Zimmerpflanzen im Winter wie zum Beispiel die Zierpaprikapflanze

Zimmerpflanzen im Winter

Es müssen nicht immer Zimmerpflanzen mit Blüten sein, die Farbe in die Wohnung bringen. Manche schmücken sich in der kalten Jahreszeit mit zierenden Beeren. Heizungsluft und Lichtmangel machen allerdings vielen Pflanzen im Winter zu schaffen. Doch mit unseren Tipps kommen die grünen Mitbewohner gut durch die lichtarme Jahreszeit.

Zimmerpflanzen im Winter – Schmückende Beeren

Naschen verboten … weil diese Früchtchen teils giftig sind – oder zum Essen einfach viel zu schade:Schließlich bilden Spitzblume (Foto links), Korallenmoos, Zierpaprika und Co. auch ohne Blütenzier bemerkenswert farbige Hingucker auf der Fensterbank. Und das durchaus über viele Wochen bis Monate hinweg, sofern man den Pflanzen einen hellen, luftig-kühlen Platz bieten kann (nur die Ananas mag’s wärmer) und die Erde gleichmäßig, aber mäßig feucht hält. Neben den gezeigten Arten schmücken auch folgende das Zimmer mit auffallenden Früchten:

Korallenstrauch (Solanum pseudocapsicum, auffällig orangerote, giftige Beeren von September bis Februar), Mistelfeige (Ficus deltoidea, erbsengroße, grünlichgelbe Feigen, ungenießbar) und klein bleibende Citrus-Arten wie Kumquat oder Calamondin-Orange (dekorative Mini-Zitrusfrüchte, essbar).

Spitzblumen (Ardisia crenata) sind immergrüne Bäumchen, deren erbsengroße, rote Steinfrüchte rund ein halbes Jahr haften bleiben. Leicht giftig.

Die einjährige Zierpaprika (Capsicum annuum) gibt’s in allen Farben von Gelb bis Rot und in Violett. Die Früchte sind zwar essbar, aber meist höllisch scharf und selten ein Genuss.

Wie Perlen liegen die orangeroten Beeren auf dem flachen Blattpolster des Korallenmooses (Nertera granadensis). Sie halten von August bis in den Winter hinein. Auch in Gelb und Weiß erhältlich. Gilt als wenig giftig.

Die Zierformen der Ananas, wie die zwergige A. nanus oder die cremeweiß gestreifte A. comosus ‘Variegatus,’ tragen essbare Früchte. Danach stirbt die Blattrosette ab.Wenn Spitzblume und Zitrusbäumchen ganzjährig drinnen stehen und daher nicht durch Insekten bestäubt werden, können Sie im Sommer mittels Pinsel nachhelfen. Mittags ist die beste Zeit dafür.


Praxis-Tipps zu Zimmerpflanzen im Winter:


Grünpflanzen im warmen Zimmer maximal alle vier Wochen etwas Dünger geben. Kühl stehende Arten gar nicht düngen. Auch das Gießen einschränken.Steinfensterbänke sind „fußkalte“ Standorte – hier kommt es schnell zu Wachstumsstörungen. Vorbeugend eine isolierende Topfunterlage aus Holz, Filz, Styropor oder Kork unterlegen.Den Schiefteller (Achimenes) einziehen lassen, Verdorrtes abschneiden. Die Rhizome in der alten Erde trocken und kühl aufbewahren, im März neu topfen.Kamelien kühl stellen, möglichst nicht über 15 °C. Nur mit kalkarmem Regenwasser gießen.
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Luftfeuchte erhöhen


Orchideen, Farne und viele tropische Grünpflanzen leiden besonders unter der trockenen Heizungsluft. Abhilfe schafft ein mit Blähton oder feinem Kies gefüllter, großer Untersetzer, der stets bis knapp unter den Topfboden mit Wasser gefüllt ist. So wird ein Vernässen des Substrats verhindert. Gleichzeitig wird durch die permanente Verdunstung ein Wohlfühlklima für die Pflanze geschaffen. Weiteres Plus: Die Methode eignet sich hervorragend  für alle Arten, die direktes Besprühtwerden nicht mögen, z. B. Usambaraveilchen und Drehfrucht (Streptocarpus).


Im Winter gekaufte Zimmerpflanzen nicht gleich ins Wohnzimmer stellen. Heizungsluft trocknet sie zu schnell aus. An einem kühlen Platz gewöhnen sie sich besser an die neue Umgebung. Je weniger Licht und Wärme Pflanzen bekommen, desto stärker reduzieren sie ihren Stoffwechsel und desto weniger Wasser verbrauchen sie. „Weniger ist mehr“ gilt auch beim Thema Düngen: Winter ist Ruhezeit für die meisten Pflanzen. Verzichten Sie also am besten ganz aufs Düngen. Licht dagegen ist im Winter für viele Pflanzen ein knappes Gut. Befreien Sie die Blätter Ihrer Zimmerpflanzen öfter mal mit einem weichen Tuch vom Staub, dann können sie das wenige Licht besser nutzen.


Zimmerpflanzen im Winter – Wenn Licht zur Mangelware wird


Pflanzen, die im Winter zu dunkel stehen, leiden. Sie brauchen Licht als Energielieferant für die Photosynthese. Zahlreiche gelb werdende Blätter, die später abfallen, aber auch lange, dünne, instabile Triebe („Geiltriebe“) sind deutliche Zeichen für Lichtmangel. Bei panaschierten oder buntblättrigen Sorten verblassen die kräftigen Farben – die Blätter vergrünen. Winterblüher werfen ihre Knospen ab, da die Lichtenergie für die Blütenbildung nicht ausreicht. Besonders schwierig ist die Situation für viele Zimmerpflanzen, die oft aus tropischen Regionen stammen. #

Auch sonst so genügsame Arten wie Drachenbaum, Ficus, Baumfreund und Co. freuen sich in der dunklen Jahreszeit über einen Standort in Fensternähe. Doch wenn alle Richtung Fensterbank drängen, wird es dort rasch mal zu eng … Helfen können diese Lösungen:

Beleuchten: Eine Zusatzbelichtung, mittels Zeitschaltuhr gesteuert, bietet eine Kompensation für Sonnenkinder – jeweils zwei bis drei Stunden morgens vor Sonnenaufgang und abends nach Sonnenuntergang am Fenster, weiter im Raum ganztags.

Hochstapeln: Eine einfache Möglichkeit, mehr Pflanzen gleichzeitig direkt ans Fenster zu bringen, ist, sie mit Hilfe schnell zusammengezimmerter Holzrahmen geschickt in die Höhe zu stapeln. Alternativ mehrere Regalbretter zwischen die Fensterlaibung montieren.

Die Edellösung: Regalböden aus Hartglas einpassen lassen.Aufhängen: Klassische Blumenampeln, aber auch ein hängendes Regal, bieten mehr Luft nach oben.