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Bischofsmütze – der stachellose Kaktus

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Die stachellose Bischofsmütze (Astrophytum myriostigma) ist eine Kaktee, die aus Mexikos Chihuahua-Wüste stammt. Dort ist sie extremer Witterung und steinigen, unwirtlichen Böden ausgesetzt. Im Winter erträgt sie etwa Temperaturschwankungen von bis zu 20 Grad Celsius zwischen Tag und Nacht. Und wie in jeder Wüste muss sie mit äußerst wenig Wasser auskommen. Sie gehört zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae).

Obwohl die Bischofsmütze recht genügsam ist, müssen einige Dinge in der Pflege beachtet werden. Der etwas skurrile, kugelförmige Wuchs macht ihren Charme als Zimmerpflanze aus.

Wuchs und Aussehen

Bischofsmütze Foto: AdobeStock_small1
Blüte der Bischofsmütze Foto: AdobeStock_small1

Die Bischofsmütze wächst zunächst annähernd kugelförmig, bis sie sich nach wenigen Jahren einer eher zylindrischen Form annähert. Wahrhaftig erinnert sie in ihrem Aussehen an eine Bischofsmütze. Allerdings stammt ihr Name nicht zuletzt auch von der besonderen Oberfläche der Kaktee. Denn diese ist mit wollenen Flocken besetzt, wodurch das Kakteengewächs noch mehr einer Mütze gleicht. Bischofsmützen erreichen eine Höhe von bis zu 30 cm.

Blüten und Früchte der Bischofsmütze

Eine oder mehrere gelbe Blüten zieren die Bischofsmütze von März bis Oktober. Sie bestehen aus vielen, lanzettlichen Blütenblättern und öffnen sich jeden Morgen von Neuem. Anschließend entstehen aus den Blüten hellgrüne Früchte.

Standortbedingungen

Tontöpfe haben einen großen Vorteil gegenüber Plastiktöpfen. Die Tonwände des Topfes können vor Staunässe schützen, indem sie überschüssiges Wasser aufsaugen. Das ist gerade richtig für die Bischofsmütze. Denn sie reagiert sehr empfindlich auf Nässe.

Bischofsmützen benötigen ausreichend Licht, weshalb ein Platz am Südfenster ideal ist. Im Sommer können sie auch an einem überdachten Ort im Freien stehen. Im Winter halten die Kakteen eine Ruhepause, wo es etwas kühler sein darf, aber dennoch hell sein sollte. Als Substrat bietet sich natürlich Kakteenerde an, die einen hohen Gesteinsanteil hat. Auf keinen Fall sollten Sie jedenfalls zu einer zu nährstoffreichen oder humosen Erde greifen.

Bischofsmütze Foto: AdobeStock_boonsom
Ganz schön steinig! So mag es die Bischofsmütze. Foto: AdobeStock_boonsom

Pflege

Wie bei allen Kakteengewächsen gilt: mäßig gießen. Die Oberfläche der Erde darf gut antrocknen, bevor erneut Wasser zugeführt wird. Die Bischofsmütze wächst recht langsam, weshalb sie nur alle paar Jahre umgetopft werden muss. Wenn es so weit ist, ist es wichtig, eine Drainage in Form von Lavagestein oder Perliten nicht zu vergessen. Über Frühling und Sommer hinweg können Sie den Kaktus mit einem niedrig dosierten Kakteendünger unterstützen.

Achtung: Greifen Sie für die Bischofsmütze auf keinen Fall zu einem organischen Dünger. Da sie in steinigen Gebieten zuhause ist, bekommen ihr organisches Material, wie Humus oder Kompost nicht gut.

Verwendung der Bischofsmütze

Die Bischofsmütze ist mit ihrem fast ulkigen Wuchs eine nett anzusehende Zimmerpflanze. Außerdem ist sie mit ihrer Form eine sehr besondere Kaktee. Aufgrund der fehlenden Stacheln ist sie auch eine von wenigen Kinder– und Haustierfreundlichen Kakteen. Wer sie trocken und mineralisch hält, hat viele Jahre etwas von ihr.

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