Der Abstand spielt bei der Bohnen Aussaat eine wichtige Rolle.

Bohnen aussäen – Was Sie beachten sollten

Buschbohnen, Stangenbohnen, Feuerbohnen oder doch lieber Dicke Bohnen? Kommt darauf an: Auf die Witterung, die Jahreszeit und – welche Ihnen am besten schmecken. Wir erklären worauf es bei der Bohnen Aussaat ankommt.

Bohnen aussäen – Unterschiede einplanen

Im Mai ist die beste Zeit, die wärmebedürftigen Gartenbohnen direkt ins Beet auszusäen. Zu Ihnen zählen die altbekannten Busch- und Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris). Die ähnlichen Feuerbohnen mit leuchtend roten Blüten gehören zu einer anderen, etwas robusteren Art (Phaseolus coccinea), die ebenfalls im Mai gesteckt wird. 

Gartenbohnen mögen warme Sommer und beginnen früher zu tragen als Feuerbohnen, die ab Spätsommer noch einmal so richtig in Fahrt kommen, wenn Stangen- und Buschbohnen langsam weniger Ertrag bringen. 

Wer nicht alle drei anbauen möchte, muss entscheiden: Stangenbohnen bekommen die wärmsten Standorte. In kühleren Gegenden wählen Sie besser Feuerbohnen. Buschbohnen sind zwar wärmebedürftig, kommen jedoch mit kurzen Sommern zurecht. Sie tragen auf der gleichen Fläche nur halb so viel wie Stangenbohnen, dafür ist das Beet schon nach drei bis vier Monaten wieder frei. Für eine längere, größere Ernte säen Sie Buschbohnen deshalb in Sätzen bis spätestens Anfang Juli.

Dicke Bohnen und Reiserbohnen aussäen – die Vorteile

Dicke Bohnen (Vicia faba), auch Sau- oder Pferdebohnen genannt, verdienen diese groben Namen überhaupt nicht. Denn die halbreif geernteten Kerne in Weiß (‘Dreifach Weiße’), Hellgrün (‘Hangdown Grünkernig’) oder Rot (‘Red Epicure’) sind Feingemüse allererster Sorte. Zudem reifen sie schon im Mai, sofern Sie ab Ende Februar ausgesät oder die Setzlinge im Warmen vorgezogen haben. 

Der Sonderfall: Reiserbohnen. Die halbhohen Sorten sind keine Buschbohnen, denn sie klettern, werden aber nur 80 bis 100 cm hoch. Ihr Vorteil: Sie tragen nach und nach über die gesamte Saison, ohne hohe Klettergerüste. Ideal für kleine Gärten!

Die robusten Pflanzen sind hart im Nehmen, Dicke Bohnen vertragen sogar einige Frostgrade. Ihr Nachteil: Spätere Aussaaten, möglich sind sie bis Juni, leiden stark unter der Schwarzen Bohnenblattlaus. Heben Sie sich die Aussaat des Traditionsgemüses deshalb lieber für das kommende Frühjahr auf. Aber nicht vergessen – es lohnt sich!

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Bohnen sammeln Stickstoff

Alle Bohnen sind als Stickstoffsammler und Schwachzehrer häufig die letzten in einer Kulturfolge. Allerdings: Auch wenn sie die Nährstoffreste der Vorkultur gut ausnutzen, brauchen sie eine kleine Düngergabe, zum Beispiel 30 g Volldünger kurz vor der Blüte oder zwei bis drei Liter Kompost/pro Quadratmeter beim Pflanzen oder Säen.

Bohnen vorziehen

Bohnen in Kistchen vorzuziehen lohnt, nicht nur wegen der verfrühten Kultur. Im Gartenboden werden sie häufig Beute von Gemüsefliegen und keimen nicht. 

Bohnen aus selbstgesammeltem Saatgut?

Das geht wunderbar, Bohnen der Art Phaseolus vulgaris bleiben sogar weitgehend sortenrein. Feuerbohnensorten verkreuzen sich dagegen sehr leicht untereinander. Sofern Sie nicht eine bestimmte Sorte erhalten möchten, ist das nicht weiter schlimm. Im Gegenteil: Die Körner werden immer bunter. 

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