Eindrucksvolle Wasserspiele sind der Hingucker im Garten. Foto: AdobeStock_Jjohan

Wasserspiele: Bewegtes Nass im Garten

Wie ließe sich der Sommer besser genießen als beim beruhigenden Murmeln oder erfrischendem Sprudeln eines Wasserspiels? Und das nicht nur im Garten, sondern auch auf Terrasse und Balkon!

Inhalt

Wasserspiele: Lösungen für jeden Standort

Es muss ja nicht gleich ein großer Schwimmteich oder langer Bachlauf sein – Wasser lässt sich auch mit Bassins, Miniteichen und Gefäßen wirkungsvoll in Szene setzen. Je nach vorgesehenem Standort und vorhandenem Platz bieten sich Wasserspiele für verschiedenen Bedürfnisse an.

Es gibt zum Beispiel Wasser-Lösungen zum Eingraben oder Aufstellen: Kleine Teiche mit geschwungener Kontur fügen sich gut in natürlich gestaltete Gärten ein. Solch freie Formen bekommen eine Abdichtung aus flexibler Kunststofffolie. Modelliert man mit Sand und Glättkelle einzelne Pflanzstufen, können hier später Ufer- und Wasserpflanzen in Körben stehen. Die Stellflächen sollten dafür breit genug, die Teichränder nicht zu steil sein. Deshalb beschränkt sich die Tiefe von Miniteichen auf max. 60 cm, wie sie meist auch vorgefertigte kleine Becken aus PVC bzw. glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) mit Pflanzzonen aufweisen. Unterwasserpflanzen kommen winters in frostfreie Umgebung, oder das Wasserspiel erhält eine isolierende Abdeckung.

Wasserspiele Foto: AdobeStock_eddi_m
Schlicht und schön präsentiert sich dieses Gefäß mit Kupferrohr. Daraus plätschert es wie aus dem Wasserhahn. Foto: AdobeStock_eddi_m

Wasserspiele wie geometrische Becken ohne Pflanzzonen stehen formalen Gärten gut zu Gesicht. Wo der Untergrund kein tiefes Ausschachten erlaubt, kann die Wanne nur teilweise ins Erdreich versenkt, der oberirdische Teil mit einem Steinmäuerchen verkleidet werden – eine schöne Idee für versiegelte Innenhöfe!

Gefäße jeglicher Bauart, mit oder ohne Wasserpflanzen, bringen das kühle Nass sogar auf Balkon und Terrasse. Komplett-Sets zum Aufstellen für jeden Geschmack gibt’s im Fachhandel.

Sprudelnde Wasserspiele und Licht

Prickelndes Vergnügen bieten Wasserspiele wie spritzende Wasserspeier oder sprudelnde Fontänen, die das Wasser im Behältnis in Bewegung bringen. Die Verwirbelung verhindert, dass sich das Wasser zu schnell erwärmt und veralgt. Wasserdüsen malen dabei verschiedene Spritzbilder auf die Wasseroberfläche: So erzeugen Kelche einen im Spritzwinkel regulierbaren Wassertrichter, von dessen Rand der Tropfenvorhang herabperlt. Glocken wölben ihren durchscheinenden, im Radius verstellbaren Schleier über den Wasserspiegel. Schaumquelldüsen sprudeln wie ein Geysir nach oben. Diese Wasserfiguren sollten aber zur Größe des Beckens oder Gefäßes passen, damit kein wertvolles Nass über die Ränder verloren geht.

Wasserspiele Foto: AdobeStock_aspend28
Dieser speiende Frosch passt perfekt zur Größe des Beckens. Foto: AdobeStock_aspend28

Neben den klassischen Düsen, die das Wasser als gebündelten Strahl, schäumenden Quell oder perlenden Schauer tanzen lassen, liegen ansteuerbare Systeme, oft in Verbindung mit Lichteffekten, voll im Trend. Moderne Wasserspiele mit Licht lassen sich hinsichtlich Fontänenhöhe, Lichtfarbe bzw. -intensität in voreingestellten Programmen per Fernbedienung variieren. Die Kombinationen aus Düsen, LED, Pumpen, Trafo, Kabeln und Steuereinheit mit sicherem und energieeffizientem 12-Volt-Betrieb sind einfach zu installieren.

Tipp: Licht setzt Akzente

Angestrahlte Pflanzpartien und Wasserbilder wirken stimmungsvoll. Lichtquellen unter Wasser lassen uns in die Welt jenseits der Oberfläche eintauchen. Wassersprudel schimmern dank LED-Kränzen an der Austrittsstelle. Wichtig: nur wasserdichte bzw. spritzwassergeschützte Leuchten verwenden, die Sie mit einem FI-Schutzschalter absichern.

Wichtig: Planen Sie genügend Platz und Stromanschlüsse ein! Dieses Schauspiel aus Wasser und Licht lässt sich in größeren Teichen, architektonischen Spiegelbecken sowie formalen Wasserrinnen bewundern.

Das Grundprinzip aller Wasserspiele

Grundprinzip allen bewegten Wassers: Auf dem Grund des Beckens oder Gefäßes steht eine Pumpe, erhöht auf einem Steinsockel oder durch einen vliesummantelten Filterkorb geschützt.

Das Stromkabel wird aus dem Becken hinaus- und dann zum Anschluss mit Schutzschalter hingeführt. Die Pumpenleistung muss dabei zur ermittelten Fördermenge passen. Dazu gibt die Kennlinie auf der Pumpen-Verpackung Auskunft: Sie zeigt den Zusammenhang zwischen gepumpter Wassermenge und Förderhöhe.

Auf der Pumpe steckt ein Steigrohr bzw. Schlauch. An dessen Ausgang montiert man ganz nach Belieben einen Speier, eine Wasserschütte oder eine Düse fürs gewünschte Spritzbild des Wasserspiels.

Bachlauf-Einmaleins

Eine im Teich liegende Pumpe fördert das Wasser per Kunststoff-Spiralschlauch zur „Mündung“ des Bachlaufs, von dort läuft es stufenförmig hinab ins Gewässer. Der Schlauch sollte mind. einen Zoll (ca. 2,5 cm) dick sein. Bei kleineren Querschnitten entsteht ein hoher Reibungsverlust. Dieser wächst noch mit der Schlauchlänge. Je länger der Bachlauf, desto größer sollte deshalb der Schlauchdurchmesser sein. Die Fördermenge der Pumpe passend zu Höhe und Breite des Bachlaufs lässt sich mit virtuellen Pumpen-Rechnern ermitteln. Es gilt: Pro Zentimeter Bachlaufbreite benötigen Sie etwa 1,5–2 l/min Wasser. Mit smarter Technik lassen sich elektrische Geräte am und im Wasser, so die Bachlaufpumpe, Pumpe mit Wasserspiel sowie Unterwasserstrahler, über WLAN mit Tablet oder Smartphone ansteuern.

KARIN WACHSMUTH

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