Gartenmöbel 2017 – Was ist Trend?

Balkon mit Sitzecke

Eine gemütliche Ecke zum Träumen oder Gartenwohnzimmer für die ganze Familie - Gartenmöbel übernehmen viele Funktionen.

Wie in jedem Jahr wecken die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auch in diesem Jahr die Vorfreude auf die neue Gartensaison. Unter vielen Gartenfreunden macht sich jetzt Aufbruchsstimmung breit, denn der Umzug vom winterlichen Wohnzimmer-Quartier hinein ins alternative grüne Wohnzimmer steht an.

Ob Balkon, Terrasse oder gleich ein ganzer Garten: Immer schwingt dabei auch die Frage nach geeigneten Gartenmöbeln mit. Der Wunsch nach Veränderung zeigt sich auch beim Blick auf die Accessoire-Details. Hat der Zahn der Zeit allzu stark an den alten Sitzmöbeln und Tischen genagt, wird der Wunsch nach Neuem laut.

Angesichts einer schier erdrückenden Angebotsfülle ist guter Rat teuer. Neben dem ansprechenden Äußeren, das sich auch sehen lassen kann, wenn Gäste da sind, spielen Bequemlichkeit, Komfort und aktuelle Trends eine Rolle, denn schließlich will man ja auf der Höhe der Zeit sein. Der folgende Beitrag zeigt an vier trendigen Stilrichtungen, wie das gelingen kann.

Nostalgie pur

Was sich in den letzten Jahren durchgesetzt hat, wird sich auch 2017 weiter fortsetzen: Retro ist in! Nostalgie-Fans werden sich dem Charme der gleichsam filigranen wie puritanisch anmutenden Wirtshaus- und Biergarten-Stühle à la Fin de Siècle nur schwer entziehen können.

Dabei reicht die Vielfalt der Variationen von schlicht bis verschnörkelt. Sie lässt sich optisch an der jeweiligen Linienführung des Metall-Untergestells von Stühlen, Sitzbank und passendem Tisch festmachen. Nahezu alle Ausführungen haben eine Klappfunktion, die sich als äußerst praktisch selbst auf engstem Raum wie auf einem kleinen Balkon erweist.

Stilprägend ist ein Materialmix aus Metallgestell und Holz-Sitzfläche beziehungsweise -platte, wie er in Freiluft- und Ausflugslokalen zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis weit in die 50er Jahre vorherrschend war.

Moderne Ausführungen in Metalloptik sind praktischerweise aus pflegeleichten Materialien wie etwa pulverbeschichtetem Aluminium gefertigt. Dadurch sind sie ausreichend gegen Hitze und schlechte Witterung gewappnet.

Eine besondere Variante sind die einteiligen Metallarrangements im sogenannten „Shabby Chic“ der Rockabilly-Ära und im Sixties Style. Meist in dezentem Weiß aber auch in Rostoptik lackiert, bestechen die Gartenmöbel durch eine meist verspielt-verschnörkelte, luftige Silhouette.

Besonders in punkto Sitzkomfort lassen alle Retro-Modelle zwar etwas zu wünschen übrig. Hier kann jedoch der Einsatz von besonders dicklagigen Sitz- und eventuell Rückenkissen für Abhilfe sorgen. Dafür liegen die Modelle optisch im Trend und sind in klappbarer Ausführung zudem äußerst praktisch.

Back to Nature

2017 voll im Trend, in der Anschaffung aber in der Regel um einiges teurer: Arrangements aus individuell gewachsenem Holz. Meist jeweils aus einem Stück wie etwa einer Wurzel oder einem Baumstamm mit dicken Verzweigungen gearbeitet, sind diese Möbel naturgewachsene Unikate, die unweigerlich einen starken Eindruck hinterlassen.

Der Preis bemisst sich vornehmlich an den Arbeitsstunden, die nötig sind, um die natürlich gewachsenen Formen im Hinblick auf ihre spätere Wohnfunktion umzuarbeiten und dabei gleichzeitig ihre Individualität zu erhalten. Als einmalige Naturprodukte verschmelzen sie harmonisch mit der Umgebung und werden eins mit der sie umgebenden Natur.

