Pandanus sanderi Foto: AdobeStock_Myimagine

Schraubenbaum – ein malerischer Wuchs

Der Schraubenbaum (Pandanus) wird auch Pandane oder Schrauben(baum)palme genannt, stammt von verschiedenen Inselküsten im Indischen Ozean und bietet sich hierzulande als ansehnliche Zimmerpflanze an. Die Gattung umfasst viele hundert Arten und gehört zur Familie der Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae). 

Wuchs und Aussehen 

Der deutsche Name des Schraubenbaums verweist auf seinen schraubenförmigen Wuchs und die spiralförmige Anordnung seiner immergrünen Blätter. Er wächst strauch- oder baumförmig mit einem, manchmal mehreren Stämmen. Am Ansatz bildet er teilweise pittoreske Luftwurzeln, die ihn wie auf Stelzen über der Erde tragen. Im Topf erreicht er eine Höhe von etwa 1,5 Metern. 

Schraubenbaum Foto: AdobeStock_etfoto
Pandanus utilis Foto: AdobeStock_etfoto

Blätter, Blüten und Früchte des Schraubenbaums 

Die grün-glänzenden Blätter des Schraubenbaums haben eine spitz zulaufende, lineale Form und sind an ihren Rändern mit kleinen Dornen bespickt. Sie lassen ihre Blattspitzen leicht überhängen, weshalb der Schraubenbaum auf den ersten Blick für eine Palme gehalten werden kann. 

Schraubenbäume sind zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen mit jeweils spezifischen Blüten. Die Blüten wachsen klein und vielzählig in Dolden, kommen bei Zimmerkultur aber leider selten vor. 

Schraubenbaum Foto: AdobeStock_Igor_Luschay
Eine Steinfrucht mit gut erkennbaren Samenkammern Foto: AdobeStock_Igor_Luschay

In heimatlichen Gebieten bilden die weiblichen Bäume gelbe bis orangefarbene Steinfrüchte, die aus einzelnen Samenkammern bestehen. 

Standortbedingungen 

Um den perfekten Platz für einen Schraubenbaum im Kübel zu finden, sollten Sie einige Dinge beachten. Prinzipiell ist ein heller Standort mit mehreren Stunden Sonne täglich bestens geeignet. Die Temperatur sollte ganzjährig warm sein – auch in Sommernächten nicht unter 15 Grad Celsius. Der Topf sollte außerdem groß genug sein, damit die ausladende Krone genügend Halt findet. 

Je mehr Licht die Blätter des Schraubenbaums bekommen, desto strahlender werden seine Blätter. Bei Halbschatten bleiben sie eher dunkelgrün.

Für seine Wurzeln wünscht sich der Schraubenbaum ein leicht saures Substrat: fertige Kübelpflanzenerde oder eine Mischung aus Lehm, Humus, Sand oder Kokosfasern sind gute Möglichkeiten. 

Foto: AdobeStock_Artinun
Ein kleines Schraubenbaum-Exemplar im Topf Foto: AdobeStock_Artinun

Pflege

Damit der Schraubenbaum ordentlich Photosynthese betreiben kann, empfiehlt es sich, seine Blätter regelmäßig abzustauben. Das Substrat sollte durchgängig feucht gehalten werden, aber Staunässe darf dabei nicht entstehen. Im Winter hat er Ruhezeit und braucht weniger Wasser. Eine hohe Luftfeuchtigkeit erreichen Sie, indem Sie ihn ab und an mit Wasser besprühen. 

Der Schraubenbaum ist von Natur aus starkwüchsig und nährstofftechnisch genügsam. Während der Wachstumsperiode dürfen Sie ihn aber alle zwei bis drei Wochen mit einem schwach konzentrierten Dünger für Kübelpflanzen unterstützen.

Verwendung 

Besonders gut gedeiht der Schraubenbaum hierzulande in ganzjährig temperierten Gewächshäusern. Sobald ein passender Standort für ihn gefunden ist, ist er aber auch eine pflegeleichte Zimmerpflanze. Im Sommer darf er im Kübel auch Balkon oder Terrasse zieren, sofern die Nächte nicht zu kalt sind. Der beinahe märchenhafte Wuchs vereint im Schraubenbaum Palmen- und Mangrovencharakteristika. 

Schöne Sorten sind etwa sanderi oder veitchii.

Schraubenbaum Foto: AdobeStock_Adwo
Mehrstämmiges Exemplar eines Schraubenbaums in heimischer Umgebung Foto: AdobeStock_Adwo

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