Sibirische Honigbeere

Themen: Beerenobst
Sibirische Honigbeere

Ende Mai beginnt die Erntezeit der Sibirischen Honigbeeren. Die letzten Früchte gibt es Ende Juni zum Höhe- punkt der Erdbeerzeit.

Schon Ende Mai werden die ersten blauen Beeren reif. Diese ungewöhnlich frühe Reifezeit resultiert aus dem kaltgemäßigten nordischen Klima in ihrer Heimat. Schließlich müssen die Früchte ja vor dem frühen sibirischen Wintereinbruch reif sein. Zuhause ist die Honigbeere (Lonicera kamtschatica) in der Taiga Sibiriens und Nordamerikas. Fröste bis zu minus 50 Grad machen ihr nichts aus. Selbst ihre Blüten, die sich bereits im März öffnen, trotzen den Spätfrösten. Die blaubereiften Früchte erinnern an Heidelbeeren. Und auch ihr Geschmack erinnert etwas an einen Mix aus Heidelbeeren und Himbeeren. Wenn sich die Honigbeeren blau färben, sind sie aber noch nicht genussreif. Sie sind zunächst fade und ein bisschen bitter. Die Früchte benötigen noch etwas Zeit, um zu reifen. Erst wenn auch das Fruchtfleisch lila gefärbt ist, schmeckt die Honigbeere. Die etwa 1,5 Zentimeter langen Früchtchen können roh vom Strauch genascht werden. Doch auch die Vögel ernten gern mit. Netzen Sie die Sträucher darum ein. Drei bis vier Jahre nach dem Pflanzen liefern die Sträucher bereits so gute Erträge, dass die Früchte auch für eine Honigbeeren- Konfitüre reichen. Honigbeeren eignen sich auch wie Heidelbeeren als fruchtige Zutat in Kuchen oder Muffins. Für einen guten Ertrag brauchen Sie mindestens zwei verschiedene Sorten. Die Honigbeere ist selbstunfruchtbar.

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Sibirische HonigbeereDie Honigbeeren sind noch so neu, dass man sie im Handel unter verschiedenen Namen findet: Lonicera kamtschatica, Lonicera caerulea, Blaue Heckenkirsche, Sibirische Blaubeere, Honigbeere und Maibeere®. Honigbeeren passen in fast jeden Garten. Sie mögen leichten bis mittelschweren Boden. Hohe Erträge sind auf gut dräniertem Boden und bei viel Sonne zu erwarten. Das Gehölz verträgt jedoch auch Halbschatten und etwas feuchte Böden. Honigbeeren gedeihen auch auf kalkhaltigem Boden bis zu einem pH-Wert von 7,2. Geschnitten werden sie wie die Roten Johannisbeeren: Nach der Ernte werden die ältesten Triebe über dem Boden zurückgeschnitten. Vom Neuaustrieb bleiben drei kräftige Triebe stehen.
Natalie Faßmann

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Die besten Sorten

Im Osten Russlands sind die Sibirischen Honigbeeren ein wichtiges Wildobst. Von dort kommen viele neue Sorten. Auch in Tschechien, in der Slowakei und den USA werden neue Sorten gezüchtet. Sie versprechen große Früchte und bestes Aroma. Diese fünf haben den besten Geschmack: ‘Amur’, ‘Fialka’, ‘Morena’, ‘Mailon’ und ‘Maistar’. Gut im Geschmack sind: ‘Altai’, ‘Kalinka’, ‘Balalaika’ und ‘Siniczka’.
(Empfohlen von Hans-Roland Müller, Gehölzexperte in der Baumschule Sämann, Bautzen).

Vorsicht: Lonicera-Früchte sind giftig!

Die Sibirische Honigbeere ist die einzige bei uns verbreitete Lonicera-Art, deren Früchte essbar sind. Die roten bzw. blauen Beeren der anderen Arten enthalten das giftige Xylostein, das Bauchkrämpfe verursacht.
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