Qualitätsgehölze richtig pflanzen!

Sobald der Frühling naht, treibt es die Gartenbesitzer wieder in ihre grünen Paradiese. Endlich können die Spuren des Winters beseitigt und der Garten für die nahende Außensaison vorbereitet werden.

Wird in den warmen Monaten wieder viel Zeit im Garten verbracht, soll er hübsch und gepflegt aussehen. Sei es, dass einige Pflanzen im Winter Schaden genommen haben oder der Wunsch des Hobbygärtners, einen neuen Baum oder eine blühende Rabatte zu pflanzen: In jedem Falle führt der Weg der Gartenfreunde in die nahegelegene Baumschule.

Austrocknen der Wurzeln vermeiden

Bei der Suche nach einer geeigneten Baumschule hilft die Website des Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. www.grün-ist-leben.de. Dort gibt es eine praktische Baumschul-Suche nach Postleitzahl oder Ort mit der Möglichkeit, den Umkreis der Suche einzugrenzen.

Baumschuler legen großen Wert auf die Pflanzenqualität. Somit kann sich der Kunde immer darauf verlassen, ein gesundes und kräftiges Gehölz zu bekommen. Doch bei unsachgemäßer Behandlung und mangelnder Pflege wird das Überleben am neuen Standort selbst für Qualitätsgehölze schwierig. Daher sollten beim Pflanzen einige grundlegende Regeln beachtet werden.

Pflanzen leben, also brauchen sie Licht, Wasser und Nahrung. Somit ist es keineswegs ratsam, die neuen Pflanzen auf der Terrasse oder in der Garage zwischenzulagern. Sie gehören sofort an ihren neuen Wunschort. Trocknen doch besonders die Wurzeln der wurzelnackten Gehölze, also derer ohne Wurzelballen, schnell aus, und das wäre das Todesurteil für jede Pflanze. Dabei gilt: Nicht nur Sonneneinstrahlung, auch der Wind trocknet die Wurzeln aus.

Bäume richtig pflanzen

Bei Gehölzen mit Wurzelballen muss das Pflanzloch in Durchmesser und Tiefe ausreichend groß sein, um den Ballen bequem aufnehmen zu können. Er muss ohne Pressen in das vorbereitete Pflanzloch passen, die Wurzeln dürfen nicht gedrückt oder gar gequetscht werden. Anschließend kann die Erde so eingefüllt werden, dass sie die Wurzeln locker umschließt. Nach dem Einpflanzen muss die Erde um das Gehölz herum mit den Füßen festgetreten werden.

Das Setzen eines Pfahls zur Stabilisierung ist vor allem bei wurzelnackten Bäumen ratsam. Dazu muss der Pfahl vor der Pflanzung auf der vorherrschenden Windseite in das Pflanzloch geschlagen werden. Dieses Anpfählen soll nicht nur dafür sorgen, dass der junge Baum gerade steht, sondern vor allem das Abreißen frischer Wurzeln infolge von Windbewegungen verhindern.

Bei Bäumen mit Wurzelballen ist das Anpfählen etwas schwieriger, weil der Pfahl durch den Ballen getrieben werden muss, um ihn nicht zu weit vom Stamm zu platzieren. Ob wurzelnackte oder ballierte Bäume: Zum Schluss sollte noch ein Gießrand angelegt werden, und dann heißt es "Wasser marsch!".

Viel Wasser und richtiger Abstand

Das regelmäßige Verschulen – so nennt der Profi das Verpflanzen  der Gehölze in der Baumschule – ermöglicht, dass auch größere Bäume verpflanzt werden können. Die Gehölze werden durch das Verschulen dazu gezwungen, einen kompakten Wurzelballen zu entwickeln. So angezogene Pflanzen bringen in ihrem Wurzelballen oder Container eine vitales Wurzelwerk mit an den neuen Standort und somit beste Voraussetzungen für einen guten Anwachserfolg.

Wichtig ist, den frisch verpflanzten Baum großzügig zu wässern. Als Faustregel für das Wässern eines Baums gilt, dass die Gießzeit mit einem handelsüblichen Halb-Zoll Gartenschlauch etwa drei Minuten betragen soll. Das entspricht der Menge von 50 bis 100 Litern Wasser.

Baumschuler nennen dieses Angießen Einschlämmen, denn ein zusätzlicher Grund für die intensive Wassergabe bei der Pflanzung ist, dass so der Wurzelballen wirklich guten Bodenschluss erhält und eventuelle Hohlräume im Boden geschlossen werden.

Das weitere Gießen sollte nicht bei heißer Witterung erfolgen, weil dabei unter Umständen mehr Wasser verdunstet als die Pflanze aufnehmen kann – am besten morgens oder abends gießen. Auch die Bodenbeschaffenheit spielt für die richtige Wassermenge eine wichtige Rolle: Sandige Böden brauchen deutlich mehr Wasser als Lehm- oder Tonböden.

Werden mehrere Sträucher oder Bäume nebeneinander gepflanzt, muss auf einen angemessenen Abstand geachtet werden. In der Baumschule ist der Abstand zwischen den Gehölzen ein Qualitätskriterium. Stehen die Gehölze zu eng bei einander, behindert das ihre Entwicklung - das gilt ebenso im Garten.

Erfolg zeigt sich im nächsten Jahr

Die traditionellen Pflanzzeiten für Gehölze sind, solange sie frostfrei sind, Frühjahr und Herbst. Für immergrüne Laub- und Nadelgehölze empfehlen die Gehölzexperten in den Baumschulen auch den Spätsommer, damit die Bäume und Sträucher im Herbst noch gut einwurzeln können.

Für Containerpflanzen gibt es hinsichtlich der Pflanzzeit keine Einschränkungen. Dabei gilt jedoch: Je wärmer die Temperaturen zum Zeitpunkt des Verpflanzens, desto höher der Aufwand damit das Gehölz anwächst. Ob es mit dem Anwachsen geklappt hat, lässt sich zumeist erst viel später feststellen, denn die Einwurzelung eines Baums oder Strauchs dauert rund ein Jahr.

Gartenfreunde, die noch keine Erfahrung mit dem Pflanzen von Gehölzen haben, sollten sich auf jeden Fall in der Baumschule beraten lassen. Den Baumschulern ist nicht nur die Produktqualität wichtig, der gute Service und die kompetente Beratung sind es ebenso.

Das Motto der Branche lautet "Wir schaffen Leben!" – und das gilt nicht nur solange die Pflanzen in der Baumschule stehen, sondern weiterhin auch im privaten Garten oder dem öffentlichen Grün.

BdB


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