Spinat – grün und gesund

Spinatpflanze

Spinat ist eine beliebte Zwischenfrucht, die den Boden im Frühjahr, Herbst und Winter bedeckt und ihn auch für die kommenden Kulturen gut vorbereitet.

Eile ist im Frühling angesagt. Denn ich möchte noch Spinat säen und ernten, bevor Kartoffeln, Kohl und andere Hauptkulturen die Beete für sich beanspruchen. Anfang März ist die beste Zeit dafür, wenn das Wetter mitspielt und der Boden nicht mehr gefroren ist. Etwa 10 Wochen nach der Aussaat kann ich die Blattrosetten ernten und vorher auch schon mal das eine oder andere Blatt für einen Wildkräutersalat pflücken. Werden die Spinatbeete mit einem Vlies abgedeckt, verkürzt das die Zeit bis zur Ernte sogar um ein bis zwei Wochen. Klar, könnte man den Spinat auch noch bis Anfang Mai säen. Nur bringt das meinen ausgeklügelten Anbauplan durcheinander, laut dem die Beete spätestens Mitte Mai schon frei fürs Sommergemüse sein müssten. Und noch etwas spricht gegen die spätestmögliche Aussaat: Spinat ist eine Langtagpflanze. Sobald die Tage im Frühling länger werden, bildet er Blüten. Je später also der Spinat gesät wird, desto eher beginnt er zu blühen und desto weniger Blattertrag gibt es. Bei der Herbstaussaat spielt die vorzeitige Blüte keine Rolle, denn die Tage werden zum Jahresende hin kürzer. Die wenigen Sommersorten, z.B. ‘Emilia’ und ‘Merlin’, sind tagneutral. Sie lassen sich von der Tageslänge kaum beeinflussen und vertragen auch mehr Wärme. Nur bringen die Sommersorten weniger Ertrag als die Frühjahrs- und Herbstsorten. Mehr Blätter gibt’s im Sommer bei Wildgemüse aus der Spinatverwandtschaft zu holen: unter anderem bei Gutem Heinrich, Gartenmelde und Magenta Spreen. Mit ihnen kann man gut die spinatarme Sommerzeit überbrücken.

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Spinat ist eine beliebte Zwischenfrucht, die den Boden im Frühjahr, Herbst und Winter bedeckt und ihn auch für die kommenden Kulturen gut vorbereitet. Die Saponine in den Wurzeln fördern das Wachstum der Nachbarpflanzen und der nachfolgenden Gemüse. Darum lasse ich die Wurzeln beim Ernten gern im Boden. Wenn der Spinat doch mal zu früh anfängt zu blühen, kann er gehackt werden und als Flächenkompost auf dem Beet liegen bleiben. Er ist dann eine gute Startdüngung für die Nachfolger. Allzu oft darf der Spinat jedoch nicht auf ein und dasselbe Beet gesät werden. Denn er ist mit sich selbst und mit den verwandten Gänsefußgewächsen selbstunverträglich. Darum sollte innerhalb von drei Jahren maximal zweimal Spinat oder einmal Spinat und ein anderes Gänsefußgewächs auf demselben Beet angebaut werden. Auf intensiv mit Spinat genutzten Flächen verzichtet man besser auf den Anbau von Mangold und Roter Bete. Wer das wie ich nicht möchte, baut andere Zwischenkulturen, die nicht mit Spinat verwandt sind, in die Fruchtfolge ein. Dazu gehören unter anderem winterfester Feldsalat und Winterportulak und im zeitigen Frühjahr auch Asia-Salate und frühe Salatsorten. Spinat wächst fast überall, am besten jedoch auf tiefgründigen, humosen Böden. Beim Düngen darf nicht übertrieben werden, sonst reichern sich in Blättern und Stielen Nitrate an, die in schädliches Nitrit umgewandelt werden können. Spinat hat einen mittleren Nährstoffbedarf, den er im Herbst gut mit dem decken kann, was ihm Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohl übrig lassen. Lassen Mittelstark- und Schwachzehrer viel Blatt- und Wurzelmasse zurück, reicht auch das gut aus. Bei der Frühjahrsaussaat kann etwas Kompost gegeben werden.
Natalie Faßmann

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Steckbrief

Gemüsefamilie: Gänsefußgewächse, verwandt mit Roter Bete und Mangold
Aussäen: Ende Februar bis Anfang Mai und Ende August bis September
Ernten: ab Mai (Frühjahrsaussaat), ab November (Herbstaussaat)
Fruchtfolge: gute Vorkulturen für den Frühjahrsanbau sind Leguminosen, Gurken und Kartoffeln, für den Herbstanbau Frühkartoffeln, früher Kohl; Anbaupause von drei Jahren zwischen Gänsefußgewächsen
Düngen: Mittelstarkzehrer; vor der Aussaat eine mittlere Gabe Kompost, nach Leguminosen und Starkzehrern reicht der Nährstoffgehalt meist aus
Pflanzenschutz: Falscher Mehltau tritt vor allem bei feuchter Witterung auf
Sorten: ‘Matador ’, ‘Verdil’, ‘Monnopa’, ‘Red Cardinal’, ‘Tarpy’, ‘Industra’; für den Sommer: ‘Emilia’, ‘Merlin’, ‘Lazio’, ‘Gamma’.

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Blattgemüse, das der Hitze trotzt

Spinat mag die kühlen Frühjahrs- und Herbstmonate. Im Sommer ist es ihm zu warm. Es gibt zwar auch Sommerspinatsorten, aber versuchen Sie es mal mit Blattgemüse, dem sommerliche Hitze wenig ausmacht und das ein guter Ersatz für Spinat ist. Bis in den späten Herbst hinein können Sie die Blätter ernten. Jetzt im März werden die meisten gesät. Neuseeländer Spinat, Malabarspinat und die anderen genannten sind Mittelstarkzehrer. Aufgepasst bei der Fruchtfolge: Gartenmelde, Magenta Spreen, Erdbeerspinat und Guter Heinrich sind mit Spinat, Rote Bete und Mangold verwandt! Schneiden Sie die Blüten rechtzeitig zurück, damit sich die Gemüse nicht zu stark selbst aussäen. Die Blätter von Gartenmelde, Neuseeländer Spinat & Co. können übrigens genauso verwendet werden wie die Spinatblätter: die jungen roh in gemischten Blattsalaten, die älteren gegart als Beilage oder Füllung für herzhafte Strudel und Kuchen. Und sie sind auch Grundlage für das Trendgetränk Grüner Smoothie, einem Mix aus grünen Blättern und Früchten.
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