Gesunde Ernährung – Rotes Obst und Gemüse

Roten Beten und anderen roten Lebensmitteln wird häufig nachgesagt, sie seien blutbildend. Das stimmt zwar, hat aber mit der blutroten Farbe nichts zu tun und ist zudem nur die halbe Wahrheit.

Gesunde Ernährung: Mehr Eisen durch Vitamin C

Die runden Rüben enthalten zwar Eisen, das unverzichtbarer Bestandteil des Hämoglobins ist. Jedoch wird nur ein Teil dieses pflanzlichen Eisens vom Darm aufgenommen.

Allerdings: Wird Eisen aus Früchten oder Gemüsen zusammen mit Vitamin C-haltigen Paprikafrüchten, viel Petersilie oder mit Kartoffeln verzehrt, bleibt deutlich mehr hängen. Ein Spritzer Zitronensaft im Smoothie oder in der Vinaigrette wirken ähnlich.

Lycopin: Erhitzen verbessert die Aufnahme

Übrigens hilft die in Kirschen enthaltene Folsäure tatsächlich bei der Blutbildung. Deutlich wertvoller als das Betanin der Roten Rübe ist das Lycopin in Tomaten, Wassermelonen und Hagebutten. Es gilt als vorbeugend gegen Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen.

Am besten verfügbar ist der gesunde Farbstoff in gekochten oder pürierten Produkten, z. B. in Suppen oder Smoothies, da durch das Pürieren oder Erhitzen die Zellen aufgebrochen werden und das Lycopin freigesetzt wird.

Rotes Obst und Gemüse – Extra-Tipps

  • Himbeeren enthalten unter anderem Salicylsäure und wirken fiebersenkend.
  • Rote Johannisbeeren bringen hohe Gehalte an Pektinen und Ballaststoffen mit.
  • Die Allyl-Senföle in Radieschen wirken antibakteriell.
  • Beerenobst möglichst frisch vom Strauch verzehren, da die empfindlichen Inhaltsstoffe schnell abgebaut werden. Maximal zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.
  • Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Zitronen