Als besonders hochpreisig erweisen sich dabei Gartenmöbel aus widerstandsfähigen Hölzern wie Teak, Robinie, Eukalyptus oder Zeder. Aufgrund ihres natürlichen Gehalts an ätherischen Ölen benötigen sie keinen zusätzlichen Wetterschutz. Mehrere hundert Euro für eine Sitzgelegenheit sind allerdings keine Seltenheit.

In der Regel günstiger sind da überwiegend aus naturbelassenem Holz gefertigte, robuste Gartenmöbel-Linien größerer Möbelhersteller. Einige unter ihnen bieten zudem noch Gutscheine bisweilen mit Rabatten und Preisnachlässen an, die eine Kaufentscheidung erleichtern helfen. Vielleicht eine willkommene Geschenkidee zu besonderen Anlässen wie Hochzeit, Silberne oder Goldene Hochzeit oder Kindstaufe?

(Fast) wie am Mittelmeer

Südländisches Flair dagegen versprühen Gartenmöbel im Landhaus-Stil. Er erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und wird auch 2017 Trends setzen. Charakteristisch ist hier eine dezente Farbgebung, vornehmlich in Pastelltönen, wie auch die bevorzugte Verwendung vom Baustoff Holz Akzente setzt. Natürlichkeit ist Trumpf, in Kombination mit einem Hauch von Nostalgie, die sich etwa an herstellungsseitig angebrachten, imitierten Abnutzungs- und Gebrauchsspuren äußert.

Die Grenzen zu Shabby Chic und Kolonialstil sind fließend. Allen Möbeln gemeinsam ist jedoch eine Betonung des Natürlichen, gepaart mit hohem Sitzkomfort. Die Liniengebung kann variieren, von schlichter Eleganz durch gerade Formensprache bis hin zu leicht verspieltem Habitus. Helle Sitzkissen und -polster weisen typischerweise dezent-florale Muster auf.

Besonders stilprägend sind Rosendekore sowie die alternative oder ergänzende Verwendung von Rattan als natürlichem Material. Sitzmöbel im mediterranen oder kolonialen Stil strahlen durch ihren gediegenen Charakter und gedeckte Pastell- und Erdtöne Ruhe, Wärme und Romantik aus.

Die Spielart des antikisierenden Kolonialstils lässt sich an ihrer stärker gedrungenen Formgebung erkennen, meist mit transparentem, weißem oder eierschalenfarbenem Finish. Auch kann die Silhouette geschwungener und bisweilen verschnörkelter ausfallen.

Urban/Industrial Style

Besonders stark im Kommen ist ein Stil, der an die Atmosphäre alter Industriehallen und städtischer Werksgelände mit ihrem morbiden Charme angelehnt ist. Er wurde auf die Formensprache der Gartenmöbel übertragen. Die Optik erscheint hier in geraden Linien auf das Wesentliche konzentriert - kombiniert mit einer Farbgebung, in der Grautöne in verschiedenen Abstufungen dominieren.

Die kühle Ästhetik lässt sich auch an der Unterkonstruktion von Stuhl, Bank und Tisch festmachen, für die bevorzugt Stahlrohr verwendet wird. Unterbau und Seitenplanken aus Beton, betonähnlichem Kunststein oder Metall sind ebenfalls denkbar. Sitz- und Tischflächen entstehen idealtypisch entweder aus grob gehobelten und unebenen Holzplanken oder aus Metall beziehungsweise metall- oder beton-imitierendem Kunststoff.


Bilder:

großes Foto: fotolia.com / Patrizia Tilly (#67117641)
Abbildung 1:pixabay©rhyslud (CC0 1.0)
Abbildung 2:pixabay©bfluder (CC0 1.0)
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Abbildung 4:pixabay©Hans (CC0 1.0)
Abbildung 5:pixabay©MabelAmber (CC0 1.0)
Abbildung 6:pixabay©PublicDomainPictures (CC0 1.0)


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