gras und Gebüsch auf ihren Wirt und gelangen beim Vorbeigehen durch Abstreifen an seinen Körper. Sie bevorzugen Körperstellen mit dünner Haut, die besonders warm sind. Nach dem Zeckenstich saugt das Spinnentier über mehrere Tage bis zum 200-Fachen seines Körpergewichts an Blut auf. Zecken können schwere Krankheiten übertragen wie das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis, Impfung für Menschen gegeben) und Borreliose (Impfung nur für den Hund). Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass bis zu jede dritte Zecke in Deutschland die Borreliose-Erreger in sich trägt. Hunde nach dem Gassigang durchs Grüne auf Zecken untersuchen. Hat eine Zecke schon gebissen, umgehend mit einer Zeckenzange entfernen, denn sie überträgt Keime erst nach zwölf bis 24 Stunden des Blutsaugens.

Fellpflege als Schutz vor Zecken beim Hund

Im Frühjahr stoßen Hunde ihr dickes Fellkleid ab und ersetzen es durch eine leichtere Sommervariante. Besonders in dichtem Fellfilz ist ein Befall mit unerwünschten Krabblern schlecht erkennbar. Unterstützen Sie Ihren Vierbeiner mit einer gründlichen Fellpflege durch Kämmen und Bürsten! Sofern es sich Ihre Fellnase gefallen lässt, können Sie das Fell, besonders die dichte Unterwolle, schonend ausdünnen. Das gelingt mit einer speziellen Fellbürste. Es gibt sie für verschiedene Felltypen und Haarstrukturen. Sie erfasst lose Haare und löst leichte Verfilzungen auf.


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Zecken lassen sich mit Hilfe eines Flohkamms gut im Fell des Hundes erkennen, dabei aber vorsichtig vorgehen, um die Zecke nicht versehentlich unsachgemäß herauszureißen. Hat sich eine Zecke festgebissen, fasst man sie mit einer Pinzette, besser mit einer speziellen Zeckenzange nahe der Haut des Wirtstieres und zieht sie langsam heraus. Alternativ gibt es Zeckenkarten mit einem V-förmigen Spalt, damit lassen sich die kleinen Biester einklemmen und durch leichtes Hebeln nach vorne oben ganz einfach entfernen lassen.

Wann ist mit Zecken zu rechnen?

Zecken sind in Deutschland von zirka Februar bis Oktober aktiv. Die Spinnentiere bevorzugen warmes, feuchtes Wetter und fallen erst ab einer Außentemperatur von minus sieben Grad in Winterstarre. Zecken halten sich im Gras und in Büschen auf und werden im Vorbeigehen „mitgenommen“. Ihr Stich kann auf Tier und Mensch gefährliche Krankheiten übertragen, z. B. Borreliose, Babesiose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Zecken übertragen den Borreliose-Erreger erst nach 12 bis 24 Stunden. Entdecken Sie eine Zecke an Ihrem Hund, die sich bereits festgesetzt hat, sollten Sie diese sofort mit einer Zeckenzange (erhältlich in Apotheken) entfernen.

Zeckenbiss beim Hund: Was tun?

Setzen Sie die Zeckenzange dicht an der Bissstelle an, um die Zecke vorsichtig herausziehen. Zecken sind hart im Nehmen und überleben unter den widrigsten Umständen. Experimentieren Sie nicht! Töten Sie die entfernte Zecke in einem mit Alkohol gefüllten Glas und entsorgen Sie sie anschließend. Wichtig: Die Zecke nie am Hund oder Menschen zerdrücken, damit sie keine Sekrete (mit möglichen Krankheitserregern) abgeben kann.

Zecken beim Hund sorgsam entfernen
Zecken beim Hund sorgsam entfernen. Foto: AdobeStock_DoraZett

Vorbeugend gegen Zecken vorgehen

Um es gar nicht erst zum Zeckenbiss kommen zu lassen, stehen Ihnen einige Möglichkeiten zur Verfügung. Hier finden Sie die gängigsten Lösungen. Hunde können gegen drei Borrelienarten geimpft werden. Ein Impfstoff gegen Babesiose ist mit Ausnahmeregelung erhältlich. Gegen die anderen von Zecken übertragenen Krankheiten gibt es keine Impfung. Zum Schutz des Hundes vor Zecken ein antiparasitäres Halsband anlegen oder ein Spot-on-Präparat auftragen.

Bitte beachten: Nicht alle Anti-Zecken-Präparate sind für jedes Hundealter geeignet.

Kautabletten

Sie wirken, indem die Substanzen über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf gelangen und dadurch auf der gesamten Körperoberfläche wirken. Die am Wirt haftenden Zecken nehmen den Wirkstoff auf und sterben dann ab. Nur vollständig verzehrte Tabletten entfalten ihre Wirkung – deshalb kann das Verabreichen gerade bei Schleckermäulchen zum Problem werden.

Spot-On-Präparate

Diese Lösungen werden einfach auf die Hundehaut aufgetropft und wirken von hier aus. Dabei ist es wichtig, das Mittel auf eine für das Tier unerreichbare Stelle aufzutragen, etwa im Nackenbereich. Die Tropfen sollen direkt auf der Haut, nicht im Fell landen. Je nach Wirkstoff gibt es unterschiedliche Wirkzeiten, die mehrere Wochen anhalten können. Bei Spot-Ons sollten Sie nach der Behandlung immer warten, bis das Mittel vollständig in die Haut des Tieres eingezogen ist. Abends aufgetragen, hat es über Nacht dann genügend Zeit zum Einziehen.

Hund mit Ball auf Wiese
Mit vorbeugenden Maßnahmen haben Zecken keine Chance. Foto: AdobeStock_LIGHTFIELD-STUDIOS

Zeckenhalsbänder

Halsbänder funktionieren ähnlich wie Spot-On-Präparate über einen Wirkstoff, der sich über die Haut auf dem gesamten Körper verteilt. Oft genügt schon der erste Kontakt mit dem Wirkstoff, um Parasiten zu dezimieren. Ein Vorteil hochwertiger Halsbänder ist ihre länger anhaltende Wirkung im Vergleich zu Tabletten und Spot-On-Produkten.

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