So ernten Sie große Früchte

Hängt ein Obstgehölz besonders voll, bleiben einzelne Früchte oft kleiner. Daher beizeiten einen Teil des Behangs entfernen. Und immer für ausreichend Wasser und Nährstoffe sorgen.

Das Ausdünnen lohnt vor allem beim Kernobst. Sind nach dem Junifruchtfall noch zu viele kleine Äpfel oder Birnen am Baum, belassen Sie an jedem Büschel nur die größten ein bis zwei. Quitten dagegen müssen nicht ausgedünnt werden. Sie stehen einzeln und entwickeln auch ohne Eingriffe große Früchte.

An Tafelreben wachsen besonders schöne Trauben, wenn pro Fruchttrieb maximal zwei Blütenstände, die sogenannten Gescheine, belassen werden. Beim Steinobst ist das Ausdünnen von Aprikosen und Pfirsichen sinnvoll. Etwa alle Faustbreit bleibt eine Frucht. Auch Pflaumen können ausgepflückt werden. Hier gilt: 28 Blätter ernähren ein Früchtchen. Erdbeeren werden deutlich größer, wenn ein Teil der Blüten entfernt wird.

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Bei Sauerkirschen und beim Beerenobst begrenzen Sie den Behang besser durch kräftigen Schnitt. Süßkirschen brauchen nicht ausgedünnt werden. Die Ausnahme: Kirschen auf schwachwachsenden Unterlagen. Die tragen mitunter so üppig, dass die Früchte sehr klein bleiben, weil die kleinen Bäumchen nicht alle ernähren können. Daher sollte etwa die Hälfte der noch grünen Kirschen vorzeitig vom Baum.

Bei Wildobst besteht kein Handlungsbedarf. Allerdings bei einigen Fruchtgemüsearten. So werden Fleischtomaten größer, wenn pro Fruchtstand maximal drei Tomaten reifen. Bei Riesenkürbissen bleiben an jeder Pflanze nur ein bis zwei Früchte. Erbsen und Bohnen nicht ausdünnen, jedoch ab Blütebeginn feucht halten. Das steigert den Ertrag an schönen Früchten.

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