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Simse, Frauenhaargras – Pflanzenporträt

Scirpus cernuus (Syn.: Isolepis cernua)
Pflanzenfamilie: Cyperaceae (Riedgräser)

Das Frauenhaar oder die Moorbinse, wie das Sauergrasgewächs auch genannt wird, gehört zu den wenigen Zimmerpflanzen, die Fußbäder nicht übelnehmen. Es ist darüber hinaus eine beliebte Teichpflanze, die sowohl am feuchten Ufer als auch in der Tiefwasserzone gedeiht.

Das dekorative Gras mit den langen, dünnen Halmen ist in tropischen und subtropischen Regionen der Erde verbreitet und bei uns nicht winterhart. Die Pflanze wächst zunächst straff aufrecht, später biegen sich die Halme elegant herab, weshalb es in schmalen, hohen Töpfen oder in einer Hängeampel gut aufgehoben ist. Auch die kleinen Blütenähren, die vom Frühjahr bis zum Sommer erscheinen, sind sehr dekorativ.

Der beste Standort im Zimmer

Frauenhaargras
Scirpus cernuus – Foto: Floradania

Das Frauenhaar mag ganzjährig einen hellen Fensterplatz mit normalen Zimmertemperaturen. Direkte Sonne bekommt ihm allerdings nicht. Am besten gedeiht es in Räumen mit relativ hoher Luftfeuchte. Aufsteigender warmer und trockener Luft über einer Heizung sollte es nicht ausgesetzt werden.

Die ideale Pflege

Wer gern einmal zuviel gießt, darf das bei der Simse tun. Der Untersetzer sollte stets mit Wasser gefüllt sein. In lufttrockenen Räumen ist regelmäßiges Besprühen der Pflanze nötig, um die Luftfeuchte zu erhöhen.

Verwenden Sie zum Gießen wie zum Sprühen möglichst kalkarmes Wasser, zum Beispiel auf Zimmertemperatur erwärmtes Regenwaser. Alle zwei Wochen wird dem Gießwasser ein flüssiger Volldünger zugesetzt. An einem warmen und hellen Platz muss auch im Winter auf ausreichende Wasser- und Nährstoffgaben geachtet werden. Umgetopft wird im Frühjahr in gute Blumenerde.

Vermehrung

Beim Umtopfen im Frühjahr lassen sich ältere Pflanzen, die eventuell aus der Mitte heraus schon verkahlen, sehr gut teilen. Die zwei bis vier Teilstücke in entsprechend große Töpfe setzen und gut feucht halten, doch Fußbäder gibt es erst wieder, wenn die Teilstücke gut eingewurzelt sind.

Was tun bei braunen Blattspitzen?

Braune Blattspitzen sind ein Zeichen für fehlende Feuchtigkeit, im Ballen und/oder in der Luft. Wenig anfällig für Schädlinge.