Lanzenrosette

Lanzenrosette (Aechmea fasciata)

Die Aechmea ist eine der bekanntesten Bromelien für die Fensterbank. In ihrer Heimat Brasilien wächst sie als Aufsitzerpflanze (Epiphyt) im Geäst von Bäumen. Die in einer Rosette angeordneten, silbergrauen Blätter bilden eine Zisterne, in der sich Wasser und verrottende organische Substanzen ansammeln, von denen die Pflanze sich ernährt. Der rosafarbene Blütenstand, tatsächlich sind es farbige Hochblätter, zwischen denen die kleinen blauen Blüten kaum auffallen, hält sich Monate. Nach der Blüte stirbt die Pflanze allmählich ab, nicht ohne zuvor Nebensprosse zu bilden.
 

TIPP zur Blüte der Lanzenrosette

Möchten nachgezogene Kindel nicht blühen, obwohl sie groß genug sind, hilft der Apfeltrick: Pflanze mit einigen reifen Äpfeln für zwei Wochen in eine Folietüte stecken. Wenige Monate später gibt es Blüten.
 

Der beste Standort der Lanzenrosette

Pralle Sonne möchte die Lanzenrosette nicht, volles Licht aber sehr wohl. Ganzjährig sind Zimmertemperaturen erwünscht, unter 18 °C sollte die Temperatur auch im Winter nicht sinken.

Pflege der Lanzenrosette

Der Wurzelballen der Lanzenrosette wird nur leicht feucht gehalten. Im Pflanzentrichter jedoch soll stets Wasser stehen. Verwenden Sie weiches, zimmerwarmes Wasser, gesammeltes Regenwasser eignet sich gut. Im Sommerhalbjahr wird dem Gießwasser alle 14 Tage ein Blumendünger in halbierter Dosis zugesetzt. Als Substrat verwendet man am besten ein handelsübliches Spezialsubstrat für Bromelien. Wer die Pflanzerde selbst herstellen möchte, mischt Lauberde, Torfmoos und scharfen Sand zu gleichen Teilen. Bromelien bilden nur wenig Wurzeln, sie dienen eher dem Festhalten als der Nahrungsaufnahme, so genügt ein relativ kleiner Topf.

Vermehren der Lanzenrosette

An der Mutterpflanze entstehen im Laufe der Zeit Nebensprosse, die man zur Vermehrung nutzen kann. Man lässt sie wachsen, bis sie etwa die halbe Größe der Mutterpflanze erreicht haben, und trennt sie dann ab, am besten im Frühjahr, und topft jede in ein eigenes Gefäß. Zunächst nur sparsam gießen. Es dauert mindestens zwei Jahre, bis diese nachgezogenen Pflanzen in blühfähige Größe kommen.
 

Wurzelläuse an der Lanzenrosette

Bei ungünstigen Bedingungen stellen sich häufig Wurzelläuse ein. Bei zu kühlem Stand verbräunen die Blätter und sterben ab.
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