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Flohmittel für Hunde: Befall erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Nicht nur Zecken, sondern ebenso Flöhe machen unseren Haustieren das Leben schwer. Und auch Tierhalter sollten auf der Hut sein, damit die blinden Passagiere im Fell ihres Lieblings nicht zu lästigen Dauerbewohnern im Haushalt werden. Wir erklären, was zu tun ist, wenn Ihr Hund mit Flöhen zu tun hat.

Floh im Pelz: Wie kann es dazu kommen?

Schon eine Rangelei mit dem Spielgefährten reicht aus, damit Ihr Hund einen oder gar mehrere Flöhe mit nach Hause bringt. Ein Treffen oder ein Disput mit der Nachbarsmieze, aber auch ein Nickerchen auf der Decke eines vierbeinigen Kumpels und schon sind die ungeliebten Untermieter im Fell und somit in Ihrem Heim. Auch der kurze Kontakt mit Wildtieren wie Igeln kann schon genügen. Ein Floh macht auch vor Menschen nicht Halt – sein unwillkommener Besuch ist dann oft an mehreren Einstichstellen hintereinander, sogenannten „Flohstraßen“, erkennbar.

Sobald der Hund Flöhe vom Garten ins Haus geschleppt hat, sollten Sie zügig reagieren, denn je länger diese schwarzbraunen Lästlinge Zeit haben, sich bei Ihnen zu vermehren, desto aufwändiger gestaltet sich ihre Beseitigung. Flöhe ernähren sich von Blut, denn nur so können sie sich fortpflanzen. Ein einziges Flohweibchen kann während seines ca. 100-tägigen Lebens bis zu 3.000 Eier legen. Nach dem Larven- und Puppenstadium können dann bereits binnen kurzer Zeit neue Flöhe schlüpfen – und der „Flohzirkus“ beginnt.

Spaziergang Mensch und Hund
Auch beim Gassigehen kann es zum Flohbefall kommen. Foto: AdobeStock_Karoline Thalhofer

Flohbefall bei Hunden erkennen

Erstes Anzeichen für einen Floh im Pelz Ihres Hundes ist der Juckreiz. Ihr Hund kratzt und beknabbert sich wie wild. Selbst wenn Sie versuchen, den Feind mit dem Flohkamm dingfest zu machen, sind die Krabbler oft gar nicht auszumachen, denn sie sind blitzschnell und springen bis zu 60 Zentimeter weit. Am besten fahnden Sie nach den Hinterlassenschaften der Flöhe. Stellen Sie Ihr Haustier möglichst auf eine weiße Unterlage (zum Beispiel in die Bade- oder Duschwanne). Rubbeln Sie das Fell gründlich in alle Richtungen durch und feuchten Sie die herausgefallenen Partikel anschließend an. Färben sich die kommaförmigen Krümel rötlich, hat man es eindeutig mit Flohkot zu tun. Denn Flöhe scheiden unverdautes Blut mit dem Kot aus, das die Färbung hervorruft.

Häufiges Kratzen it ein Anzeichen für Flohbefall. Foto: AdobeStock_Christian Müller

Durch Flöhe übertragene oder ausgelöste Erkrankungen bei Hunden

  • Flohspeichelallergie-Dermatitis
    (starker Juckreiz, Entzündungen)
  • Gurkenkernbandwurm
    (Übertragung durch infizierte Flöhe)

Kurzanleitung zum Erkennen von Flöhen bei Hunden

Flöhe sind so klein und flink, dass sie teils dem Feinkamm entfliehen. So erkennen Sie Flohbefall:

  • Vierbeiner auf weißen Untergrund stellen
  • Fell gründlich rubbeln
  • Färben sich herausgefallene Krümel nach dem Anfeuchten rötlich, ist das Flohkot

Reagieren Sie zügig, um dem „Flohzirkus“ ein Ende zu bereiten.

Flöhe beim Hund erfolgreich bekämpfen und erneutem Befall vorbeugen

Hausputz mit Hund
Gründliche Reinigung ist sehr wichtig, um Flöhe langfristig zu beseitigen. Foto: AdobeStock_Rober Kneschke

Oberstes Gebot: Intensive Reinigung von Böden, Polstermöbeln und Matratzen! Diese von allen Seiten gründlich absaugen und den Staubsaugerbeutel danach, in eine Plastiktüte eingeknotet, in den Restmüll geben. Textilien wie Liegebettchen oder Decken bitte bei mindestens 60 °C waschen. Falls das nicht möglich ist, bei mindestens – 19 °C einfrieren. Bei massivem Flohbefall müssen die Aufenthalts- und Lebensräume des Haustiers mehrfach mit geeigneten Präparaten behandelt werden, sodass nicht nur die adulten Parasiten, sondern auch alle Entwicklungsstadien erwischt werden. Natürlich gilt es nun auch, die Flöhe am Hund selbst zu bekämpfen.

Sie haben dazu folgende Möglichkeiten:

● Bei akutem Befall: gründliche, wiederholte Fellbehandlung mit Sprays und Shampoos bei Ihrem Vierbeiner.

● Vorbeugend wirken regelmäßige Tablettengaben, Spot-on-Präparate und antiparasitisch wirkende Halsbänder.

Flohpräparate korrekt anwenden

Die sachgemäße Anwendung ist unabdingbar für eine wirksame Flohbekämpfung. Ist eine Vorsorge oder Behandlung gegen Flöhe bei Ihrem Hund nicht erfolgreich, so liegt meist einer oder mehrere der folgenden Fehler vor:

● Es wurden nicht alle Tiere im Haushalt behandelt.

● Die Anti-Flohpräparate wurden nicht richtig angewendet.

● Zwischen den Behandlungen waren die Abstände zu groß.

● Waschen oder Schwimmen haben die Wirksamkeit der beim Tier angewendeten Medikamente verringert.

● Eier, Larven und Puppen im Umfeld des Haustieres wurden nicht sachgerecht bekämpft, sodass es in den eigenen vier Wänden immer wieder neu befallen wird.

● Ihr Fellgefährte hat regelmäßig Kontakt zu anderen Tieren mit Flohbefall oder einer mit Flöhen befallenen Umgebung außerhalb des Haushaltes und infiziert sich damit immer wieder neu.

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